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Welche Zahlungsoptionen bietet AWS für den Verkauf von Software an?

Nachdem ein Unternehmen eine Software entwickelt hat, steht es vor dem Problem: Wie lässt sich die App monetarisieren? Diese drei Optionen bietet AWS.

Da immer mehr Unternehmen eigenständig Software entwickeln, stellen sich viele die Frage: Wie lassen sich die Früchte dieser Arbeit monetarieren? Nur wenige Unternehmen gehen den Schritt, einen eigenen digitalen Online-Shop zu entwickeln, über die sie die entwickelten Anwendungen verkaufen.

Da die Public Cloud immer stärker als Plattform für das Hosting und die Speicherung von Applikationen eingesetzt wird, bieten Provider wie Amazon Web Services (AWS) Dienste an, die bei der Distribution und den Zahlungsabläufen für den Softwarevertrieb unterstützen. Amazon bietet drei Zahlungsoptionen, um die entwickelten Anwendungen zu Geld zu machen: Amazon DevPay, AWS Marketplace und Amazon Payments.

Amazon DevPay

Amazon DevPay ist ein Abrechnungs- und Account-Management-Service. DevPay ermöglicht es Entwicklern, Anwendungen zu verkaufen, die mit AWS gebaut wurden oder auf Basis von AWS laufen. Dies beseitigt für Unternehmen und Entwickler die Notwendigkeit, einen eigenen digitalen Shop aufbauen und pflegen zu müssen, um Verkäufe zu akzeptieren und Abonnements zu verwalten.

DevPay registriert die Käufer, überwacht die AWS-Ressourcennutzung, erstellt für Käufer eine Rechnung und sammelt die Zahlungen ein. DevPay ermöglicht es Entwicklern, Preise für ihre direkten beziehungsweise nutzungsbasierte Verkäufe festzulegen. Die Zahlung erfolgt über das Amazon-Kundenkonto.

AWS gibt an, dass DevPay derzeit keine neuen Verkäuferkonten akzeptiert. Aktuelle DevPay-Nutzer haben allerdings noch Zugriff auf den Service. Doch es gibt andere AWS-Zahlungsoptionen. AWS verweist neue Verkäufer auf den AWS Marketplace, der umfangreichere Optionen bietet.

AWS Marketplace

Der AWS Marketplace ist ein digitaler Online-Shop von Amazon. Er wurde entworfen, um Käufern zu helfen, Software und Services zu finden, zu kaufen und zu benutzen. Ein Kunde konfiguriert und startet eine Software direkt im AWS Marketplace. Die Abrechnung für Amazon-Kunden erfolgt auf Basis der verbrauchten Ressourcen pro Stunde oder Monat.

Der AWS Marketplace verschafft Käufern ein vertrautes Einkaufserlebnis. Die Softwareprodukte arbeiten mit virtuellen Private Cloud Instances, Reserved Instances, Spot Instances und On-Demand Instances. Der AWS Marketplace unterstützt im Gegensatz zu DevPay Softwareprodukte, die Elastic Block Store verwenden.

Amazon Payments

Amazon Payments ist die dritte AWS-Zahlungsoption, welche den abgeschafften Flexible Payments Service ersetzt. Im Gegensatz zum AWS Marketplace, der sich auf Softwareprodukte konzentriert, ist Amazon Payments primär ein generischer Kassen- und Zahlungsservice, der in den Online- oder Mobile-Shop eines Händlers integriert wird. Die Zahlungsoption lässt sich für jede Art von Produkt verwenden.

Wenn man eine neue Cloud-App für Unternehmen verkauft, ist der AWS Marketplace die beste AWS Zahlungsoption. Verkauft man hingegen physische Objekte wie Büromöbel über seine Unternehmens-Website, ist die Integration von Amazon Payments die bessere Alternative.

Mehr zu Amazon Payments:

Der Amazon Payments Service lässt sich auf der Website eines Unternehmens integrieren, um einmalige, abonnementbasierte oder wiederkehrende Zahlungen einzusammeln. Der Service identifiziert Käufer und sammelt die Zahlungen ein, ohne dass der Käufer die Website des Käufers verlassen muss. Amazon bietet außerdem einen Betrugsschutz für Transaktionen.

Amazon Payments verwendet existierende AWS-Tools, einschließlich Simple Notification Service für Zahlungsbenachrichtigungen, Simple Queue Service für das Workflow Management und einen Speichermix aus DynamoDB und Simple Storage Service. Amazon Payments ist auf mehrere Verfügbarkeitszonen (Availability Zones) verteilt, um eine hohe Ausfallsicherheit zu bieten.

Der Service bietet Erweiterungen und Plugins für verschiedene E-Commerce-Plattformen, einschließlich Shopify, OpenCart, PrestaShop und ShopSite. Amazon verlangt von Händler für die Nutzung von Amazon Payments eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 1,9 Prozent des Verkaufspreises plus eine Autorisierungsgebühr von 0,35 Euro.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2016 aktualisiert

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