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Referenzmodelle für Geschäftsarchitekturen und SOA

SOA und Geschäftsarchitektur unter einen Hut zu bringen, ist eine echte Herausforderung. Referenzmodelle sind laut Experten dabei unabdingbar.

Der Entwurf einer serviceorientierten Architektur (SOA) für ein Unternehmen im Zusammenhang mit geschäftlichen Initiativen ist eine bedeutende Herausforderung. Außer an Webservices und SOA-Implementierungen müssen Organisationen dabei auch an Business Intelligence aus Geschäftsprozessen denken.

SOA-Lösungen müssen auf koordinierte Weise geschäftliche Flexibilität für rasch veränderliche Prozesse, Geschäftsfelder und Datenregeln schaffen – sowohl für Menschen als auch für Maschinen. Business-Architekten sind der Ansicht, Referenzmodelle sind für Geschäftsarchitekturen tatsächlich unverzichtbar.

Das Management von geschäftlichen und IT-Architekturmodellen ist eine strategische Geschäftsfunktion, die an strategische Ziele angepasst sein muss. Um den Traum von Flexibilität, Kostensenkungen und Gewinnen durch SOA zur Realität werden zu lassen, braucht es eine gute Kommunikation über die Modelle und intensive Zusammenarbeit.

Ein Geschäftsmodell funktioniert besser, wenn auch Operational Excellence (OpEx) Aufmerksamkeit geschenkt wird. Wie erreicht man das? Durch Servicequalität. Diese Bewegung wurde angeführt von Edward Deming bei Toyota und in der US-Produktion von Jack Welsh bei GE mit Erfolg fortgesetzt. Zugleich aber müssen wir uns mit Frameworks für die Beschreibung von semantischen Modellen für geschäftliches Vokabular beschäftigen. Das OMG Business Motivation Model (BMN) und die TOGAF Business Architecture sind gute Ausgangspunkte dafür.

Ich habe vor kurzem eine Gruppe von Business-Architekten gefragt, ob ein Referenzmodell für Architekturen für SOA-Projekte entscheidend ist. Die Antwort war ein entschiedenes Ja!
Ramsay Miller, Practice Lead, Integrate IT LLC.

Die Bewegung für mehr Servicequalität bei SOA-Projekten muss sich in konkreten Praktiken widerspiegeln. Das implizite semantische Geschäftsmodell sollte mit einem ganzheitlichen oder systemischen Ansatz beschrieben werden, wenn wir geschäftliche Lösungen (Zusammenarbeit zwischen Menschen und Maschinen) entwickeln. Nur so lässt sich das Scheitern von SOA-Projekten vermeiden.

Ich habe vor kurzem eine Gruppe von Business-Architekten gefragt, ob ein Referenzmodell für Geschäftsarchitekturen für SOA-Projekte entscheidend ist. Dazu nutzte ich mehrere LinkedIn-Foren – The Business Architecture Community, The Open Group, TOGAF for Architecture und Gartner Enterprise Architecture (Xchange). Die Reaktion war ein entschiedenes „Ja“. Die Antworten lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Referenzmodelle für Geschäftsarchitekturen bieten einen ganzheitlichen Blick. Dies soll sicherstellen, dass der durch SOA-Projekte entstehende Wert in das Gesamtbild und zur Strategie für die Geschäftstätigkeit passt.
  • Ein Referenzmodell für die Geschäftsarchitektur ist für jede Art von Projekten entscheidend, also auch für SOA-Projekte. Alle Pläne für SOA-Lösungen wurden auf der Grundlage der Referenz-Architektur entwickelt. Umgesetzt wurden sie dann mittels des Prozesses für die Überprüfung der Lösungsarchitektur (Governance), und dabei den gesamten Entwicklungsprozess über angepasst.
  • Laut The Open Group bezieht sich die Enterprise-Architektur (bei der die Geschäftsarchitektur einen wichtigen Pfeiler bildet) auf den Gesamtaufbau eines Unternehmens.
  • Das TOGAF-Metamodell für Geschäftsarchitektur muss sich weiterentwickeln und die Folgen von strategischen Änderungen (Treiber, Ziel, Plan) berücksichtigen. Auch müssen Geschäftsfunktionen strukturiert und in Zusammenhang mit Service-Level-Agreements (SLAs) gebracht werden. Auf Ebene der Implementierung muss es eine direkte Verbindung von Geschäftsfunktionen und SLAs geben, die von Geschäftsprozessen (Menschen und Maschinen) aufeinander abgestimmt werden.

Als weiterführende Lektüre zu diesem Thema würde ich die Untersuchungen von Birol Berkem über die Integration von Frameworks für Geschäftsarchitekturen empfehlen.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2013 aktualisiert

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