Gartner-Prognosen: So verändern digitale Trends das Enterprise

Die IT-Firma Gartner hat das Wechselverhältnis von Mensch und Maschine unter die Lupe genommen. Der Fokus der nächsten fünf Jahre liegt auf digitalen Trends.

Das IT-Beratungs- und Analystenhaus Gartner hat zehn Prognosen für IT-Abteilungen und Anwender für das kommende Jahr veröffentlicht. Grundlage sind Analysen und Beobachtungen zu Veränderungen in der Beziehung zwischen Mensch und Maschine innerhalb der digitalen Wirtschaft.

Wir sehen in der näheren Zukunft eine Welt, in der Maschinen und Menschen nebeneinander arbeiten werden.

Daryl Plummer, Vice President und Gartner Fellow

„Seit einiger Zeit gibt es eine fortlaufende Verschiebung der Bedeutung, die Maschinen in unserem täglichen Leben spielen“, sagt Daryl Plummer, Vice President und Gartner Fellow. 

„Maschinen erhalten immer menschlichere Eigenschaften, um ein persönlicheres Verhältnis zu Menschen aufzubauen und wir sehen in der näheren Zukunft eine Welt, in der Maschinen und Menschen nebeneinander arbeiten werden.“

Die Gartner-Analysten präsentierten während des derzeit stattfindenden Gartner Symposiums/ITxpo daher zehn Prognosen über die Wechselwirkung zwischen Mensch und Maschine für die Jahre 2015 bis 2020:

  1. Bis 2018 werden digitale Unternehmen rund 50 Prozent weniger Mitarbeiter benötigen, die sich explizit mit Geschäftsprozessen beschäftigen. Gleichzeitig entstehen 500 Prozent mehr digitale Schlüsseljobs. Die Analysten prognostizieren, dass 2016 die Hälfte aller digitalen Transformationsinitiativen unüberschaubar sein werden, da es einen Qualifikationsmangel beim Portfolio-Management geben wird, was zu schrumpfenden Marktanteilen führt.
  2. Bis 2017 wird ein bedeutendes digitales Unternehmen gegründet, das lediglich auf einem Computer-Algorithmus basiert. Im Laufe des kommenden Jahres werden die am höchsten bewerteten Börsengänge Firmen sein, die digitale Geschäftsmodelle mit Logistikprozessen kombinieren. Damit fordern sie Unternehmen heraus, die nur als traditionelle Logistiker agieren.
  3. Im Laufe der nächsten drei Jahre verringern sich die Gesamtbetriebskosten durch intelligente Maschinen und industrialisierte Services um bis zu 30 Prozent. Bis nächstes Jahr wird es mehr als 40 Anbieter von Managed Services geben, die intelligente Maschinen und industrialisierte Dienstleistungen einsetzen.
  4. Bis zum Anfang des nächstens Jahrzehnt wird sich die Lebenserwartung nach Angaben der Analysten allein um 0,5 Jahre durch den Einsatz von drahtlosen Gesundheitsüberwachungssystemen verlängern. Die Kosten für die Diabetes-Vorsorge wird durch den Einsatz von Smartphones in den nächsten zwei Jahren um zehn Prozent sinken.
  5. Bis zum Jahresende 2016 werden mehr als zwei Milliarden US-Dollar beim Online Shopping allein durch mobile digitale Assistenten umgesetzt. Bereits Ende nächsten Jahres erwarten die Gartner-Analysten, dass diese Assistenten alltägliche Prozesse wie das Ausfüllen von Name und Adresse übernehmen.
  6. Für den US-Markt erwartet Gartner bis 2017, dass mobile Einkäufe rund die Hälfte aller digitalen Einkäufen ausmachen. Das Interesse an mobilen Zahlungsmethoden wird 2015 steigen. Als größte Impulsgeber sehen die Analysten Apple (mit der Einführung von Apple Pay) und ein ähnliches Angebot von Google (mit der Einführung eines NFC-fähigen Google Wallet).
  7. Über zwei Drittel der erfolgreichen digitalen Geschäftsmodell werden 2017 auf absichtlich instabilen Prozessen beruhen, die sich zusammen mit den Kundenbedürfnisse verschieben.
    Allein bis Ende nächsten Jahres werden fünf Prozent der globalen Unternehmen extrem bewegliche Prozesse entwerfen, die einen Wettbewerbsvorteil bieten.
  8. Bis 2017 prognostiziert Gartner, dass die Hälfte aller Investitionen in Konsumgüter in Customer-Experience-Entwicklungen umgeleitet werden. Ende 2015 haben mehr als die Hälfte der traditionellen Konsumgüter native digitale Erweiterungen.
  9. Fast jedes fünfte langlebige Produkt wird 2017 unter anderem mit einem 3D-Drucker hergestellt, so dass Händler ein personalisiertes Produkt anbieten können. Bereits 2015 suchen 90 Prozent aller Anbieter von langlebigen Produkten aktiv nach externen Partnerschaften, um die neuen „personalisierten“ Geschäftsmodelle zu unterstützen.
  10. Im Jahr 2020 werden Einzelhandelsunternehmen, die gezielte Werbebotschaften in Kombination mit Indoor Positioning Systemen (IPS) einsetzen, ihren Umsatz um fünf Prozent steigern. Indoor Positioning Systeme lokalisieren anhand von Bluetooth-Chips und Wifi-Access-Points den Standort eines Mobilgeräts innerhalb von Gebäuden. Schon 2016 wird die Zahl der Angebote von Einzelhändlern steigen, die sich auf Standortdaten des Kunden und die Verweildauer im Geschäft oder Online Shop beziehen.

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