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Wie kann SAP Capable-to-Match in SAP APO das Supply Chain Management verbessern?

SAP Capable-to-Match erlaubt eine bessere Bestands- und Zugangssteuerung, zum Beispiel durch die Ausbalancierung von Beschränkungen und Lieferzeiten.

Auch wenn SAP ERP Central Component eine Vielzahl von Funktionen bietet, können Unternehmen mit Einschränkungen in ihren Produktionskapazitäten zu kämpfen haben, die zusätzliche Kontrollen benötigen.

Ein Tool, das eine abgestimmte Steuerung für die Bereitstellung von Materialien oder Produkten bietet, ist SAP Capable-to-Match (SAP CTM). SAP CTM steht in SAP Advanced Planning and Optimization (APO) als Teil der SAP Supply-Chain-Management-Komponente zur Verfügung.

Hier sind vier SAP-CTM-Funktionen, die es Unternehmen ermöglichen, den Bestand mit dem Zugang auszubalancieren und so für eine höhere Effizienz in der Lieferkette sorgen.

Bedarfsplanung

Eine reibungslose Lieferkette ist vorhanden, wenn alle Kundenaufträge pünktlich und vollständig geliefert werden. In manchen Fällen ist es aber notwendig, ein Produkt später oder früher zu liefern. Kenntnisse über Abweichungen sind hier entscheidend und reichen meist aus, um eine stärkere Harmonisierung der Bedarfsversorgung zu gewährleisten.

Zu den benötigten Informationen zählen zum Beispiel, wie spät ein Auftrag an einen Kunden geliefert wird, wie spät ein Verkäufer Waren liefert, ohne seine Lieferantenbewertung zu beeinflussen, und wie früh ein Produkt an verschiedene Lager geliefert werden kann.

Dynamisches und fixiertes Pegging

Pegging ist ein Prozess, bei dem SAP CTM ein Produktbestandselement mit Produktzugangselementen verknüpft. Beim dynamischen Pegging mischt das System die Zugangselemente jedes Mal, wenn es einen Wechsel zu einem Bestandselement gibt. Beim fixierten Pegging werden keine automatischen Änderungen zwischen den beiden Elementtypen (Bestand und Zugang) vorgenommen.

Fixiertes Pegging funktioniert gut in Geschäftsszenarien, in denen das Unternehmen seine Produktions- und Beschaffungspläne aufgrund von Änderungen des Kundenauftrags oder einer Produktionsvorhersage nicht weiter anpassen will. Ist das Unternehmen allerdings in der Lage, die Bestandsänderungen an einen überarbeiteten Zugangsplan anzupassen, dann ist dynamisches Pegging sicherlich ein wertvolles Instrument.

Bedarfspriorisierung

Der konkurrierende Bedarf für ein Produkt erfordert es, dass man priorisiert, welcher Kunde oder welche Region ein Produkt zuerst erhält. Zu solchen Bedarfen gehören unter anderem Aufträge, die zu einem bestimmten Termin angefordert werden, solche, die Forderungen aus verschiedenen geografischen Regionen unter Verwendung von Lagerbeförderungsaufträgen und Prognosen für einen drohenden Bedarfsrückgang erfüllen müssen.

Es ist auch möglich, Bedarfspriorisierungsszenarien in SAP Capable-to-Match zu simulieren, um zu entscheiden, ob der Bedarf dem Bestand entspricht oder ob eine neue Priorisierung basierend auf vordefinierten Geschäftsregeln nötig ist.

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Für den Fall, dass die verfügbare Standard-Bedarfspriorisierung in SAP CTM nicht in der Lage ist, die Anforderungen eines Unternehmens zu erfüllen, steht ein User Exit zur Verfügung, um die Priorisierungslogik neu zu definieren. Ein User Exit ist ein ABAP-Programm (benutzerdefinierte Codierung), das der ABAP-Programmierer verwendet, um unternehmensspezifische Bedarfspriorisierungslogiken zu definieren.

Bestandskategorisierung

Zunächst berücksichtigt SAP Capable-to-Match Zugangselemente, zum Beispiel verfügbarer Bestand, erwartete Materialbelege von Produkten oder erwartete Materialbelege aus zwischenbetrieblichen Belegen, und kategorisiert sie als Überschuss oder Normalinventar. Das Tool verwendet dann die vordefinierten Geschäftsregeln - zum Beispiel Region, Produkt (oder die Kombination der beiden) oder Tage bis zur Auslieferung –, welche die Zugangselemente den Bestandselementen zuordnen.

SAP CTM verwendet die Quotenanordnung, um den Bestand mit dem Zugang auszugleichen. Die Simulation von Bestandsplänen und die Erstellung neuer Bestandselemente, wie zum Beispiel Produktions- oder Kaufaufträge, sind beide in CTM möglich.

Schließlich sollten man beachten, dass die in SAP CTM erstellten Bestands- und Zugangspläne zur Ausführung und Überwachung an SAP ERP Central Component übertragen werden.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2017 aktualisiert

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