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Automatisierung von Softwaretests: Zeit und Kosten sparen

Bevor Anwendungen und Services live gehen, müssen sie intensiv getestet werden. Häufig geschieht dies manuell. Doch automatisierte Tests bringen Vorteile.

In vielen Unternehmen steht Change mittlerweile auf der Tagesordnung. Für die IT-Abteilungen bedeutet das, beinahe ständig neue oder geänderte Software für die einzelnen Fachbereiche zu entwickeln. Doch bevor diese IT-Services live gehen können, testen Anwender aus den Fachbereichen intensiv deren Tauglichkeit für das Alltagsgeschäft. Die Kollegen sollen schließlich reibungslos damit arbeiten können. Solche manuellen Fachbereichstests sind aufwendig und stellen für Unternehmen einen Kostenfaktor dar – doch das muss nicht sein. Intelligente, automatisierte Testing-Tools können Abhilfe schaffen.

Geht es um den Rollout geschäftskritischer Applikationen, sind umfangreiche Tests in der Entwicklungs- und Bereitstellungsphase ein Muss – und zwar anwendernah durch den jeweiligen Fachbereich. Nicht nur, weil diese Tests Fehlerkosten im Betrieb senken und sicherstellen, dass die Anforderungen der Fachbereiche erfüllt werden. Sie sorgen auch für optimale Servicequalität und damit zugleich für Anwenderzufriedenheit und hohe Produktivität.

Als Schnittstelle zwischen den Fachbereichen und der IT-Abteilung testen Key User unter anderem, ob die benötigten Systemfunktionen korrekt umgesetzt wurden, ob die Schnittstellen zu Drittsystemen oder die Anbindungen von zum Beispiel Druckern funktionieren, oder ob die Systemperformanz für zahlreiche parallele Nutzerzugriffe ausreicht.

Als IT-affine Kenner der Geschäftsprozesse ihres Fachbereichs haben diese in der Analyse- und Konzeptionsphase eines IT-Services bereits einen Anforderungskatalog in Form von Use Cases für die Softwareentwickler formuliert. In Abnahmetests überprüfen die Key User schließlich, ob sämtliche Anforderungen korrekt umgesetzt wurden, so dass sich alle in ihrem Fachbereich anfallenden Geschäftsabläufe ausführen lassen.

(Häufige) manuelle Tests verursachen Kosten

Zwar ist der Nutzen intensiver Fachbereichstests unbestritten: Sie reduzieren eventuell im Betrieb auftretende Fehlerkosten beträchtlich, denn Fehlfunktionen, Leistungsprobleme oder Systeminkompatibilitäten eines IT-Services zeigen sich dadurch schon vor der Inbetriebnahme und können entsprechend korrigiert werden.

Doch verursachen manuelle Fachbereichstests auf GUI-Ebene hohe Kosten, da sie große personelle Ressourcen erfordern und zudem zeitintensiv sind. Dies ist unter anderem der großen Bandbreite an Menüs, Eingabefeldern für Texte und Buttons auf den Benutzeroberflächen geschuldet, deren Funktion in verschiedenen Konstellationen und Abfolgen getestet werden muss.

Werden in einem Unternehmen häufiger IT-Prozesse angepasst oder neu eingeführt, muss jedes Mal aufs Neue geprüft werden, ob sich diese Veränderungen negativ auf den laufenden Betrieb auswirken. Im Rahmen dieser Regressionstests werden daher nicht nur die vorgenommenen Modifikationen isoliert überprüft, sondern jedes Mal auch das produktive Gesamtsystem – dies gilt auch für die einzelnen Fachbereiche.

Sich wandelnde dynamische Geschäftsprozesse und Unternehmensstrukturen erfordern eine kontinuierliche Anpassung der Applikationslandschaft. Dadurch steigt zugleich die Anzahl der Änderungen – und auch die der aufwendigen und kostenintensiven Regressionstests.

Durch Testautomatisierung Aufwand senken

Heute ist es aber nicht mehr nötig, manuell zu testen. Besonders für umfangreiche Regressionstests empfiehlt sich Automatisierung. Damit können Unternehmen Zeit und Arbeitskräfte, also auch Kosten, einsparen. Die Herausforderung besteht darin, das passende Automatisierungs-Tool für die erforderlichen Fachbereichstests auszuwählen.

Dabei sollten die Anforderungen der Key User in den Fachbereichen die Wahl bestimmen, wie zum Beispiel Usability des Testautomatisierungs-Tools, Flexibilität und Variabilität der Testläufe bei Veränderungen sowie Stabilität der Skripte. Wichtig kann auch sein, dass die Lösung für Testautomatisierung protokollunabhängig sind, also von der Webanwendung über das CRM-System bis hin zu SAP-Applikationen jeder Art bedienen muss. Oder die Use Cases sollen im Fachbereich aus Anwendersicht reproduziert werden können, so dass die Fachbereichstests auf GUI-Ebene gemacht werden müssen.

Gängige Methoden zum Automatisieren von GUI-Tests sind Capture & Replay sowie der skriptbasierte Ansatz. Eine besonders einfache Methode ist das Aufzeichnen und Wiedergeben manueller Tests. Diese kommt ohne Skriptkenntnisse aus und ist daher für die Key User in den Fachbereichen gut geeignet. Anpassungen von Testläufen sind allerdings nicht so leicht möglich. Wird durch einen Change in der Applikation oder den Geschäftsabläufen eine Veränderung des Testlaufs nötig, muss dieser noch einmal komplett aufgezeichnet werden.

Fallen in einem Unternehmen häufige Changes an, ist die skriptbasierte Methode besser für die Testautomatisierung geeignet. Dabei kann der Testlauf auch punktuell, also nur dort, wo es erforderlich ist, angepasst werden. Allerdings endet beim Thema Skripten auch die Kompetenz der meisten Key User aus dem Fachbereich. Daher müssen IT-Spezialisten die Tests einrichten. Beide Vorgehensweisen haben neben ihren Vorteilen also auch Nachteile, so dass keine als ideale Lösung für die Testautomatisierung in den Fachbereichen betrachtet werden kann.

Automatisierung mit grafischer Abbildung der Testläufe

Es gibt jedoch Softwarelösungen für Testautomatisierung, mit der auch Key User aus den Fachbereichen Testläufe einfach erstellen und im Change-Prozess schnell anpassen können. Ein Beispiel ist WorkflowEditor von ServiceTrace. Das Tool ermöglicht GUI-basierte, protokollunabhängige Testläufe für jede kommerzielle und selbst entwickelte Applikation (zum Beispiel Web-Apps, Java-Applets oder in Citrix-Umgebungen). Mit einem grafischen Verfahren können diese erstellt und angepasst werden. Skripting-Kenntnisse sind nicht erforderlich.

Die WorkflowEditor Toolbox integriert eine umfangreiche Action Step Library für das Abbilden jeder erdenklichen Nutzertransaktion, zum Beispiel das Starten und Beenden von Prozessen, GUI-basierte Aktivitäten wie Bildsuche oder Maus- beziehungsweise Keyboard-Interaktion, das Identifizieren und Steuern (verborgener) HTML-Objekte oder das Einbinden von Variablen oder Skriptcode. Auch das Abbilden komplexer Strukturen wie Loops oder Fehlerbehandlung ist möglich. Die Nutzertransaktionen werden mit einfachen Drag-and-Drop-Aktionen in den Workflow eingebunden. Wizards unterstützen die Konfiguration der einzelnen Action Steps.

Einfache Tests ermöglichen häufigeres Testen

In Unternehmen, die häufig Tests machen müssen, wünscht man sich eine komfortable Umgebung für die einfache Einrichtung, planmäßige Ausführung und detaillierte Auswertung automatisierter Softwaretests. Die ServiceTrace Test Automation kann dies leisten.

„Besonders für umfangreiche Regressionstests empfiehlt sich Automatisierung. Damit können Unternehmen Zeit und Arbeitskräfte, also auch Kosten, einsparen.“

Markus Duus, ServiceTrace

Dazu werden die Testfälle mit dem WorkflowEditor grafisch neu erstellt oder – im Falle von Änderungen – angepasst und in einem eigenen Workflow Repository versionsbezogen gespeichert. Danach werden die Workflows automatisiert nach einem Plan auf einer eigenen Testmaschine ausgeführt. Die Test Plan Statistics liefern schließlich eine detaillierte Auswertung der Testläufe und quantitativ aufbereitete Berichte für den Test Manager.

Mit dem Tool können Tests intuitiv grafisch und ohne Skriptkenntnisse eingerichtet werden. Das wiederum ermöglicht es den Fachbereichen, eigenständig eng auf die Geschäftsprozesse abgestimmte Tests einzurichten. Auch über Applikationsgrenzen hinweg bilden GUI-Tests die Anwenderperspektive auf den jeweiligen Geschäftsprozess ab.

Durch die Einfachheit sind die Tests schneller beendet. Werden Tests schneller, können Unternehmen mehr beziehungsweise häufiger testen. Dies schließlich löst schnelles, häufiges Feedback der Fachbereiche an die Entwicklung aus, was die agile Entwicklung in Unternehmen fördert. Darüber hinaus bringt es den Fachbereichen einen kontinuierlichen Zuwachs an qualitätsgeprüften IT-Services – die deren Key User nicht zuvor aufwendig manuell testen mussten.

Über den Autor:
Markus Duus gründete 2004 die heutige ServiceTrace GmbH mit dem Ziel, eine einfache Lösung für die anwendernahe Qualitätssicherung aller geschäftskritischen Applikationen bereitzustellen.

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Artikel wurde zuletzt im August 2017 aktualisiert

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