Fünf Enterprise-Trends 2016: IoT weiter im Fokus, SaaS-Markt konsolidiert sich

Dieses Jahr wird IoT erwachsen und Social Media gewinnt weiter an Bedeutung. Gleichzeitig konsolidiert sich der SaaS-Markt. Fünf Trends für 2016.

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BA

Das Unternehmen Uber ist ein Paradebeispiel für den digitalen Wandel und krempelt den Transportmarkt gewaltig um: Angebot und Nachfrage lassen sich beim Geschäftsmodell des Mitfahrdienstes direkt abgleichen und bedienen, die Vermittlerrolle ist verschwunden. Uber erfindet sich darüber hinaus immer wieder neu und zeigt, wie es in Zeiten des digitalen Wandels gelingt, erfolgreich zu handeln.

Das System Uber lässt sich heute bereits auf viele weitere Industriezweige übertragen. Es stellt sich jedoch die Frage, was uns in Zeiten des digitalen Umbruchs in Zukunft erwartet. Die folgenden Trends haben aus meiner Sicht den größten Einfluss im Jahr 2016.

1. Das Internet der Dinge wird Realität

Die Vernetzung von Menschen, Geräten, dem Zuhause, Autos, Unternehmen und Städten nimmt rasant zu. Einige Elemente, wie etwa Maschinen in Fabriken, sind bereits heute mit dem Internet verbunden. Gartner prophezeit zum Beispiel, dass es in nur wenigen Jahren mehr als 25 Milliarden vernetzte Geräte geben wird, die Daten zu jedem erdenklichen Thema generieren. Das ermöglicht es Unternehmen, ihr Geschäft zu verbessern und einen tieferen Einblick in die Interaktion mit Kunden zu bekommen.

Das Internet der Dinge hat einen großen Einfluss, was aktuelle Beispiele belegen: Versicherungen können mit Sensoren und Software das Fahrverhalten der Kunden analysieren, und Thermostate sammeln in Wohnungen Verhaltensdaten und passen die Einstellungen entsprechend an. 2016 kommen zahlreiche Beispiele dazu. Die Fähigkeit, Daten zu sammeln, sie zu analysieren und dadurch Innovation und Fortschritt voran zu treiben, bildet den Schlüssel zum Erfolg – ein Resultat der digital vernetzten Gesellschaft.

Für manche mag sich nach George Orwell anhören. Doch das Internet der Dinge ist vor allem Fortschritt. Die kombinierte Nutzung von Big Data, analytischen Verfahren zur Datenauswertung, der Cloud, künstlicher Intelligenz, Robotern und Automatisierung trägt dazu bei, dass einige Industrien in 2016 einen kräftigen Innovationsschub erleben.

2. Social Media erobert die Welt

2016 sind Marketingkampagnen auf Social-Media-Plattformen nicht mehr optional – sie gehören zum Pflichtprogramm innovativer Firmen. Die Zahlen sprechen für sich: Auf Facebook tummeln sich eine Milliarde Mitglieder, bei Instagram sind es 400 Millionen aktive Nutzer im Monat, und Twitter zählt über 300 Millionen aktive Nutzer. Die Plattformen bieten ein bisher nie dagewesenes Potenzial und etablieren sich als die optimalen Foren für Marketing-Kampagnen.

Früher haben Kunden mit den Verantwortlichen gesprochen, wenn sie unzufrieden waren – heute können sie mit Posts, Ratings und Rezensionen innerhalb kürzester Zeit Millionen Menschen erreichen. Der Vorteil für Unternehmen, wenn Verbraucher ihre Bedürfnisse im Web artikulieren: Sie müssen nur zuhören. Es ist möglich, jederzeit präsent zu sein und auf Kundenfragen oder Beschwerden zu reagieren. Die Interaktionen mit Kunden lassen sich rund um die Uhr verfolgen und überwachen. 

3. Die Generation Y bekommt mehr Verantwortung

Die Generation Y, auch Digital Natives genannt, drängt 2016 verstärkt auf den Arbeitsmarkt und bekleidet dort immer öfter Positionen mit Führungsaufgaben. Dabei stellen die jungen Führungskräfte althergebrachte Paradigmen vielfach auf den Kopf und scheuen sich nicht, Business-Bereiche neu zu strukturieren. Das klassische Büro stirbt zunehmend aus. Flexiblere Arbeitskonzepte und neue Technologien im Büroumfeld tragen im kommenden Jahr maßgeblich dazu bei, die Work-Life-Balance von Mitarbeitern erheblich zu verbessern.

4. Schnell wachsende, unprofitable SaaS-Unternehmen werden zusammenbrechen

Das Wachstum von internetbasierten SaaS-Unternehmen (Software as a Service) war in den letzten Jahren eng mit einem neuen Konzept verknüpft: Cash-Over-Time wird dem traditionellen Cash-Upfront-Modell vorgezogen. Das Ziel bleibt gleich: Profitabilität und Umsatz haben weiterhin oberste Priorität.

Doch zahlreiche dieser milliardenschweren Unternehmen können weder einen signifikanten Umsatz, noch Vermögenswerte oder viele Mitarbeiter vorweisen. Wenn etablierte, solvente, ideen- und mitarbeiterreiche Firmen in den Wettbewerb mit ihnen einsteigen, haben SaaS-basierte Unternehmen oft kaum eine Chance auf dem Markt zu bestehen.

Schnell und flexibel zu sein ist gut, und Start-ups haben gute Arbeit geleistet, den Markt für ihre Zwecke auszuloten. Doch im Zuge der Digitalisierung gewinnen die großen Unternehmen viele Marktanteile zurück. Genauso schnell, wie einige rasant wachsenden und unprofitablen SaaS-Unternehmen aufgetaucht sind, werden sie auch wieder verschwinden.

5. Das wichtigste Thema für CEOs: Digitalisierung

Der digitale Umbruch wird weltweit einen großen Einfluss auf die Märkte haben. Viele Geschäftsführer sehen mit diesem Wandel auch neue Herausforderungen auf sich zukommen. Trotzdem glauben einer globalen Studie von PriceWaterhouseCoopers zufolge 80 Prozent der CEOs, dass die neuen Technologien einen positiven Einfluss auf ihr Geschäft haben. Daher setzen sie 2016 alles daran, die digitale Transformation voranzutreiben und sie sowohl in die Unternehmensstrategie als auch in sämtliche Geschäftsbereiche zu integrieren. Ein adaptiver und kreativer Führungsstil verspricht dabei Erfolg.

„Genauso schnell, wie einige rasant wachsenden SaaS-Unternehmen aufgetaucht sind, werden sie auch wieder verschwinden.“

Mark Barrenechea, CEO OpenText

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Gleichzeitig müssen CEOs noch mehr auf Kundenbedürfnisse eingehen und bisher erfolgreiche Strategien überdenken. So wie sich jeder Mensch an einem IQ oder EQ messen lässt, müssen Unternehmen in Zukunft versuchen, einen DQ, also einen Digitalen Quotienten zu entwickeln: Er bildet die Summe aus Strategie, Kultur, Personen und Fähigkeiten, über die eine Organisation verfügt. CEOs stehen hierbei in der Verantwortung.

Über den Autor:
Mark Barrenechea ist CEO und President von OpenText.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2016 aktualisiert

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