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Geeignete Datenbankservices für Platform as a Service (PaaS)

Wenn man für den Einsatz webbasierter Apps zu einem Platform-as-a-Service-Angebot wechselt, sollte man auch die Datenbankservices genau untersuchen.

Wenn man über die Funktionen der wichtigsten PaaS-Angebote diskutiert, ist der Datenbankservice der letzte Bereich, der thematisiert wird. Aus der Sicht eines Webentwicklers gibt es weit interessantere Themen, zum Beispiel Framework, Middleware und Sprachunterstützung. Einige von Ihnen fragen sich sogar, warum das Thema Datenbankservice überhaupt relevant ist.

Vor der Veröffentlichung von Platform-as-a-Service-Datenbanken oder einem Element von PaaS, das heute als Database as a Service (DBaaS) definiert wird, mussten Entwicklungs-Teams in der Regel ihre Anwendungsdatenbanken selbst verwalten.

Ein DBaaS ist ein Service, der vom Cloud-Anbieter verwaltet wird, ohne dass das Applikations-Team die Verantwortung für die traditionellen Datenbankfunktionen übernimmt. DBaaS bietet ein Framework, von dem aus Unternehmen alle ihre Datenbanken betreiben können und mehr Agilität und Elastizität für die Organisation zur Verfügung stellt, während gleichzeitig die Gesamtproduktivität des Datenbank-Administrators (DBAs) verbessert wird.

Die Schritte bei der Bereitstellung von Datenbanken lassen sich vereinfachen, da selbst komplexe Datenbankoperationen durch API-Aufrufe ausgeführt werden können, so dass Entwickler sich nicht bis ins Detail mit Datenbankoperationen befassen müssen. DBAs können sich stattdessen auf das Gesamtbild konzentrieren, anstatt ständig über Backups nachzudenken, Patches zu erstellen und sich um die Backups kümmern zu müssen. Ein Cloud-basierter SQL-Service ist zweifellos der ideale Ansatz, um die Effizienz einer Datenbank zu steigern.

Werfen wir einen Blick auf einige der populärsten relationalen Datenbankservices:

Amazon Relational Database Service (RDS)

Amazon Relational Database Service (RDS) unterstützt folgende Datenbank-Engines: Amazon Aurora, PostgreSQL, MySQL, MariaDB, Oracle und Microsoft SQL Server. Amazon bietet außerdem einen eigenen Migrationsservice an, um bestehende Datenbanken auf Amazon RDS umzustellen. PostgreSQL, MySQL, MariaDB, Oracle und Microsoft SQL Server werden auf Elastic Block Store Volumes gehostet.

Aurora, die Amazon-eigene Engine, nutzt eine andere Storage-Infrastruktur als die anderen Engines und lässt sich in zehn GB Schritten bis zu 64 TB skalieren. Die anderen Datenbanken im Amazon-Mix können nur maximal sechs TB zur Verfügung stellen und bieten keine Resizing-Kapazität.

Google Cloud SQL

Google Cloud SQL ist ein vollständig gemanagter Service, mit dem man seine relationale Datenbank auf der Google Cloud Platform pflegen kann. Der Service bietet Unterstützung für MySQL oder PostgreSQL. Mit Google Cloud SQL hat man maximal zehn TB pro Instanz und kann die Instanz so konfigurieren, dass sie automatisch erhöht wird.

Je nach Bedarf stehen verschiedene Preismodelle zur Verfügung. Ein interessantes Feature ist die Automatisierung von MySQL, das Updates, Failover, Backup und Roll- und Recovery ermöglicht.

Microsoft SQL Azure

Microsoft SQL Azure unterstützt die eigene Engine von Microsoft. Verwendet man bisher Microsoft SQL Server, ist dies die sicherste Wahl. Es verfügt über alle Sicherheitsmerkmale, einschließlich zwei Arten der Authentifizierung: Standard-SQL- und Active-Directory-Authentifizierung, bei der Benutzeridentitäten des Azure Active Directory verwaltet werden.

SQL Azure ist in das Cloud-Angebot von Microsoft nativ integriert und wurde speziell für die Cloud entwickelt. Wenn man bereits Microsoft-Anwendungen einsetzt, steht Visual-Studio-Integration und Unterstützung für. NET zur Verfügung. Setzt man dagegen auf LAMP, ist Amazon die bessere Wahl.

Es gibt verschiedene Optionen, SQL in Azure zu hosten. Eine davon ist die Microsoft SQL-Datenbank Azure SQL, die eher eine PaaS-Datenbank oder DBaaS ist. Ein weiteres Beispiel ist die Verwendung von SQL Server, der in der Cloud auf virtuellen Windows-Maschinen gehostet wird, die auf Azure ausgeführt werden – was eher eine traditionelle Infrastructure-as-a-Service-Implementierung ist.

Wenn man sich für letzteres entscheidet, stehen alle Versionen und Editionen von SQL zur Verfügung, und es bietet die volle Kontrolle. Im Falle von Azure SQL basiert die Datenbank auf Hardware und Software, die von Microsoft gewartet wird und über eine Pay-as-you-go-Option verfügt. Die Verwendung von SQL Server auf VMs ist für bestehende Anwendungen, die eine schnelle Migration in die Cloud mit minimalen Änderungen erfordern, besser geeignet, während die Verwendung von SQL Server auf VMs eine bessere Wahl für neue Implementierungen ist.

Fazit

Wenn man für seine webbasierten Anwendungen zu PaaS wechselt, sollte der Datenbankaspekt nicht vernachlässigt werden. Die Vorteile der Umstellung einer Datenbank auf eine vollständig unterstützte Cloud-Infrastruktur erfordert allerdings einen genauen Blick auf die zur Verfügung stehenden Datenbankdienste.

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Nächste Schritte

Das richtige PaaS-Angebot für ein Unternehmen finden.

Cloud Foundry bietet PaaS mit offener Architektur.

Cloud Security: Regeln für die sichere PaaS-Nutzung.

Artikel wurde zuletzt im November 2017 aktualisiert

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