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Welche Lizenzen für Oracle-Datenbanken in der AWS-Cloud benötigt werden

Die Lizenzierung von Oracle-Datenbank für AWS kann tückisch sein. Der AWS Instance-Typ, den man wählt, kann einen großen Unterschied ausmachen.

Die Lizenzierung von Oracle für die AWS-Cloud kann tückisch sein. Zwar unterstützt Oracle grundsätzlich das Ausführen seiner Datenbanken auf AWS. Da Oracle-Lizenzen allerdings pro CPU berechnet werden, kann der AWS Instance-Typ, den Sie wählen, einen Unterschied machen.

Während Oracle verlangt, dass jede virtuelle CPU (vCPU) als eine eigene CPU gezählt wird, hängt die tatsächliche Anzahl der Lizenzen pro CPU von der Softwareedition ab, die verwendet wird. Die Oracle Standard Edition und Standard Edition One gehen typischerweise von vier vCPUs pro physischem Prozessor aus.

Zum Beispiel kann ein Unternehmen die Oracle Standard Edition One oder Produkte der Standard Edition auf Instanzen mit bis zu vier virtuellen Kernen als eine einzige CPU oder ein Socket lizenzieren – das entspricht einer Prozessorlizenz. Wenn Instanzen mit mehr als vier virtuellen Kernen genutzt werden, entsprechen jeweils vier Kerne – gerundet – einer Prozessorlizenz. Das bedeutet, dass eine Instanz mit acht Kernen zwei Lizenzen voraussetzt. Beim Ausführen von Oracle-Datenbanken auf AWS kann die Standard Edition nur auf Instanzen bis zu 16 vCPUs lizenziert werden, während Standard Edition One nur für Instanzen bis zu acht vCPUs lizenziert werden kann.

Das Verhältnis von vCPUs zu Prozessoren ist bei der Lizenzierung der Enterprise Edition anders. Hier wird eine 2:1-Beziehung anstatt einer 4:1-Beziehung verwendet. Dies bedeutet: Eine Oracle Database Enterprise Edition auf einer Acht-vCPU Instanz würde vier Prozessorlizenzen erfordern.

Doch es gibt noch weitere Komplikationen bei der Lizenzierungsgleichung. Einige Organisationen bevorzugen den Amazon Relational Database Service (RDS), um Oracle Datenbanken auf AWS laufen zu lassen. Oracle unterstützt RDS zwar komplett, aber Unternehmen haben hier die Möglichkeit, die RDS-Lizenzkosten in die Kosten pro Stunde von AWS zu verschieben – womit anstatt Oracle AWS bezahlt werden muss. Dies macht es viel schneller und einfacher, RDS selbst für anspruchsvollste Aufgaben zu skalieren und RDS dann bei weniger Bedarf wieder zurückzufahren. Man muss damit also keine Gedanken an Lizenzkosten oder ungenutzte Lizenzen verschwenden.

Bestehende Oracle-Lizenzen sind in der Regel übertragbar und gelten auch für AWS Instances, wobei natürlich die AWS-Lizenzregeln einzuhalten sind. Aber das Übertragen bestehender Lizenzen kann Geld sparen im Vergleich zum Kauf neuer Lizenzen. Denken Sie daran: Lizenzbestimmungen und Kosten ändern sich oft. Sie sollten deshalb immer mal wieder in die Oracle-Dokumentation für die Lizenzierung schauen, um bei den Vorschriften, Einschränkungen und Ausnahmen in Bezug auf Oracle-Produkte immer auf dem aktuellen Stand zu sein.

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Artikel wurde zuletzt im August 2016 aktualisiert

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