Fotolia

Wird Microsoft Delve die nächste Killer App oder ein Flop?

Delve soll die Zusammenarbeit intuitiver gestalten. Das Feature für maschinelles Lernen hat viel Potenzial – doch Microsoft muss auch nachbessern.

Dieser Artikel behandelt

Collaboration-Software

Microsoft Delve könnte ein Erfolg werden. Die Kernfunktionen bieten das, worauf viele Anwender bereits länger gewartet haben. Delve stellt Feature für maschinelles Lernen zur Verfügung, so dass die Applikation künftig antizipieren soll, was ein Anwender als nächstes benötigt, um ihm hierzu einen Vorschlag zu machen.

Allerdings ist Delve noch nicht bei den Anwendern angekommen. Das liegt auch daran, dass Microsoft die Funktionalitäten der Anwendung noch erweitern muss, um die täglichen Aufgaben der Nutzer tiefergehend zu verstehen. Microsoft Delve muss die Prozesse von Mitarbeitern in Unternehmen erst durchdringen, um aus deren Arbeitsschritten zu lernen und wertvolle Vorschläge machen zu können.

Leider hat Microsoft Delve veröffentlicht, bevor es diese Fähigkeiten – auch innerhalb von Office 365 – bietet. Das war ein taktischer Fehler. Delve benötigt vor allem die Möglichkeit, mit Exchange kommunizieren zu können. Das bedeutet, dass es zum Beispiel auch mit E-Mail-Anhängen in Exchange und den Collaboration-Funktionen in SharePoint interagieren muss – und das in Cloud-, On-Premise- und hybriden Umgebungen. Delve muss alles tracken können, um ein effektiver digitaler Assistent zu sein. Aktuell verweist Microsoft darauf, dass diese Fähigkeiten kommen werden. Am Ende soll Delve voll mit Office 365, Exchange und SharePoint 2016 integriert werden – in der Cloud und On Premise.

Doch gleichzeitig darf man nicht vergessen, dass einige Anwender aus Gründen des Datenschutzes Bedenken damit haben, dass Delve und Office Graph ihre Aktivitäten nachverfolgt. Delve ist dieser Kritik ausgesetzt, obwohl diese nicht sein müsste. Die Applikation enthält alles, was notwendig ist, um die Informationen zu sichern und die Privatsphäre der Anwender zu schützen. Leider wurde auch das unzureichend von Microsoft kommuniziert, so dass dem Produkt ein Makel anhaftet.

Microsoft hat daher in letzter Zeit versucht, Delve neu zu positionieren. Das Unternehmen versucht die Anwendung als eine Kombination aus Facebook und LinkedIn zu verkaufen. Aus meiner Sicht eine gute Taktik, da viele Anwender Facebook und LinkedIn kennen und mögen. Aus Sicht von Microsoft kann Delve helfen, die Kommunikation zwischen Kollegen und Kunden effizienter und intuitiver zu gestalten. Microsoft Delve hebt die Nutzerprofile in Unternehmen auf ein neues Level. Der Softwarekonzern hofft, dass Anwender damit beginnen, die Profile der anderen Nutzer anzuschauen und danach alle anderen hilfreichen Funktionen entdecken.

Folgen Sie SearchEnterpriseSoftware.de auch auf Twitter, Google+ und Facebook!

Artikel wurde zuletzt im Januar 2016 aktualisiert

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Collaboration-Software

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchStorage.de

SearchNetworking.de

SearchDataCenter.de

Close