Capgemini-Studie: IT-Budgets wachsen 2015 in einem Drittel der Unternehmen

Das IT-Beratungsunternehmen Capgemini prognostiziert für das kommende Jahr lediglich einen leichten Anstieg der IT-Budgets in vielen Unternehmen.

Laut einer CIO-Studie von Capgemini steigen die IT-Budgets bei 33,6 Prozent der Unternehmen im kommenden Jahr an. Im Vergleich zum laufenden Jahr ist das ein Rückgang, da 2014 39 Prozent der Firmen ihr IT-Budget erhöhten (siehe Abbildung 1). Der Anteil von CIOs, der von Kürzungen betroffen ist, bleibt mit rund 19 Prozent allerdings fast unverändert im Vergleich zu 2014 (21 Prozent). Die Aussichten auf die IT-Budgets bekommen damit einen kleinen Dämpfer für das kommende Jahr. Erst 2016 und 2017 rechnen 43 Prozent der befragten CIOs wieder mit höheren Etas.

IT-Budgets 2015
Abbildung 1: Rund 38 Prozent der befragten CIOs erwarten für das kommende Jahr keine Veränderung bei ihrem IT-Budget.

„Die IT-Budgets spiegeln die gesamtwirtschaftliche Situation wider: verhaltenen Optimismus“, sagt Dr. Uwe Dumslaff, Chief Technology Officer bei Capgemini in Deutschland zu den Ergebnisse. „Vor dem Hintergrund massiver Veränderungen durch die Digitalisierung müssen die Unternehmen jetzt investieren und können sich keinen Aufschub bis 2016 leisten.“

Fachabteilungen bleiben am Etat-Hebel

Ausgaben der Fachabteilungen
Abbildung 2: Vor allem Beratungs- und Entwicklungsleistungen sind gefragt. Daneben spielt der Einkauf von neuen Softwarepaketen eine Rolle.

Weiterhin stabil ist der Anteil der Fachabteilungen an den Technologieausgaben. Für das kommende Jahr wird laut der Studie ihr Anteil bei 17,4 Prozent liegen und einen leichten Anstieg von 16,3 Prozent in diesem Jahr erfahren. In rund zwei Drittel der Firmen (62,4 Prozent) verantworten zudem die Fachbereiche diese IT-Ausgaben selbstständig. Das Geld wird vor allem für Beratungs- und Softwareentwicklungsleistungen sowie Anwendungen ausgegeben (siehe Abbildung 2). Nur knapp jeder fünfte CIO (19 Prozent) plant allerdings Investitionen in externe Cloud-Services.

Damit bleibt das Problem einer Schatten-IT für die CIOs weiter bestehen, denn in 28,2 Prozent der befragten Unternehmen finanzieren die Fachabteilungen mit ihrem IT-Budget Projekte, deren Umsetzung die IT-Abteilung abgelehnt hat. Die Studienautoren warnen daher vor langfristig steigenden Kosten, da dadurch zum Beispiel übergreifende Big-Data-Analytics-Projekte behindert werden könnten. 22,4 Prozent der befragten CIOs berichten von Maßnahmen, die nicht im IT-Budget geplant sind, knapp 13 Prozent von Projekten, die die IT-Abteilung nicht zeitnah realisieren kann.

Dennoch bewerten die CIOs die Investitionen der Fachabteilungen zunehmend positiv. Nur 35 Prozent prognostizieren den weiteren Aufbau einer Schatten-IT, während es für das laufende Jahr noch 60 Prozent waren.

Für die CIO-Studie befragte Capgemini insgesamt 154 IT-Verantwortliche von Großunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, darunter mehr als die Hälfte der DAX-30-Unternehmen. Die Gesamtauswertung bietet Capgemini ab Ende Januar 2015 an.

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