SAP Sapphire Now 2014: Das zeigen SAP und seine Partner auf der Messe

SAP hat zusammen mit seinen Partnern neue Produkte und Projekte auf der Sapphire Now vorgestellt. Wir fassen diese in einem ersten Überblick zusammen.

SAP hat auf seiner diesjährigen Partner- und Entwicklermesse Sapphire Now in Orlando neue Produkte und Projekte zusammen mit seinen Partner vorgestellt. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Entwicklungen in einem Überblick zusammen.

HP ConvergedSystem 900 für SAP HANA

Hewlett-Packard hat mit ConvergedSystem 900 eine neue Hardwarelösung vorgestellt, die speziell für SAP HANA entwickelt wurde. Das System ist von SAP zertifiziert und bietet eine Kapazität von 12 Terabyte (TB) RAM für In-Memory-Computing. ConvergedSystem 900 hat einen Intel Xeon-E7v2-Prozessor und lässt sich mit einer 6 TB/8-Sockel- oder 12 TB/16-Sockel-Scale-Up-Konfigurationen erweitern. HP präsentiert mit dem System ein Upgrade der 500er-Serie, das ab Herbst 2014 verfügbar ist und eine der größten Plattformen für HANA, die von SAP zertifiziert wurde, bereitstellt. Wie beide Unternehmen mitteilten, wurde das ConvergedSystem 900 ursprünglich unter dem Namen „Project Kraken“ entwickelt.

Ebenfalls zu Beginn der Sapphire Now kündigte HP die Helion Business Applications for SAP an. Diese umfassen IT-Infrastruktur sowie Anwendungen und Daten, die innerhalb einer Managed Cloud von HP bereitgestellt werden. Als Basis dient die HP Converged Infrastructure. Das Angebot richtet sich an Kunden, die kritische Geschäftsanwendungen auslagern und von verschiedenen Standorten einsetzen möchten. Die Verarbeitung von Anwendungsdaten auf Basis von SAP HANA ist innerhalb der Infrastruktur ebenfalls möglich – HP bietet das Cloud-Bereitstellungsmodell mit der In-Memory-Technologie an. Zu den Preise äußerte sich HP bisher nicht.

SGI gibt Einblick in In-Memory-Appliance für SAP HANA

Der High-Performance-Computing-Anbieter SGI zeigte auf der Sapphire eine Single-Node-Appliance für SAP HANA. Das System lässt sich nach Angaben des Herstellers auf bis zu 24 TB für In-Memory-Computung skalieren. Bisher teilte SGI weder Veröffentlichungsdatum noch Preis mit, nannte aber Spezifikationen für die erste Appliance. Diese wird auf Basis eines 8-Sockel Intel-Xeon-Prozessors arbeiten und sechs TB Shared Memory bieten. Laut SGI soll das System mittelfristig mit 32-Sockeln und 24 TB Shared Memory auf einem einzigen Knoten ausgestattet werden.

Delphix  unterstützt künftig die Virtualisierung von SAP ASE

Delphix, Anbieter von Datenbank-Virtualisierungs-Software, hat auf der SAP Partnermesse bekannt gegeben, dass es künftig die Datenbank-Virtualisierung von SAP Adaptive Server Enterprise (ASE) unterstützt.

Der Support wird generell ab dem Spätsommer verfügbar sein. Derzeit wird das Produkt noch im Beta-Stadium von SAP- und Delphix-Kunden getestet. Nach Angaben des Anbieters, senkt die Delphix Agile Data Platform die Kosten für Datenbank-Infrastrukturen, die etwa bei der Softwareentwicklung zum Einsatz kommen, deutlich. Auch Delphix äußerte sich nicht zu den Preisen.

Hitachi lässt SAP Business Suite auf partitionierten Servern laufen

Die SAP Business Suite lässt sich in Zukunft auch auf logischen Partitionen von Hitachi x86-Servern einsetzen. SAP hat seine ERP-Suite für die Lösung des Hardwareanbieters, von Hitachi als Data System Logical Partitioning (LPAR) bezeichnet, zertifiziert. Die Partitionierung erlaubt es nach Angaben von Hitachi, die Business-Suite-Instanzen zu konsolidieren, so dass Unternehmen die Anzahl ihrer Server, die für die Arbeit mit der Business Suite genutzt werden, reduzieren können.

Daneben stellte Hitachi drei neue Plattformen für SAP HANA auf der Sapphire Now vor: Hitachi VSP G1000 ist ein Storage-System für Data Center, das etwa Datenschutzfunktionen integriert, um damit unternehmenskritische Anwendungen für SAP HANA betreiben zu können. Die Storage-Lösung Hitachi Unified Storage VM ist ebenfalls für den Einsatz mit SAP HANA zertifiziert. Zudem präsentierte Hitachi Compute Blade 520X B1 (UCP für SAP HANA). Die Scale-Up-Konfiguration des Blade Servers arbeitet auf Basis des Intel Xeon E7 v2.

Neue Linux-Systeme für SAP HANA

Red Hat hat im Vorfeld der Sapphire Now 2014 bekannt gegeben, dass es die strategische Partnerschaft mit SAP vertieft. Mit Red Hat Enterprise Linux (RHEL) für SAP HANA erweitert der Open-Source-Anbieter nach eigenen Angaben das Datenmanagement-Portfolio des Walldorfer Softwareanbieters. Die Linux-Distribution arbeitet neben SAP HANA außerdem mit SAP IQ, SAP Adaptive Server Enterprise (SAP ASE) und SAP SQL Anywhere zusammen. Wollen Firmen ihr Datenmanagement in die Cloud verlagern, können sie Red Hat Enterprise Linux für SAP HANA und SAP HANA für Amazon Web Services (AWS) kombinieren. Kunden sollen laut Red Hat und SAP in der Lage sein, vorhandene SAP-Lizenzen in die Public Cloud verlagern zu können.

Auch SUSE baut die Zusammenarbeit mit SAP aus. Bereits im Oktober letzten Jahres präsentiert der Softwareanbieter SUSE Linux Enterprise Server für SAP-Anwendungen. Nun wurde das Angebot um die High Availibility (HA) –Option für SAP HANA erweitert. Kunden können damit hochverfügbare, auf SAP HANA-basierte Lösungen, in ihre bestehende Infrastruktur integrieren. Dazu gehören beispielsweise neue Ressourcen-Agents, mit denen Admins die System-Replikation gegenüber SAP HANA automatisieren können.

SAP-Entwicklungsprogramm für branchenspezifische Cloud-Apps

SAP kündigt während der Sapphire Now das Co-Innovation-Projekt mit Partnern und Kunden an. Ziel des Projekts soll es sein, branchenspezifische Anwendungen zu entwickeln und in die Cloud zu bringen. Die ersten Cloud-Anwendungen sollen in der chemischen, Finanz- und Sportindustrie entwickelt werden. Anschließend sollen sich die Entwicklungsanstrengungen unter anderem auf Anwendungen für das Gesundheitswesen, Hochschul- und Forschungseinrichtungen, Gerät und Maschinenbau sowie Öffentliche Verwaltung konzentrieren.

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