Gartner-Trends: Internet der Dinge, soziale Identität, Mobility und Biometrie

Eine aktuelle Gartner-Studie zeigt auf, dass mit dem Internet der Dinge auch neue Konzepte für Identity- und Access-Management (IAM) Einzug halten.

Durch das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) kann jedes Gerät, das sich eindeutig identifizieren lässt, mit einem Anwender interagieren. Die Beziehungen zwischen den Usern und den Geräten, die diese jeweils verwenden, können durchaus komplex sein. Das wiederum erfordert neue Konzepte für das Identity- und Access-Management (IAM). 

Laut dem Trendbericht "Predicts 2015: Identity and Access Management" des Research- und Beratungsunternehmens Gartner soll bis Ende 2016 ein Fünftel der neuen Identity- und Access-Management-Implementierungen auf diese Anforderungen in den Beziehungen zwischen Endanwendern und ihren Geräten ausgerichtet sein.

Dadurch wird sich das traditionelle IAM nachhaltig verändern. Die Authentifizierung und Autorisierung von User-Identitäten werde durch Endgeräte und Services ergänzt und zugleich die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M) im Rahmen der digitalen Transformation mit einschließen, meint Gartner-Analyst Earl Perkins. Zudem müssten die IAM-Architekturen im Hinblick auf Software für eingebettete Systeme (Embedded Systems) erweitert werden, um den Anforderungen des Internets der Dinge gerecht zu werden.

Darüber hinaus prognostiziert Gartner beim IAM für die nächsten fünf Jahre folgende drei Entwicklungen:

  1. Bis 2017 wird für 40 Prozent der Unternehmen die Einbindung von Mobility Management in ihre IAM-Lösungen ein kritischer Faktor. Nur so lässt sich ein sicherer, konsistenter und komfortabler Zugang zu den eigenen Geschäftslösungen sowie zu mobilen Web-Anwendungen oder nativen Applikationen von Drittanbietern gewährleisten. Tools für das Enterprise Mobility Management (EMM) verfügen nur über eingeschränkte Möglichkeiten zur Integration von Funktionen für das Access-Management.
  2. Bis 2020 werden 60 Prozent der Unternehmen zum Schutz vor Betrug auch aktiv die soziale Identität von Konsumenten prüfen, um diesen von außen einen risikogerechten Zugriff auf interne Anwendungen zu ermöglichen. Durch das digitale Business und die Nutzung sozialer Medien steigt der Bedarf, soziale oder andere wiederverwendbare Identitäten von Dritten zu verifizieren. Speziell für mittelständische Betriebe bietet es sich an, solche Funktionen kostengünstig als On-Demand-Service zu beziehen.
  3. Bis 2020 werden neue biometrische Methoden beim Zugriff auf Endgeräte Passwörter und Fingerabdrücke zu 80 Prozent ersetzt haben. Biometrische Technologien sind zwar nicht neu, sie werden jedoch insbesondere bei mobilen Geräten für Endverbraucher weiterentwickelt. Bereits 2014 haben Apple, Samsung und andere Hersteller die Authentifizierung per Fingerabdruck in ihre Smartphones eingebettet. Gartner rechnet jedoch damit, dass die Hersteller mobiler Endgeräte ab 2017 bei der Authentifizierung verstärkt auf biometrische Merkmale setzen, wie etwa die Gesichtserkennung per Kamera, die Spracherkennung via Mikrofon oder das individuelle Tippverhalten und Gesten. Ein Vorteil dieser Methoden gegenüber der Authentifizierung per Fingerabdruck liegt darin, dass sie keine speziellen Sensoren benötigen.

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