SAP will Implementation von ERP-Software für kleine Unternehmen einfach halten

Mit Software-Suite SAP Business One bietet SAP die ERP Lösung speziell für kleine Firmen mit hohen Anforderungen in der internationalen Geschäftswelt.

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SAP ERP

Die SAP-Führung verstärkt ihre Verkaufsbemühungen bei der Software-Suite SAP Business One für kleinere Unternehmen: Ihre Armee aus unabhängigen Software-Verkäufern (independent sofware vendors – ISVs) und Software-Resellern wird immer weiter ausgebaut.

Dabei räumt die SAP-Spitze jedoch auch Schwierigkeiten ein: Ein gutes Verhältnis zu den Verkaufspartnern zu wahren und zugleich Business One leicht zu implementieren zu halten, sei eine große Herausforderung. Eine zunehmende Zahl von ISVs verkauft Module, die sich zu Business One hinzufügen lassen, und Software-Reseller müssen ihre potenziellen Kunden zu den richtigen Lösungen leiten.

„Kleine Unternehmen mit globalem Geschäft können sehr komplex sein. Wir brauchen Funktionalität, die modern genug ist, um ihre Prozesse zu unterstützen“, sagt Gadi Shamia Sr., Vice President für Small Business Solutions bei SAP. „Wenn Sie kein Ökosystem um sich herum haben, können Sie keine klar leistungsfähige Lösung liefern.“

Bei einem Partner-Gipfeltreffen diese Woche in Denver will SAP seine ISVs und Reseller zusammenbringen. Ungefähr 250 Business-One-Partner – ISVs und Reseller – sollen sich treffen, um über Produkte und Dienstleistungen zu sprechen und zu lernen, wie die Business-One-Suite um Funktionalität ergänzt werden kann. Zudem gab SAP Partnerschaften mit fast einem Dutzend neuer Reseller bekannt. Dieser Schritt stärke diesen Kanal in den USA und schaffe mehr „vertikale Breite“ in bestimmten Branchen.

„Wir können nicht jede Innovation der Welt in den SAP-Laboren replizieren, nicht einmal mit den visionärsten Ingenieuren“, sagt Dan Kraus, Vice President von SAP Business One. „Aus diesem Grund legen wir unser Produkt so aus, dass es offen dafür ist, dass unsere Partner eigene Lösungen entwickeln. Wir wollen, dass ein lebhaftes Ökosystem unser Produkt voranbringt“.

Der Fokus dabei liegt darauf, ISVs in die Lage zu versetzen, branchenspezifische Funktionen für „Microverticals“ oder laut SAP sogar „Sub-Microverticals“ zu entwickeln. Statt also jedem Lieferunternehmen eine allgemeine Version von Business One zu verkaufen, kann ein ISV Funktionen schaffen, die speziell für kleine Unternehmen in verschiedenen Teilbereichen ausgelegt sind.

Diese Strategie hat sich in Asien ausgezahlt. SAP Business One hat hier eine Nische bei kleinen Unternehmen im Bereich Produktion und Vertrieb gefunden. Die Software ist in mehr als 40 Landesversionen erhältlich. Verkaufspersonal nutzt aggressiv die Chancen, die sich durch den Umstieg von Unternehmen von Einzel-Paketen für Rechnungswesen und Lager-Management hin zu vollständigen Enterprise-Suites ergeben. Dies geht aus einer Studie der Yankee Group aus Boston hervor.

„Wir beobachten, dass kleine Unternehmen manchmal mit Silos von Anwendungen enden“, sagt Kraus. Bei Business One dagegen seien alle Teile eingebaut und miteinander integriert, so dass Unternehmen damit einen konsistenten Überblick über ihr gesamtes Geschäft bekommen könnten.

Für kleine Unternehmen stehen heute die gleichen Möglichkeiten bei integrierten Software-Suites wie für große zur Verfügung, sagt Sanjeev Aggarwal, Senior-Analyst bei der Yankee Group. Dabei würden sie von ihren größeren Geschäftspartnern, die Compliance-Anforderungen erfüllen müssen, zunehmend in Richtung der integrierten Suites gedrängt.

Auch mit gezielten Akquisitionen zur Verbesserung der Funktionalität von Business One selbst versucht SAP, die Komplexität zu verringern. Anfang des Monats etwa übernahm SAP Praxis Software Solutions, einen privat gehaltenen Partner von SAP Business One. Damit kann Business One um Funktionen für e-Commerce erweitert und CRM über ein WebInterface integriert werden, sagt Kraus. Bislang hätten Kunden über einen Reseller zu Praxis gebracht werden müssen.

Nach Analysen von SAP investieren die meisten Kunden, die zusätzlich zur Business-One-Suite Praxis kauften, auch in Web-Infrastruktur. Mit der Übernahme von Praxis durch den großen Partner haben Kunden jetzt eine einheitliche Bezugsquelle für E-Commerce-Funktionen. Dies verringert die Komplexität, sagt Kraus. „Wenn wir Business One aktualisieren, können unsere Kunden sicher sein, dass Praxis damit weiter funktioniert“, erklärt er.

Einstweilen können die neuen Praxis-Features als Erweiterung für Business One erworben werden. Einige der Hauptfunktionen sollen später zum Teil der Kern-Entwicklung werden und in zukünftigen Releases enthalten sein.

Unterdessen vermeldete SAP in dieser Woche fast ein Dutzend neuer Reseller-Partner, was eine Stärkung dieses Kanals in den USA darstellen solle. Business-One-Reseller konzentrieren sich auf spezielle Bereiche wie Einzelhandel, Großhandel/Vertrieb, Versorger, Produktion oder die Lebensmittelbranche. Das Ziel dabei laut Kraus: Die Partner sollen lokales Markt- und Branchenwissen einbringen.

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