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Wie kann SAP Cross-Docking das Supply Chain Management optimieren?

SAP Cross-Docking kann den Bedarf an Lagerplatz verringern, Lieferungen beschleunigen und das Supply Chain Management optimieren. So funktioniert es.

Bei der Bewertung von Optionen, Logistikkosten zu senken, Lieferzeiten zu verbessern oder Lagerplatz einzusparen, ziehen Lagerverwalter häufig die Implementierung von SAP Cross-Docking in ihre Logistikprozesse in Betracht. Cross-Docking ist eine Funktion, die in der Komponente Warehouse Management (Lagerverwaltung, WM) von SAP ERP Central Component (SAP ECC) verfügbar ist.

SAP Cross-Docking sendet automatisch qualitativ hochwertige Fertigungsgüter, die keine Qualitätsprüfung vor der Lieferung erfordern, direkt an den Kunden weiter. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, diese Ware zu lagern. Cross-Docking findet breite Anwendung, wenn es darum geht, verderbliche Waren (zum Beispiel Blumen, Obst und Gemüse) möglichst schnell an Einzelhändler zu liefern, so dass sie an die Endkunden verkauft werden können.

Durch Cross-Docking lassen sich Lager- und Arbeitskosten sparen, da mehrere Schritte beseitigt werden, zum Beispiel die Notwendigkeit einer Qualitätskontrolle von produzierten Waren beim Eingang in ein Lager, Wareneingangsprüfung, Einlagerung, Lagerung, Kommissionierung und Warenausstellung.

In SAP ECC sind zwei Arten von Cross-Docking möglich: geplantes Cross-Docking und opportunistisches Cross-Docking. Während das geplante Cross-Docking eine automatische Verbindung zwischen eingehenden Material und ausgehenden Lieferungen erstellt bevor das Material eintrifft, bietet opportunistisches Cross-Docking die Option, diese Verbindung nach dem Eintreffen des Materials zu erstellen.

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Geplantes SAP Cross-Docking

Wie bereits erwähnt, verbindet das System beim geplanten Cross-Docking automatisch den Wareneingang mit einer ausgehenden Lieferung an die Kunden. Beispiele für geplantes Cross-Docking sind:

  1. Distributoren Cross-Docking: Hierbei werden eingehende Materialien verschiedener Hersteller in einer gemischten Materialpalette zusammengefasst, die dann an den Kunden ausgeliefert wird.
  2. Transport Cross-Docking: Bei diesem Cross-Docking-Typ wird die Wirtschaftlichkeit durch die Kombination von Sendungen von verschiedenen Absendern erreicht, die keine komplette LKW-Ladung versandt haben. Größte Nutznießer dieser Cross-Docking-Art sind Absender kleinerer Lieferungen.
  3. Einzelhändler Cross-Docking: Einzelhändler erhalten Materialien von mehreren Anbietern und sortieren sie für die Lieferung an die Einzelhandelsgeschäfte.

Opportunistisches Cross-Docking

Bei dieser Cross-Docking-Art bietet das System dem Lagerverwalter die Möglichkeit, eine Verbindung zwischen ankommenden und ausgehenden Lieferungen manuell zu erstellen, um die Logistik-, Lager- und Transportressourcen optimal zu nutzen.

Einstufiges versus zweistufiges Cross-Docking

Beim einstufigen Cross-Docking-Verfahren wird das eingehende Material sofort und automatisch für die Auslieferung vorbereitet. Im zweistufigen Cross-Docking-Verfahren wird das eingehende Material vor der Ausgabe für die Auslieferung zu einem Zwischen-Cross-Docking-Lagerplatz gebracht.

Cross-Docking-Monitor und Cross-Docking-Alert-Monitor

Wie bei allen SAP-ECC-Komponenten, die zahlreiche Berichte, Funktionen und Analysen enthalten, zeigt Abbildung 1 den Einstiegsbildschirm, auf dem Parameter für den Cross-Docking-Monitor eingegeben werden. Sobald der Lagerverwalter die Parameter auf diesem Bildschirm eingegeben und den Bericht ausgegeben hat, zeigt der Monitor alle geplanten Cross-Docking-Verbindungen an.

Der Cross-Docking-Monitor dient auch als Alert-Monitor, um alle verpassten Termine anzuzeigen, die sich negativ auf die Logistik- und Supply-Chain-Prozesse auswirken können.

Abbildung 1: Der Cross-Docking-Monitor.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2017 aktualisiert

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