SAP

Viele SAP-Nutzer setzen auf vorhandenes ERP-System und nicht auf S/4HANA

Eine Studie von Rimini Street kommt zu dem Schluss, dass viele SAP-Nutzer nur bestehende ERP-Systeme erweitern möchten, statt auf HANA zu migrieren.

Eine Rimini-Street-Umfrage unter 208 SAP-Anwendern in Europa ergab, dass viele Befragte für die Migration ihres bestehenden SAP-Systems auf S/4HANA zwischen zehn und 100 Millionen Dollar einrechnen müssten.

Fast zwei Drittel der Befragten gab an, dass sie aktuell keine Pläne haben oder sich verpflichtet fühlen, zu SAP S/4HANA zu migrieren. Als Hauptgrund nannten die Umfrageteilnehmer, dass sie keinen Business Case und keinen klaren Return on Investment (ROI) für die Migration sehen.

Eine große Mehrheit der Nutzer (89 Prozent) plant, beim bestehenden SAP-ERP-System zu bleiben, wobei viele angaben, dass die reiche Funktionalität ihrer SAP-Anwendungen ihre Geschäftsanforderungen abdeckt.

Viele Anwender betrachten das bestehende ERP-System in erster Linie als Grundlage für ein Hybrid-Modell. 89 Prozent der Befragten sagten, dass sie weiterhin mit ihrem aktuellen SAP-ERP-Release planen. Gleichzeitig sagten 30 Prozent, dass sie dieses für die Implementierung einer Hybrid-IT-Strategie verwenden.

Dies ermöglicht es den Befragten, den Wert ihres Kern-SAP-Systems als System of Record zu maximieren und gleichzeitig Mittel und Ressourcen freizugeben, um Innovationen schneller und flexibler über ein System of Engagement zu fördern.

Ihr vorhandenes SAP ERP könnte anschließend mit Cloud-Anwendungen von SAP und/oder anderen Cloud-Anbietern ergänzt werden, zum Beispiel für Vertriebsautomatisierung, Reise- und Kostenabrechnung sowie Beschaffung.

„CIOs und IT-Entscheider ziehen es vor, den Wert ihres aktuellen, robusten SAP-ERP-Systems zu maximieren, um den Geschäftsanforderungen besser gerecht zu werden, anstatt auf eine neue, noch in der Entwicklung befindliche Plattform, ohne einen Business Case für eine vollständige Implementierung, zu setzen“, erläutert Seth Ravin, CEO von Rimini Street.

Laut Ravin zeigt das Ergebnis der Umfrage, wie SAP-Anwender auf Hybrid-Umgebungen setzen, damit ihr Unternehmen unmittelbar einen Wettbewerbsvorteil erreicht, anstatt auf unbestimmte Zeit auf sinnvolle neue Innovationen und Fähigkeiten von SAP warten zu müssen.

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Vinnie Mirchandani, Autor des Buchs SAP Nation, sagt dazu: „Die SAP Business Suite ist bemerkenswert robust und funktionsreich, doch die Fähigkeit von SAP, sich außerhalb des Kern-ERPs erfolgreich neu zu erfinden ist ins Stocken geraten, so dass ein zweistufiger Ansatz sinnvoll ist. Man sollte den bewährten Kern beibehalten, sich aber um diesen Kern mit verfügbaren Lösungen von agilen Unternehmen weiterentwickeln.“

Der Rimini Street Survey: 2017 SAP Applications Strategy Findings kann hier kostenlos heruntergeladen werden (PDF auf Englisch).

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