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Was sind die wahren Vorteile von Cloud Computing?

Cloud-Hersteller werben damit, dass Unternehmen von Cloud Computing finanziell profitieren. Sie haben damit sogar Recht und der Trumpf ist Skalierbarkeit.

Die meisten Cloud-Anbieter und -Enthusiasten werden vor allem erzählen, dass es billiger ist und mehr Skalierbarkeit ermöglicht, wenn Anwendungen in die Cloud verlagert werden. Tatsächlich sparen viele Nutzer mit einem Umzug in die Cloud Geld. Der größere Vorteil aber liegt in der Skalierbarkeit: Bei Cloud-Diensten ist sie per Mausklick möglich, über API-Aufrufe, oder sogar automatisch auf der Grundlage von Schwellenwerten.

So müsste ein Start-up für Video-Codierung in der traditionellen Welt zunächst einmal viel Wagniskapital aufnehmen. Dann würde es Geld für Hardware, Netzwerke sowie für Platz und Kühlung ausgeben müssen. Erst dann könnte es ein Produkt veröffentlichen. Das Start-up hätte zuvor seine Software getestet und sich darauf vorbereitet, mit den 10.000 erwarteten Kunden pro Tag zurechtzukommen.

Wenn das Geschäft gestartet ist, kann sich schnell herausstellen, dass das System völlig überdimensioniert ist und viele Server gar nicht zum Einsatz kommen. Dann würde das Unternehmen die eingeplanten Margen nicht erreichen und seine Finanzreserven rasch erschöpfen. Am Ende gibt es nur zwei Möglichkeiten: Das Start-up hat doch noch Erfolg und wird mit Anfragen überrannt – währenddessen wird sein System immer langsamer, währen das IT-Team hektisch versucht, mehr Dienste einzukaufen. Oder es bekommt nie so viele Kunden, wie es bräuchte, um zu überleben. Das Unternehmen geht also an den hohen Kosten für die unnötige Hardware pleite.

Dasselbe Beispiel mit Hilfe von Cloud Computing würde anders aussehen. Hier baut das Unternehmen einen Dienst auf, verlässt sich bei Skalierbarkeit und Verfügbarkeit auf Cloud-basierte Systeme und entwickelt dann eine automatische Lösung für die Skalierung, um immer nur so viele Server in Betrieb zu haben, wie wirklich gebraucht werden. Dann muss kein Geld für Hardware, Platz oder Kühlung verschwendet werden, denn all das wird über den Cloud-Anbieter geregelt. Eigentlich braucht ein Cloud-basiertes Start-up nicht einmal ein Büro.

Es kann sich deshalb so schnell oder langsam entwickeln, wie es will und wie es Kunden gewinnen kann. Mit zunehmender Auslastung werden zusätzliche Ressourcen gebucht. Wenn der Dienst nicht ankommt, gibt es zumindest keine überflüssige Hardware, die zum Generieren von Einnahmen verkauft werden müsste. Mit Cloud-Technologie kann ein Unternehmen also viel länger überleben und hat so mehr Chancen auf Erfolg.

Diese Analogie passt auch für Gruppen, die in einem bereits etablierten Unternehmen an einem Projekt arbeiten. Viele solcher Projekte scheitern oder sind zumindest langsamer erfolgreich als zunächst erhofft. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, eine Anwendung mit Hilfe von Cloud-Technologien aufzubauen – dann kann sie skaliert werden, wenn die Zahl der Nutzer es rechtfertigt. Auf diese Weise vorzugehen, spart auch Geld, doch der größere Vorteil liegt erneut in der Fähigkeit zur Skalierung.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2013 aktualisiert

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