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Wie ein Kanban-Prozess den Materialnachschub verbessert

Firmen können durch die Implementierung eines Kanban-Prozesses ihren Materialnachschub optimieren. Wie das geht, erfahren Sie im Anwendungsbeispiel.

Dieser Artikel behandelt

SAP ERP

Kanban wurde lange Zeit als ein spezifischer Ansatz zum Nachschub von Materialien wahrgenommen, der vor allem in Japan und der Automobilindustrie verbreitet ist. Doch das ist eine veraltete Sichtweise. Tatsächlich kann Kanban den Materialnachschub in einer Vielzahl von Fertigungsindustrien verbessern.

Doch zunächst einmal: Was ist Kanban? Kanban ist ein Verfahren zur Steuerung des Produktions- und Materialflusses, bei dem das Personal in der Werkstatt oder in der Produktionshalle signalisiert, dass der aktuelle Bestand eines Materials fast verbraucht ist und erneuert werden muss. Das ist wichtig, um eine unterbrechungsfreie Produktion zu gewährleisten.

Um festzustellen, ob ein Kanban-Prozess eine praktikable Option für den Nachschub von Materialien ist, muss ein Unternehmen prüfen, ob es die folgenden Kriterien zur Kanban-Umsetzung erfüllen kann:

  • Die Versorgungsquelle muss in der Lage sein, Material schnell und in kleinen Mengen zu liefern. Die Einrichtungszeit sollte kurz und die Verfügbarkeit der Materialien und die Kapazität, diese zu verarbeiten, sollte gewährleistet sein.
  • Die Komponenten, die über einen Kanban-Prozess gesteuert werden, sollten während des Materialnachschubs stetig verbraucht werden. Ein schwankender Materialverbrauch erfordert eine größere Anzahl von Kanbans in der Produktionshalle, und damit ein größeres Lager und macht den eigentlichen Zweck einer Kanban-Implementierung zunichte.
  • Das über einen Kanban-Prozess nachgeschobene Material sollte nicht im Voraus hergestellt werden. Dies führt zu unnötigen Materialmengen, die beschafft und gespeichert werden müssen.

Das SAP-ERP-System bietet eine vollständige Kanban-Integration in Geschäftsprozesse einschließlich Beschaffung, Produktion und Umlagerung.

Abbildung 1 zeigt den Kanban-Prozess (auf Englisch). Eine Bezugsquelle (Demand Source) benötigt das Material für die Produktion. Eine Versorgungsquelle (Supply Source) liefert den Materialnachschub. Das Nachfüllen von Material kann über eine externe Beschaffung, in Eigenproduktion oder auch durch Umverteilung zwischen zwei Werken geschehen.

Abbildung 1: Der Business-Prozess in Kanban.

Abbildung 2 zeigt die Ansicht auf die Bezugsquelle einer Kanban-Tafel (die andere Ansicht ist die Versorgungsquelle). In Abbildung 2 wurden zwei Kanbans, 1174 und 1175, durch das Produktionspersonal als leer markiert (gekennzeichnet durch die Farbe rot). Diese erwarten Nachschub. Sobald das Personal manuell oder über Barcode-Scanner den Status eines Kanban auf leer setzt (gekennzeichnet durch die Farbe grün), erstellt das System automatisch eine Bestellung, einen Fertigungsauftrag oder eine Umverteilung.

Abbildung 2: Beispiel für eine Kanban-Tafel in einem SAP-ERP-System.

Nach Erhalt des erforderlichen Materials stellt das Personal manuell (oder via Barcode-Scanner) den Status von Kanban auf voll. Gleichzeitig bestätigt das System den Wareneingang des Materials unter Bezugnahme auf die Bestellung, den Fertigungsauftrag oder den Umverteilungsauftrag.

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Artikel wurde zuletzt im März 2016 aktualisiert

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