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SharePoint Anwenderstudie: Microsoft SharePoint wird vor allem On-Premise genutzt

Die Stuttgarter Hochschule der Medien hat die Ergebnisse einer SharePoint-Anwenderstudie vorgestellt. Vor allem SharePoint Online flopt danach noch.

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Sharepoint-Management

Die Stuttgarter Hochschule der Medien hat im Rahmen der ShareConf die Ergebnisse einer Anwenderstudie zum Einsatz von Microsoft SharePoint in deutschen Unternehmen vorgestellt. Die Befragung hatte unter anderem drei Schwerpunkte: Benutzerfreundlichkeit, mobiler Zugriff und Bereitstellung.

Anders als von Microsoft gewollt, setzt eine Mehrheit von 65 Prozent der befragten deutschen Unternehmen SharePoint in einem lokalen Rechenzentrum ein. Insgesamt 53 Prozent der Anwender wollen die Collaboration-Plattform vorerst nicht in die Cloud migrieren. Jeweils 17 Prozent verwenden die Cloud-Version innerhalb von Microsoft Office 365 oder als hybride Variante.

„Aus unserer Sicht gibt es zwei zentrale Vorbehalte gegenüber der Cloud. Aus Sicherheitsgründen wollen viele Anwender ihre Daten nicht aus der Hand geben. Die Nutzer sind sich unsicher, ob die Daten in Deutschland oder zum Beispiel in den USA gespeichert sind“, erläutert Arno Hitzges, Professor für das Lehrgebiet Datenbanken und Contentmanagement an der Stuttgarter Hochschule der Medien. „Anwender geben außerdem ungern die Steuerbarkeit ihrer SharePoint-Anwendung aus der Hand. Microsoft gibt bei Office 365 die Release-Zyklen allerdings vor.“

SharePoint vor allem als Mitarbeiterportal genutzt

Als Einsatzgebiet sehen die Studienteilnehmer SharePoint vor allem als Mitarbeiterportal vor: 88 Prozent gaben dies für ihr Unternehmen an. 85 Prozent der Befragten verwalten über SharePoint Dokumente und Dateien. Damit wird die Collaboration-Anwendung weiterhin als Plattform für dokumentenzentrierte, teamübergreifende Zusammenarbeit genutzt (siehe Abbildung 1).

Aufgabenstellung SharePoint
Microsoft SharePoint wird noch wenig als Social-Business-Plattform in deutschen Unternehmen eingesetzt.

Aus Sicht der Anwender dient SharePoint als Ausgangspunkt für die Digitalisierung des Arbeitsplatzes. Dies unterstreichen 83 Prozent der Befragten, die in der Plattform die strategische Basis für verbesserte Collaboration sehen. 39 Prozent können sich die Technologie daneben als Grundlage für umfangreiche Digitalisierungsvorhaben vorstellen. Mehr als die Hälfte der Anwender (54 Prozent) kommen zu dem Schluss, dass die bisherige Nutzung der Plattform mangelhaft ausgefallen ist.

Ein Grund ist nach Ansicht von Professor Hitzges das undurchsichtige Produktportfolio: „Betrachtet man das Portfolio, fällt auf, dass Microsoft zum Beispiel mit Yammer eine weitere Social-Anwendung anbietet. Aus Anwendersicht erscheint das Angebot unter Umständen unübersichtlicht.“

Benutzerfreundlichkeit durchwachsen

Aus Anwendersicht fällt auch die Usability durchgewachsen aus. Fast zwei Drittel (71 Prozent) sehen eine gute Benutzerfreundlichkeit als entscheidendes Kriterium bei der Einführung von Portalsoftware an. Allerding sind mehr als 40 Prozent unzufrieden mit ihrer SharePoint-Anwendung oder bewerten die Usability als mangelhaft (siehe Abbildung 2).

Benutzerfreundlichkeit von SharePoint
Rund 58 Prozent bewerten die Benutzerfreundlichkeit von SharePoint als gut oder sehr gut.

Um die Akzeptanz und Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen, verwenden 60 Prozent der Anwender kein Out-of-the-Box SharePoint, sondern nehmen grundlegende Anpassung vor. Mehr als die Hälfte der Befragten will künftig mehr in weitere Anpassung investieren. 75 Prozent sehen hier Dienstleister als erste Anlaufstation.

Der mobile Einsatz von Microsoft SharePoint fällt insgesamt weit hinter der Desktop-Nutzung zurück: 95 Prozent der Studienteilnehmen gaben an, direkt per Desktop-Rechner auf SharePoint zuzugreifen. Etwas mehr als die Hälft der Anwender greifen per Tablet auf die Collaboration-Plattform zu und lediglich 42 Prozent gaben an, per Smartphone mit SharePoint zu arbeiten. Nach Ansicht von Professor Hitzges deutet diese Ergebnis darauf hin, dass der mobile Zugriff auf Dokumente und Daten noch in den Anfängen steckt.

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Für die SharePoint Anwenderstudie 2016 befragte das Team um Professor Arno Hitzges von der Stuttgarter Hochschule der Medien über 300 Entscheider aus deutschen KMUs und Großunternehmen. Der Schwerpunkt lag im industriellen Sektor. Die SharePoint-Anwender wurde im Zeitraum von Dezember 2015 bis Januar 2015 Online befragt. Weitere Informationen und zum Kauf der Studie gibt es auf dem Themenportal sharepoint360.de.

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