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Warum erfordert die Migration von Exchange Server eine Phase der Koexistenz?

Eine Migration von Exchange Server 2010 auf Server 2013 erfordert Koexistenz-Phasen, um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Dieser Artikel behandelt

Exchange-Management

Ich plane eine Migration von Exchange 2010 auf Exchange 2013. Wenn ich das richtig verstanden habe, brauche ich...

dazu Exchange 2010 Service Pack 3, um eine Koexistenz mit Exchange 2013 zu ermöglichen. Ich würde aber gerne wissen, warum solche Koexistenz-Phasen erforderlich sind und wie sie allgemein aussehen.

Zunächst einmal: Exchange 2010 Service Pack 3 (SP3) erlaubt tatsächlich eine Koexistenz mit Exchange 2013. Sie sollten aber wissen, dass Sie dazu auch das Cumulative Update 1 for Exchange 2013 brauchen.

Hinweis: Auch Exchange 2007 SP3 Rollup 10 ermöglicht eine Koexistenz mit Exchange 2013. Dafür wird ebenfalls Exchange CU1 benötigt.

Koexistenz-Phasen sind bei Migrationen von Exchange Server (vor allem in größeren Organisationen) notwendig, um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Wenn Sie zum Beispiel von Exchange 2007 zu Exchange 2013 migrieren und viele Nutzer haben (sagen wir mehr als 10.000), ist es unwahrscheinlich, dass Sie alle an einem einzigen Wochenende migrieren können.

Zudem entwickelt Microsoft Exchange Server immer weiter, und es kommen Funktionen hinzu, werden verändert oder abgeschafft. Deshalb kann es Zeit kosten, Ihre Umgebung entsprechend anzupassen. Dazu ist es oft nötig, zunächst einzelne Server in Betrieb zu nehmen, auf denen Ihre neue Exchange-Version läuft und die spezielle Aufgaben übernehmen. So ist denkbar, dass Sie die Server-Rolle „Client Access“ von Exchange 2013 einführen müssen, um Client-Anfragen von OWA (Outlook Web Access) und Outlook für Ihre gesamte Umgebung übernehmen zu können.

Es keine allgemeinen Regeln, wie lange die Koexistenz-Phase andauern sollte. Allerdings ist es ratsam, nicht allzu lange mehrere Versionen von Exchange in derselben Organisation zu pflegen. Denn das führt zu unnötiger administrativer Komplexität und kann allgemein Ihre Arbeit verkomplizieren. Die Koexistenz sollte also nur so lange währen, wie es dauert, Postfächer sowie dazugehörige Dienste und Ressourcen auf die neuere Version zu übertragen.

Über den Autor: Andy Grogan hat mehrfach (2009 bis 2013) die Auszeichnung Microsoft Exchange MVP erhalten. Er arbeitet in Großbritannien und war die vergangenen 16 Jahre über in der IT-Branche tätig und hat sich vor allem mit Technologien von Microsoft, HP und IBM beschäftigt. Grogans größte Leidenschaft ist Exchange Server, er ist aber auch spezialisiert auf Active Directory, SQL Server, Storage-Lösungen, Technologie-Strategie und technische Führung in großen Unternehmen. Aktuell arbeitet er als Technical Delivery Manager für die Verwaltung der großen britischen Grafschaft Sussex, für die er 15.000 Nutzer an mehr als 240 Standorten betreut. Seine Webseite finden Sie unter www.telnetport25.com.

Artikel wurde zuletzt im Juni 2013 aktualisiert

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