SAP und Samsung entwickeln künftig gemeinsam mobile Enterprise-Apps

SAP und Samsung entwickeln künftig gemeinsam Apps für mobile Endgeräte von Samsung, die sich etwa an den Handel oder die Gesundheitsbranche richten.

Samung und SAP haben auf der TechEd in Berlin angekündigt, künftig Lösungen für mobile Endgeräte gemeinsam zu entwickeln. Die Anwendungen richten sich an mehrere Branchen. Zudem möchten beide Unternehmen ein entsprechendes Partnernetzwerk schaffen. Die Anwendungen sollen von gemeinsamen Cloud-Lösungen auf Basis mobiler Services für die SAP HANA Cloud Platform profitieren.

„Als Marktführer für intelligente Geräte und Lösungen wissen wir, wie sich Verbrauchererwartungen an ein mobiles Benutzererlebnis mit dem Einsatz im Geschäftsumfeld in Einklang bringen lassen“, sagt Seokpil Kim, Leiter des Global B2B Center bei Samsung Electronics. „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, ein erstklassiges, offenes und umfassendes Partnernetz für mobile Unternehmenslösungen aufzubauen und Lösungen bereitzustellen, die die Stärken der mobilen Innovationen von Samsung und der SAP Mobile Platform kombinieren.“

Mobile Anwendungen von SAP und Samsung

Bereits im Oktober 2013 vereinbarten Samsung und SAP die Zusammenarbeit im Bereich Mobile Security für Android. Danach unterstützt die Mobile-Device-Management (MDM) -Lösung SAP Afaria die Knox-Container-Funktionen. Samsung Knox ist ein Enterprise-Mobility-Management (EMM) –Tool, das den Einsatz einer zweiten Arbeitsumgebung etwa für den sicheren Einsatz im Unternehmen erlaubt.

Für die Integration der mobilen Geräten sowie Lösungen von Samsung lässt sich die SAP Mobile Platform nutzen. Mitarbeiter erhalten damit einen schnelleren Zugriff auf die Anwendungen, während Unternehmen kürzere Markteinführungszeiten haben. Entsprechende Applikationen sollen für die Gerätefunktionen von Samsung optimiert werden.

Die Apps sind allerdings nur Mitarbeitern vorbehalten, die ein Smartphone oder Tablet von Samsung mit Android einsetzen. Ob auch Mitarbeiter mit Mobilgeräten anderer Hersteller das Angebot nutzen können, lassen die Unternehmen bei der Ankündigung offen.

„Die Anwendungen, die auf die aktuellen Mobilitätstrends abgestimmt sind, müssen eine nahtlose Nutzung ermöglichen, da diese Arbeitsweise Mobilgeräte, tragbare Geräte, das Internet der Dinge und andere Formen der mobilen Kommunikation umfasst“, erläutert Steve Lucas, President Platform Solutions bei SAP. „Durch unsere Partnerschaft mit Samung möchten wir unseren Kunden optimale Einsatzmöglichkeiten für mobile Geschäftsanwendungen bieten können.“

Einsatzszenarien in den verschiedenen Branchen

Laut Ankündigung konzentrieren sich die neuen Anwendungen vorerst auf bestimmte Einsatzszenarien in ausgewählten Branchen, in denen diese zusammen mit neuen Nutzerszenarien für das Internet der Dinge am Arbeitsplatz die größten Chancen bieten. Im Rahmen der Kooperation werden neue Funktionen in bestehenden SAP-Anwendungen und –Plattformen zur Verfügung gestellt.

Die Anwendungen richten sich vorerst an folgende Branchen:

  • Handel: Einzelhändler sollen mit ihren Samsung-Geräten und den entsprechenden Anwendungen überprüfen können, ob bestimmte Produkte im Bestand vorrätig sind. Verkäufer sollen gleichzeitig die Möglichkeit erhalten, Kundendaten in Echtzeit einzusehen und ihre Verkaufsgespräche über das Tool SAP Precision Marketing gezielt gestalten und für ihre Kunden spezifische Angebote erstellen können. Auch mobile Zahlungen sollen darüber möglich sein.
  • Öl- und Gasindustrie: Die mobilen Apps SAP Work Manager und SAP Field Service lassen sich auf dem Galaxy Tab Active im Außeneinsatz verwenden. Daneben möchte SAP das Angebot von SAP-Software für tragbare Geräte von Samsung erweitern, die sich ohne den Einsatz von Händen steuern lassen. Die Lösung richtet sich an Außendienstmitarbeiter in der Schwerindustrie, die Informationen abrufen wollen, ohne die Arbeit unterbrechen zu müssen.
  • Finanzbranche: Beide Anbieter wollen künftig mobile Anwendungen für Kunden aus der Banken- und Versicherungsbranche entwickeln. Dazu gehören unter anderem Applikationen, mit denen Banken intelligente Dienstleistungen anbieten und ihre Services in den Filialen erweitert können.
  • Gesundheitswesen: SAP möchte künftig die Analysefunktionen der SAP HANA Cloud Platform auf mobilen Endgeräten von Samsung für die Gesundheitsbranche zur Verfügung stellen. Daneben sollen gemeinsame Lösungen für ein Gesundheitsmanagement entwickelt werden, die das Abrufen von persönlichen Gesundheitsdaten aus der Cloud ermöglichen. SAP und Samsung initiieren zudem ein gemeinsames Projekt auf Basis der SAP HANA Cloud Platform für das Management chronischer Krankheiten.

Entwickler können künftig die Benutzeroberfläche von SAP Fiori und SAP Field Service für die Nutzung auf Samsung-Geräten optimieren. Das umfasst beispielsweise eine Anpassung an Funktionen wie S Pen, Multi Window, S Voice und Air Gesture. Schließlich soll ein Joint Innovation Center für die Zusammenarbeit gegründet werden.

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