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Sollte man Anwendungen für Infotainment-Systeme in Automobilen entwickeln?

Es gibt verschiedene Plattformen zur Entwicklung von Apps für Infotainment-Systeme in Autos. Doch die richtige Wahl hält einige Hindernisse bereit.

Durchschnittlich verbringt ein Fahrer heute 101 Minuten im Auto. Was macht er dabei? Seine CD-Sammlung- oder das Radioprogramm wahllos nach Musik durchsuchen? Nein, natürlich wird er oder sie das nicht machen. Man verbindet sein Smartphone mit dem Autoradio und wählt eine App, die einem für die nächsten anderthalb Stunden mit Unterhaltung versorgt.

Das Autoradio verwandelt sich in ein vollwertiges Entertainment-System mit Touchscreen und Apps. Das Problem: Es gibt viele Plattformen, die um die Fähigkeiten von Entwicklern konkurrieren. Die erste Herausforderung ist die Vielfalt an Plattformen, für die man Apps entwickeln kann. Es gibt unter anderem folgende Plattformen:

  • Google Android Auto: Wie zu erwarten, stellt Android Auto eine modifizierte Version von Android für das Auto dar. Die Plattform ist aufgrund der großen Anzahl von Android-Smartphones sehr beliebt und lässt sich leicht verbinden.
  • Apple CarPlay: CarPlay erfordert ein iOS-Gerät für die Verbindung. Die Oberfläche ist Benutzern von iPhone- und iPad-Geräten vertraut.
  • Ford SYNC: Die Open-Source-Plattform AppLink von Ford (mittlerweile SmartDeviceLink) bildet die Grundlage für Ford SYNC. Ford kooperiert bei der Plattform mit Toyota, um mit Google und Apple konkurrieren zu können.
  • BlackBerry QNX: Die Plattform wird aktuell von verschiedenen Herstellern verwendet.

Die zweite Herausforderung, die einem bei der Entwicklung von Apps für die Systeme in Automobilen begegnet, ist, dass viele Automobilhersteller in der Vergangenheit gerne zwischen den Plattformen hin und her gewechselt haben.

Einige Automobilhersteller haben in älteren Modellen eine Plattform eingesetzt, während neuere Modelle eine andere Plattform verwenden. Zum Beispiel verwendete General Motors für ältere Autos mit OnStar QNX als Betriebssystem. Neuere Autos setzen dagegen Android Auto ein.

Die dritte Herausforderung stellt das begrenzte Publikum dar. Heute kommt nicht jedes Auto mit einem Ökosystem, das die Verwendung von Apps erlaubt. Ist ein Auto älter als drei Jahre, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es kein Infotainment-System mit Touchscreen hat.

Warum sollte man sich daher die Mühe machen, Apps für Automobile zu entwickeln? Die Chance auf Erfolg besteht nicht heute, sondern morgen. Man sollte daran denken, dass Autofahrer 101 Minuten im Auto verbringen. Die Ära der selbstfahrenden Autos beginnt gerade erst und wird in fünf Jahren Mainstream sein.

Für eine Industrie, die 100 Jahre alt ist, erleben wir gerade eine drastische Veränderung, die sich vor allem auf das Verhalten hinter dem Lenkrad auswirkt. In einem selbstfahrenden Auto kann man sich einen Film anschauen, Online shoppen oder einem Freund eine Nachricht schreiben. In den 101 Minuten konzentrieren sich Fahrer und Mitfahrer künftig auf das Entertainment-System.

Wenn man bereits heute weiß, wie man Apps für das Web, iOS und Android entwickelt, hat man schon den halben Weg zurückgelegt zur App-Entwicklung für Auto-Plattformen. Warum sollte man daher nicht eine Version einer App speziell für das Erlebnis während der Fahrt entwickeln und eine neue Möglichkeit eröffnen, wie das Publikum unterhalten werden kann?

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2017 aktualisiert

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