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Die Funktionen des Datenbank-Management-Systems Oracle Database 12c

Oracle Database 12c ist ein relationales Datenbanksystem, das sowohl in lokalen On-Premises- als auch in Cloud-Umgebungen eingesetzt werden kann.

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Datenbanksysteme

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Oracle Database 12c ist ein relationales Datenbank-Management-System (RDBMS), das sowohl in lokalen On-Premises- als auch in Cloud-Umgebungen eingesetzt werden kann.

Database 12c ist sowohl auf einem einzelnen Server als auch in Cluster-Umgebungen implementierbar. Das RDBMS bietet umfassende Funktionen für die Verwaltung von Daten bei der Transaktionsverarbeitung, im Business-Intelligence-Bereich und in Content-Management-Anwendungen.

Funktionen von Oracle Database 12c

Eine Tabelle auf der Website von Oracle zeigt die Liste der Features, die in den verschiedenen Editionen verfügbar sind. Neben den professionellen Editionen von Oracle Database 12c für Unternehmen bietet Oracle auch eine Personal Edition für einzelne Benutzer an. Darüber hinaus offeriert das Unternehmen eine Express Edition als kostenloses Einführungsangebot. Allerdings ist die Express Edition derzeit nur für Oracle Database 11g, den Vorgänger von 12c, verfügbar.

Oracle Database 12c bietet mehr als 500 zusätzliche Funktionen im Vergleich zum Vorgänger. Eine der wichtigsten ist die Multi-Tenant-Fähigkeit, die die Datenbank mandantenfähig macht. Damit ist es möglich, den Prozess der Konsolidierung von Datenbanken in der Cloud zu vereinfachen.

Zentral ist hierbei das Konzept der Pluggable Database. Dabei handelt es sich um eine grundsätzliche Veränderung des bisherigen Oracle-Paradigma, demzufolge eine Instanz immer nur genau eine Datenbank öffnen konnte. Mit der Einführung der Pluggable Database ändert sich das: Es ist nun möglich, mit einer Instanz mehrere Datenbanken zu öffnen und zu betreiben. Ein einziger Multi-Tenant-Container kann viele Plugable Databases hosten und verwalten, um die Kosten drastisch zu senken und die Administration zu vereinfachen. Oracle zielt damit auf eine maximale Datenbankkonsolidierung ab, ohne dass dafür Virtualisierung nötig ist.

Oracle Database 12c verfügt auch über einen In-Memory-Spaltenspeicher, der Datenbankabfragen beschleunigt. Unternehmen soll damit die datenbanktechnische Grundlage geliefert werden, um schnellere Entscheidungen treffen zu können. Bestehende Anwendungen können von der In-Memory-Verarbeitung automatisch und transparent profitieren. Änderungen sind dafür nicht erforderlich und die vorhandenen Oracle-Datenbankfähigkeiten werden beibehalten.

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Darüber hinaus bietet Oracle Database 12c verbesserte Sicherheitsfeatures. Sie ermöglichen es Unternehmen zum Beispiel, ihre unternehmenskritischen Geschäftsinformationen intern und extern mit einer Schwärzung der Daten zu schützen. Dabei werden sensible Anwendungsdaten für die Ausgabe maskiert, so dass Unbefugte sie nicht einsehen können.

Die Privilege-Analysis-Funktion hilft, Benutzer und Anwendungen mit Zugriffsrechten auf die Datenbank zu identifizieren. Über Verschlüsselungstechnologie, Auditierung und Zugriffskontrolle bietet Oracle ein umfassendes Set an tiefgehenden Datensicherheits-Tools, die dazu beitragen, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu garantieren.

Oracle Database 12c Editionen

Oracle Database 12c ist in drei Editionen verfügbar. Sie zielen auf die jeweiligen individuellen Bedürfnisse und Budgets der Kunden ab:

  • Oracle Database Enterprise Edition bietet eine unbegrenzte CPU- und Speichernutzung (bis zum Maximum des Betriebssystems) sowie alle Funktionen von Oracle Database 12c. Allerdings sind 20 dieser Funktionen – einschließlich der Multitenant- und In-Memory-Technologien – optionale Add-ons und müssen separat erworben werden. Die Listenpreise für die Enterprise Edition beginnen bei 90 US-Dollar für eine Named-User-Plus-Lizenz oder 47.500 US-Dollar für eine Prozessorlizenz.
  • Oracle Database Standard Edition ist die kostengünstigere Option der Oracle-Datenbank mit einem begrenzten Funktionsset für kleine und mittelständische Unternehmen sowie die Anwendung in Abteilungen. Die Standard Edition kann nur auf Servern mit einer maximalen Kapazität von vier Sockets lizenziert werden. Wenn Named-User-Plus-Lizenzierung genutzt wird, sind mindestens fünf Lizenzen erforderlich.
  • Oracle Standard Edition One ist ein Einstiegsangebot, das nur auf Servern mit bis zu zwei Sockets verwendet werden kann. Ein weiterer Unterschied zwischen der One- und der Standard-Version ist, dass diese Edition den Real Application Cluster von Oracle und automatisierte Workload-Management-Technologien nicht unterstützt.

Oracle Database 12c Betriebssysteme

Oracle Database 12c ist ein heterogenes relationales DBMS, das auf Windows-, Linux- und Unix-Betriebssystemen läuft und von einer breiten Palette an Server- und Storage-Systemen unterstützt wird. Zu den unterstützten Betriebssystemen gehören:

Lizenzierung von Oracle Database 12c

Oracle als größter Anbieter von relationalen Datenbank-Management-Systemen bietet sowohl Lizenzen mit beschränkter als auch mit unbeschränkter Laufzeit an – letztere in jährlichen Schritten von einem bis fünf Jahre. Die Lizenzmetriken, die für die Ermittlung der Kosten für Oracle Database 12c verwendet werden, basieren entweder auf der Anzahl der Benutzer und Geräte, die Zugriff auf die Software haben – die offizielle Bezeichnung dafür ist Named User Plus – oder auf der Anzahl der Prozessoren, auf denen die Datenbank ausgeführt wird.

Oracle Database 12c Softwarelizenzen werden direkt von Oracle und über Reseller verkauft. Um seine Software zu lizenzieren verwendet Oracle eine Kombination aus mehreren Vereinbarungen. Die übergreifenden Lizenzrechte sind im Oracle Master Agreement beschrieben und die Rechte an bestimmten Produkten und Dienstleistungen im Ordering Document.

Datentypen in Oracle Database 12c

Zusätzlich zu den standardmäßigen numerischen, Zeichen- und Datums- / Zeitdatentypen, die von allen relationalen Datenbank-Management-Systemen verwendet werden, unterstützt Oracle Database 12c eine Vielzahl von weiteren Datentypen sowie benutzerdefinierte Typen.

Die Exadata Database Appliance von Oracle ist auch für Benutzer verfügbar, die ein einfacheres Plug-and-Play-DBMS suchen. Oracle bietet verschiedene Konfigurationen abhängig von der Nutzung des Datenbank-Management-Systems (DBMS). Diese umfassen etwa Server, die auf eine intensive Online-Verarbeitung oder Data-Warehouse-Anwendungen zugeschnitten sind.

Oracle Database 12c Benchmarks

Obwohl es sinnvoll ist, eigene Performance-Benchmarks zu testen, macht Oracle regelmäßig eigene Benchmarks und veröffentlicht die Ergebnisse. Laut Oracle haben viele Organisationen mit Database 12c und zugehörigen Anwendungen eine hohe Verfügbarkeit und Performance erreicht.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2017 aktualisiert

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