AWS Mobile Hub bietet verschiedene Services für App-Entwickler

Die allgemeine Verfügbarkeit von AWS Mobile Hub kommt zu einem günstigen Zeitpunkt, da App-Entwickler nach Alternativen zur Parse-Plattform suchen.

In dem Bemühen, seine Cloud auf die Entwicklung mobiler Anwendungen auszuweiten, hat Amazon im Februar 2016 mehrere...

Services unter dem Namen AWS Mobile Hub allgemein verfügbar gemacht.

Das Produkt vereint mehrere Amazon-Angebote, darunter die Integration des Identity-Management-Services Amazon Cognito in Amazon Mobile Analytics, Amazon Simple Notification Service (SNS) Mobile Push, AWS Lambda, Simple Storage Service (S3), CloudFront und das AWS SDK für Mobilgeräte. App-Entwickler können diese Services nutzen, um Anwendungen zu entwickeln, ohne eine eigene Infrastruktur bereitstellen zu müssen. Zudem können sie Beispielcode für iOS- und Android-Apps auf Basis der eigenen Eingaben erzeugen.

„Mobile unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von Desktop Computing, da man viele verschiedene Bildschirmgrößen hat. Es ist zudem wirklich schwer für Entwickler, immer auf dem Laufenden zu sein“, sagt James Young, CTO bei VidRoll, einem Werbeunternehmen, dass Mobile Hub in den kommenden Monaten für sein SDK einsetzen möchte. „Ein Service wie Mobile Hub hilft Entwicklern dabei, Mobile Apps in einem vielfältigen Ökosystem zu entwickeln, zu testen und zu überwachen.“

Das Release von AWS Mobile Hub folgt den Forderungen vieler Anwender und Analysten, dass Amazon sein Angebot einfacher gestalten soll. Diese Forderungen zielten vor allem auf verschiedene Services ab, die das Unternehmen im letzten Jahr vorgestellt hat, die aber keine expliziten Feature für die App-Entwicklung enthielten.

„Ich denke, dass Amazon durch die Zentralisierung der verschiedenen Services deren Verwendung vereinfacht“, erläutert Joe Emison, CTO und Gründer von BuildFax, einem Anbieter von Immobilendaten. „Allerdings müssen sie noch einiges aufholen im Vergleich zu dem, was Wettbewerber anbieten.“ Emison möchte AWS Mobile Hub daher noch nicht einsetzen.

Der CTO vergleicht Mobile Hub mit Parse, dem ersten Mobile Backend as a Service (MBaaS), bei dem Entwickler keine eigene Serverinfrastruktur mehr verwalten mussten. AWS Mobile Hub schließt aus Sicht von Emison zusammen mit AWS Lambda nun zur Konkurrenz auf.

Verglichen mit Parse und Auth0, kann AWS bei Mobile Hub aber noch nachbessern, ist Emison überzeugt. Zum Beispiel sei der Login-Service-Support jenseits von Facebook und Google+, der aktuell über das Amazon Mobile SDK und nicht über die AWS Mobile Hub Konsole geregelt wird, noch nicht auf dem Niveau anderer MBaaS-Plattformen. „Viele Anwender wollen zumindest Twitter und LinkedIn, so dass ich keine Lösung einsetzen würde, die nur Facebook und Google+ unterstützt“, sagt Emison.

AWS Mobile Hub kommt zu einem günstigen Zeitpunkt

Auch wenn AWS Mobile Hub in künftigen Releases noch verbessert werden muss, kommt es zu einem guten Zeitpunkt für Entwickler auf den Markt, die bisher Parse eingesetzt haben. Ende Januar gab Facebook bekannt, dass die Entwicklungsplattform vollständig zum 28. Januar 2017 eingestellt wird.

Als Jobvite, ein Softwareanbieter im Bereich Talent-Management, letztes Jahr mit der Entwicklung einer App begonnen hatte, entschied man sich vorerst für Amazon SNS, da die AWS-Infrastruktur bereits für Teile seiner SaaS-Anwendungen standardisiert war. Nach dem Evaluierungsprozess wechselte Jobvite allerdings zu Parse.

„Strategisch wäre es praktisch gewesen, AWS SNS einzusetzen, aber die Dokumentation hierfür war wirklich nicht gut. Der Wechsel zu Parse schien daher der deutlich schnellere Weg zu sein“, sagt Daniel Lipkin, Entwicklungsleiter bei Jobvite.

Nach dem Ende von Parse wechselt Jobvite nun zu AWS Mobile Hub. Die Plattform erlaubt es Lipkin, Code-Snippets zu erzeugen, die SNS aufrufen. Die Snippets kann er wiederum in die eigene App für die Benachrichtigungsunterstützung kopieren.

Während andere Push Notification Services, wie zum Beispiel Pusher und OneSignal, die Behandlung der Benachrichtigungen innerhalb der App ermöglichen, statt wie SNS auf die Cloud zugreifen zu müssen, ist die einfache Bedienung von Mobile Hub laut Lipkin ein Pluspunkt.

Für die Zukunft hofft Lipkin auf verschiedene neue Feature, darunter: die Unterstützung für iOS-Zertifikatsketten, so dass mehrere iOS-Zertifikate innerhalb derselbsen Anwendung genutzt werden können; ein verbessertes Monitoring Dashboard als die derzeit integrierten CloudWatch-Statistiken, die vor allem zusammengefasste Daten bieten, aber nicht auf die individuelle Nachrichtenebene heruntergebrochen werden können; und eine verbesserte Dokumentation.

Bis es soweit ist, bietet AWS schon einmal eine Anleitung innerhalb seiner Dokumentation an, wie Entwickler von Parse zu Mobile Hub migrieren können.

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Artikel wurde zuletzt im März 2016 aktualisiert

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