Analysten bewerten die wachsende Bedeutung von Platform as a Service (PaaS)

Neben Infrastructure und Software erfreut sich auch Platform as a Service großer Beliebtheit bei Anwendern und Entwicklern. Doch was steckt dahinter?

Das Konzept Platform as a Service (PaaS) erhält viel Aufmerksamkeit. Doch viele Experten sagen, dass es noch dauern...

wird, bis es mit Infrastructure as a Service (IaaS) und Software as a Service (SaaS) mithalten kann. Und obwohl PaaS immer populärer wird, bekommt man höchstwahrscheinlich fünf verschiedene Antworten, wenn man fünf Spezialisten fragt, was PaaS eigentlich ist.

„Ohne Zweifel nimmt der Einsatz von PaaS zu“, sagt Yefim Natis, Vice President und Distinguished Analyst bei Gartner. „Aber PaaS ist jünger als IaaS und SaaS und sorgt immer noch für Verwirrung.“ Ein Teil dieser Verwirrung resultiert aus dem fehlenden Konsens darüber, was genau Paas eigentlich leisten soll. Tatsächlich wird die Bezeichnung PaaS für Unmengen von unterschiedlichen Projekten innerhalb einer Firma verwendet, wie die 2013 erhobene Studie TechTarget Cloud Pulse Survey schon damals ergab.

PaaS hat viele Gesichter

Während die Mehrheit der Befragten (59 Prozent), sagte, dass sie PaaS nutzen, um Cloud-Applikationen zu entwickeln und zu implementieren, gab die Hälfte der Befragten auch an, dass sie damit SaaS-Applikationen von Salesforce oder SAP erweitern. Gleichzeitig berichteten 48 Prozent davon, dass sie PaaS als Test-Umgebung für Anwendungen verwenden und 41 Prozent sagten, dass sie mit PaaS mobile Applikationen entwickeln und implementieren.

PaaS ist jünger und kleiner als IaaS und SaaS und sorgt für viel Verwirrung,

Yefim Natis, Vice President und Analyst, Gartner

Trotz dieser scheinbaren Vielseitigkeit wurde PaaS zu einem bestimmten Zweck entwickelt, sagt John Rymer, Vice President und Principal Analyst bei Forrester Research. Seine Antwort auf die Frage „Was ist PaaS“ lautet: „PaaS wurde für Cloud-Apps erfunden.“ 

Doch viele Firmen, die mit dem Cloud-Modell noch nicht so vertraut sind, sehen PaaS fälschlicherweise als eine Erweiterung anderer Service-Modelle wie Iaas und SaaS, so Rymer. „Die Schwierigkeit bei PaaS ist, dass der Begriff für so viele unterschiedliche Dinge benutzt wird“, sagt er, und weist darauf hin, dass viele Leute von PaaS reden, wenn es um etwas ganz anderes geht.

Als Beispiel verweist Rymer auf Amazon Web Services (AWS) als derzeit meistgenutzte Cloud-Plattform. Der Haken dabei: Technisch gesehen ist AWS nicht PaaS.

„Die Nutzer können Amazon Web Services nehmen und IBM WebSphere oben drauf setzen oder über eine virtuelle Maschine mit Windows .NET nutzen“, erklärt Natis „Und weil sie damit in der Cloud programmieren können, meinen sie, PaaS zu nutzen.“ Doch die Nutzung virtueller Maschinen ist ein Charakteristikum von IaaS. Wäre AWS wirklich PaaS, wäre die Infrastruktur nicht sichtbar.

Solche Verwechslungen können die Entwicklung von PaaS bremsen. „Die Leute müssen erst einmal Vertrauen in PaaS aufbauen“, sagt Fima Katz, CEO von Softwarehersteller Exadel. „Wir erwarten nicht, dass die Entscheider einfach so auf PaaS umsteigen. Wir erleben, dass viele Firmen PaaS auf einem Teil ihrer Infrastruktur nutzen. Sie probieren es aus, und wenn der Erfolg sich einstellt, nutzen sie es auch für andere Anwendungen, und so geht es weiter.“

PaaS im Aufwind

Inzwischen expandiert der PaaS-Markt. Bis 2012/13 hatten einige der größten Technologie-Anbieter sich noch nicht ins Getümmel gestürzt – möglicherweise, weil sie selbst noch nach einer Antwort auf die Frage suchten: Was ist PaaS? Große Anbieter wie IBM, Red Hat und HP hatten damals noch keine PaaS-Angebote vorzuweisen.

Heute ist das anders. Doch Rymer warnt vor dem Hype um PaaS im Cloud Computing: „Die Leute lehnen sich zurück und warten darauf, dass PaaS das Größte wird“, sagt er und bezieht sich dabei auf das Trio von IaaS, PaaS and SaaS. „Vergessen Sie es. Alle wachsen, weil die Cloud im Kommen ist.“

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2015 aktualisiert

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