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Exchange 2010 SP3 veröffentlicht, Migrationen zu Exchange 2013 müssen weiter warten

Trotz des Erscheinens des Service Pack 3 für Microsoft Exchange 2010 ist ein Parallel-Betrieb mit Exchange 2013 vorerst nicht möglich.

Nach Monaten des Wartens auf Service Pack 3 für Microsoft Exchange 2010 wurde es nun veröffentlicht. Doch begleitet wurde dies von gemischten Reaktionen von ungeduldigen Exchange-Administratoren und anderen IT-Profis.

Ursprünglich wurde erwartet, dass mit der Freigabe von Exchange 2010 SP3 ein Parallel-Betrieb von Exchange 2010 und Exchange Server 2013 möglich wird. Ein solcher Übergangszeitraum ist nötig, um vollständig auf die neue Exchange-Version migrieren zu können. Leider jedoch fehlt immer noch ein wesentliches Teil zu diesem Puzzle.

Das erste Cumulative Update (CU) für Microsoft Exchange 2013 ist für den Parallel-Betrieb von Exchange 2010 SP3 und Exchange 2013 ebenfalls erforderlich. Der Wechsel zum kumulativen Update-Modell vom alten Rollup-Modell für Updates wurde erst vergangenen Freitag bekannt gegeben.

„Exchange 2010 SP3 ist jetzt draußen, aber Exchange 2013 CU1 nicht. Das ist frustrierend“, sagt dazu Nicolas Blank, Exchange-MCM und Infrastruktur-Architekt für NB Consult in Südafrika.

Hinweis: Alle Korrekturen, die vor Exchange 2010 SP3 in Rollup-Updates herausgegeben wurden, sind im Service Pack enthalten.

Ein weiterer Exchange-MVP ist ebenfalls enttäuscht, bringt jedoch einen anderen Aspekt ins Spiel: „Es ist völlig in Ordnung, dies als Enttäuschung zu bezeichnen, weil wir eben eine ungeduldige Community sind; allerdings geht es hier in Wirklichkeit nicht um geschäftliche Ziele“, erklärt Steve Goodman, technischer Architekt bei der britischen Phoenix IT Group.

Es ist völlig in Ordnung, dies als Enttäuschung zu bezeichnen, weil wir eben eine ungeduldige Community sind,
Steve Goodman, Exchange MVP.

Der Exchange 2007 SP3 Rollup 10 wurde ebenfalls gestern im Microsoft Download Center zur Verfügung gestellt. Dieses Update gestattet den Parallel-Betrieb von Exchange 2007 und Exchange Server 2013. Auch hier ist allerdings Exchange 2013 CU1 erforderlich. Kumulative Updates werden jedoch nur vierteljährlich herausgegeben. Damit sollte dieses Update innerhalb der nächsten sechs Wochen herauskommen, vielleicht auch früher.

Vielerorts ist man enttäuscht, dass die Information zur Erfordernis des Microsoft Exchange 2013 CU1 zum selben Zeitpunkt herausgegeben wurde wie das Service Pack. Allerdings ist es vielleicht ohnehin besser, noch ein wenig zu warten.

„Ich bin bereits auf ein paar Bugs in Exchange 2013 gestoßen, von denen ich hoffe, dass sie vom CU1 behoben werden“, sagt Dave Stork, IT-Architekt aus den Niederlanden. „CU1 zu einer neuen Voraussetzung für den Parallel-Betrieb zu machen, könnte ein verkappter Segen sein: Die meisten Organisationen werden mit diesen Fehlern dann nichts mehr zu tun haben.“

Nicht nur Parallel-Betrieb

Der Fokus beim aktuellen Release liegt zwar auf dem Parallel-Betrieb, doch es gibt durchaus noch andere interessante Aspekte bei Exchange 2010 SP3: Es bietet Unterstützung für Windows Server 2012. Exchange 2010 kann nun auch auf Rechnern installiert werden, die unter Windows Server 2012 laufen. Dies ist sicherlich eine beliebte Konstellation für Organisationen, die Exchange 2013 im Einsatz haben. Für hybride Office-365-Umgebungen ist es sogar unverzichtbar, wenn die Cloud-basierte Suite mit den Wave-15-Produkten aktualisiert werden soll.

Ein Analyst bezeichnet diesen Teil der neuen Version als verstecktes Juwel: „Server 2012 ist sehr stabil und bietet viele Vorteile. Wenn Ihr Budget, Ihre Zeit und die Ressourcen es zulassen, dann gibt es da nichts zu überlegen“, sagt Rob Sanfilippo, Analyst bei Directions on Microsoft, einem unabhängigen Beratungsunternehmen im US-Bundesstaat Washington.

  • Unternehmen können nun Internet Explorer 10 verwenden, um die Verbindung zu Exchange Server 2010 herzustellen.
  • Das Problem der verzögerten Zustellung von E-Mails auf BlackBerry-Geräten, das nach der Installation von RU4 für Exchange Server 2010 SP2 auftrat, wurde behoben.
  • Ebenfalls gab es ein Problem, bei dem Anwendungspools übermäßig viel CPU- und Speicher-Ressourcen auf einem Exchange-Client verbrauchten, nachdem RU5 v2 für Exchange 2010 SP2 installiert wurde; dieses ist gelöst.

Testen, testen, testen

Wie bei jedem anderen Service-Pack für Exchange ist gründliches Testen vor der Installation unverzichtbar. „Unterschätzen Sie auf keinen Fall die Bedeutung des Testens“, mahnt Goodman. „Wenn Sie beispielsweise ein Antivirus-Produkt deaktivieren müssen, bevor Sie das Service Pack installieren können, dann sollten Sie das wissen. Sorgen Sie dafür, dass wirklich alles korrekt funktioniert, bevor Sie mit dem Upgrade beginnen.“

Microsofts Website bietet weitere Informationen zu sämtlichen Exchange 2010 SP3-Updates und Korrekturen. Das Update steht zum Herunterladen im Microsoft Download Center zur Verfügung.

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