Mobile Business Intelligence: Es kommt auf die Unternehmensgröße an

Mittelständische Unternehmen haben einen besseren Zugang zu mobilen Business Intelligence Lösungen als große Konzerne.

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BI-Management

Ausgerechnet die kleinsten Organisationen gewinnen das Rennen bei mobiler Business Intelligence: Nach einer neuen Studie von Dresner Advisory Services LLC geben dreimal so viele kleine wie große Unternehmen an, mobile BI sei eine unverzichtbare Funktion für ihr Geschäft. „Als kleine Organisation muss man sich so viele Wettbewerbsvorteile verschaffen wie irgend möglich“, erklärt  Howard Dresner, leitender Analyst, President und Gründer des Analysehauses aus dem US-Bundesstaat New Hampshire.

Seine Studie ist die vierte zu diesem Thema in drei Jahren und trägt den Titel „Wisdom of Crowds Mobile Computing/Mobile Business Intelligence Market Study“. Die darin vorgestellten Trends basieren auf Daten von mehr als 250 Teilnehmern einer Befragung. In diesem Jahr zum ersten Mal enthalten sind auch allgemeine Einsichten zu mobilem Computing. Laut Dresner hilft dies dabei, mobile Business Intelligence in einem breiteren Kontext zu sehen. 

Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Befragung, dass die Bedeutung von mobilen Geräten und insbesondere von mobiler BI weiter wächst, sagt Dresner. Hinter der allgemeinen Dynamik stünden aber Branchen-Bereiche mit mehr Interesse, Aggressivität und Bereitschaft für diese Technologie – und die damit zusammenhängen Herausforderungen – als in anderen.

Die Größe ist wichtig

Mehr als 70 Prozent der Teilnehmer an der diesjährigen Befragung stammen aus Nordamerika und der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika), und die meisten sind entweder IT-Fachkräfte (knapp 50 Prozent) oder Führungskräfte (gut 25 Prozent). Hinsichtlich der Unternehmensgrößen ist das Feld recht ausgeglichen: 35 Prozent gehörten zu den kleinsten Organisationen mit bis zu 100 Mitarbeitern, 43 Prozent zu mittleren mit zwischen 101 und 5000 Beschäftigten und 22 Prozent zu den größten mit mehr als 5000 Menschen in der Belegschaft.

Einer der von Dresner dokumentierten Trends ist der Zusammenhang zwischen Unternehmensgröße und Aktivität bei mobiler BI. Die Verbreitungkurve dafür beschreibt er als verformtes U: Mittelgroße Unternehmen zeigen sich am konservativsten. „Das ist bei fast allen neuen Technologien so“, erklärt Dresner, der darauf verweist, dass sich 2011 das gleiche Bild ergeben habe. „Die kleinsten Organisationen sind am aggressivsten und ehrgeizigsten, in der Mitte lässt das nach, und dann nimmt es wieder zu.“

Für die führende Rolle von kleineren Organisationen nennt Dresner mehrere Gründe. Dazu zählen Agilität und etwas, das in der Studie als kulturelle Bereitschaft bezeichnet wird, aber nicht direkt abgefragt wurde. „Uns ging es um die Erfassung von Wahrnehmungen. Wir geben das also nicht vor, sondern schließen darauf“, erklärt Dresner. Wie sich gezeigt habe, seien die meisten Organisationen noch nicht bereit, sich vom Desktop zu lösen – einige aber durchaus.

Vorbereitungen für eine Mobil-Kultur

Eine Mehrheit der Teilnehmer von etwa 70 Prozent ließ erkennen, dass sie für mobile BI entweder einigermaßen oder vollständig bereit sind. Hinsichtlich der Größen ergab sich dabei ein ähnliches Bild wie bei der Verbreitungskurve: Bei den kleinsten Organisationen waren 75 Prozent einigermaßen oder vollständig bereit, bei den größten etwa 65 Prozent, bei den mittleren noch weniger.

Noch stärker zeigt sich diese Diskrepanz bei der Einschätzung nur zur vollständigen Bereitschaft für mobile BI. Bei den kleinsten Organisationen liegt der Anteil hier bei mehr als 40 Prozent, beim Rest unter 20 Prozent. „Kleinere Organisationen sind tendenziell mobiler und dynamischer als große“, sagt Dresner dazu.

Diese Überlegung könnte auch helfen, ein weiteres Ergebnis der Studie zu erklären: E-Mail und persönliches Informationsmanagement wie Kalender-Funktionen blieben an der Spitze der meistgenannten wichtigen Mobil-Anwendungen, und auch BI erreichte wie 2011 den dritten Platz. Die Reihenfolge hat sich also nicht geändert, wohl aber die dahinter stehenden Bewertungen der Priorität. E-Mail verlor hier gegenüber 2011 etwas an Boden, während BI zulegte, ebenso wie Customer Relationship Management oder Enterprise Resource Planning.

Die drei als am wichtigsten eingestuften Anwendungen waren bei allen drei Größenklassen gleich, nicht aber ihre Reihenfolge in der Spitzengruppe: „Die Bedeutung von BI wurde in diesem Jahr höher bewertet“, sagt Dresner, „in manchen Segmenten des Markts, nämlich bei den kleineren Unternehmen, war nicht mehr E-Mail Nummer Eins, sondern BI.“

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