SAP TechEd && d-code: SAP möchte das Internet der Dinge antreiben

Auf der TechEd && d-code präsentierte SAP mit Partnern technische Entwicklungen. Im Zentrum standen vor allem Anwendungen für das Internet der Dinge.

SAP hat auf der TechEd && d-code in Berlin zusammen mit Shell und Volkswagen ein Pilotprojekt vorgestellt, das die Vernetzung von Fahrzeugen und deren Interaktion mit der Umwelt untersuchen soll. Das gemeinsame Projekt, welches in Hannover gestartet wurde, soll verschiedene Einsatzszenarien unter die Lupe nehmen und zum Beispiel künftig Anwendungen für das mobile Bezahlen an Zapfsäulen ermöglichen.

„Wir glauben, dass es der Kombination von Einfachheit, Funktionalität und Innovation bedarf, um ein nahtloses Kundenerlebnis zu schaffen. Ein Unternehmen allein ist nicht in der Lage, ein so durchgängiges Erlebnis für den Kunden zu bieten“, sagt Bernd Leukert, SAP-Vorstand und zuständig für den Bereich Products & Innovation. „Unsere Zusammenarbeit mit Volkswagen und Shell ist ein gutes Beispiel für das Potenzial gemeinsamer Innovation in einer Vernetzten Wirtschaft.“

Cloud-basierte Hosting-Lösung für Autofahrer

Ziel der Kooperation ist es, Autofahrern eine Cloud-basierte Hosting-Lösung anzubieten, die für sie Informationen und Angebote bereitstellt. Dabei bildet das Pilotprojekt die Grundlage für weitere Gespräche über Kooperationen im Bereich Connected Cars – auch mit anderen Firmen.

„Dieses erfolgreiche industrieübergreifende Pilotprojekt zeigt das Potenzial, das in den Mobilitätskonzepten der Zukunft steckt. Gleichzeitig demostriert es den Nutzen und Komfort für unsere Kunden, erläutert Volkmar Tanneberg, Leiter Elektrik- und Elektronikentwicklung bei Volkswagen.

Anwendungen für das Internet der Dinge (IoT)

Neben der Ankündigung des Pilotprojekts mit Volkswagen und Shell, präsentierte SAP unter anderem drei neue Anwendungen für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) auf der TechEd && d-code: Predictive Maintenance and Service, Connected Logistics und Manufacturing Execution. Die drei Lösungen arbeiten auf Basis der SAP HANA Cloud Platform, die In-Memory-Datenverarbeitung, Predictive Analytics und komplexe Verarbeitungen erlaubt.

Die Plattform kann zum Beispiel Informationen aus Geo- und Telematikdaten von Sensoren auswerten und für die vorausschauende Analyse verwenden. Da die Schnittstellen (APIs) nach Angaben von SAP offen sein sollen, können Drittanbieter eigene Anwendungen dafür entwickeln. Für die weitere Vernetzung technischer Objekte möchte SAP schrittweise 500 weitere Softwareentwickler einsetzen.

Anwendungsbeispiel: Predictive Maintenance and Service

Auf der TechEd && d-code präsentiert SAP mit Kooperationspartnern verschiedene Einsatzszenarien für IoT-Anwendungen. Ein Beispiel ist der Einsatz von Sensoren in Wasserpumpen. Fällt ein Sensor aus, meldet der Sensor das an die Predictive-Maintenance-Lösung, und eine zweite Pumpe wird gestartet. Die Daten über die Aktivitäten werden dafür auf der SAP HANA Cloud Platform gesammelt und verarbeitet.

Dabei können die Sensoren beispielsweise regelmäßig den Wasserdruck als auch den Energieverbrauch in Gebäuden messen. Die Daten lassen sich auf einem Computer oder Mobilgerät überprüfen, so dass entsprechende Mitarbeiter nicht im Gebäude sein müssen.

Predictive Maintenance geht aber aber noch einen Schritt weiter, da die Wartung der Systeme bereits geschehen soll, bevor es zu einem Ausfall kommt. 

Hierfür sammeln die Sensoren in den Wasserpumpen unstrukturierte Daten und senden sie an die SAP HANA Cloud Platform, wo sie verarbeitet werden. Im Zusammenspiel mit bereits gespeicherten Informationen sollen sich künftig technische Störungen vorhersagen und vorbeugende Maßnahmen einleiten lassen.

Ebenfall in den Bereich Internet der Dinge fallen die im September von SAP angekündigten Augmented Reality Apps, die sich mit der Anwendung Connected Logistics kombinieren lassen. Ein Beispiel ist der Einsatz der App AR Warehouse Picker.

Lagerarbeiter können die App zusammen mit der Datenbrille Google Glass (wenn diese auf dem Markt erhältlich ist) einsetzen. Die Anmeldung am System funktioniert über einen temporären QR-Code. 

Ist der Mitarbeiter eingeloggt, kann er über die Datenbrille Aufträge lesen und QR- oder Strich-Codes scannen. Aufgaben lassen sich via Sprachsteuerung abschließen. Sollte er bei einem Auftrag Hilfe benötigen, kann er über die Datenbrille einen entsprechenden Experten um Rat fragen.

Connected Logistics für den Hamburger Hafen

Connected Logistics soll Logistikunternehmen grundsätzlich ermöglichen, den Verkehr zu überwachen. Dabei lassen sich auch Transportmanagementsysteme aus dem Backend integrieren. Im Juni kündigte SAP an, dass der Hamburger Hafen beziehungsweise die Port Authority (HPA) ihre Logistikdaten auf Basis der SAP HANA Cloud Platform verarbeitet. 

Dadurch kann der Hamburger Hafen etwa Spediteure frühzeitig informieren, wenn ein Hochwasser droht oder Fahrzeuge eine alternative Route wählen sollen. 

Die Fahrer erhalten zudem die Information, welche Parkplätze noch frei sind. Muss ein Spediteur einen zeitkritischen Auftrag ausführen, kann er je nach Verkehrlage die Lieferung an den geeigneten Fahrer vermitteln.

Schließlich möchte SAP mit Manufacturing Execution Version 15.0 das Internet der Dinge in der Fertigungsindustrie etablieren. Nach Angaben des Softwareanbieters integriert die Anwendung Fertigungsdaten mit Echtzeit-Feeds auf der HANA-Cloud-Plattform. Kunden können auf diese Weise ihre weltweiten Fertigungsaktivitäten abstimmen und mögliche Einsparungen erkennen, sollten Fertigungsressourcen nicht ausgenutzt werden.

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