Big-Data-Analytik und CloudStack: Die heißesten Trends bei Cloud-Computing 2013

Zu den Cloud-Computing-Trends 2013 gehören Big-Data-Analytik, CloudStack sowie BYOD. Darauf lässt das Interesse im vergangenen Jahr schließen.

Cloud-Computing rückt zunehmend von Test- in Produktiv-Umgebungen und die Diskussionen über die Details von Cloud-Investitionen...

in der Praxis nehmen zu. Wir haben die kommenden Trends bei Cloud-Computing für das neue Jahr zusammengestellt. Im zurückliegenden Jahr 2012 mögen sie noch nicht die entscheidende Rolle gespielt haben, doch zum Jahresende hin hat sich das Interesse signifikant erhöht. Damit könnten sie zeigen, welche Cloud-Themen 2013 im Mittelpunkt stehen werden.

„Big-Data“-Analytik

Das vergangene Jahr hat gezeigt, wie die Verarbeitung von Big Data Wettbewerbsvorteile für Unternehmen bringen kann. Daten von Gartner und Trends bei Web-Suchen lassen erwarten, dass die Bedeutung von Big Data 2013 noch deutlich zunehmen wird.

Unternehmen sehen zunehmend die Vorteile, die es hat, Business Intelligence (BI) aus Big Data zu gewinnen. Hier punktet Cloud-Computing mit seiner Skalierbarkeit, die es zum nützlichen Werkzeug für Big-Data-Analysen macht. Hadoop, Cloudera und andere Big-Data-Werkzeuge und -Appliances dürften 2013 für Schlagzeilen sorgen – zusammen mit neuen Trends wie etwa ethischen Überlegungen zur Unterbringung von Big Data in der öffentlichen Cloud.

Standards für Cloud-Computing

2012 war Daten-Sicherheit ein Hemmnis für die Nutzung der Cloud in Unternehmen. Diese Bedenken schwinden allmählich und werden abgelöst von fehlenden Standards und Compliance beim Cloud-Computing. Laut Google Trends hat das Suchvolumen beim Ausdruck „Cloud Computing Standards“ zum Ende des Jahres hin zugenommen. Dies zeigt, was die Leute bewegt.

Im September kam unter IT-Profis die Hoffnung auf, es gebe einen Waffenstillstand im Krieg um Application Programming Interfaces (APIs) für die Cloud. Auslöser dafür war die Bildung von Cloud Application Management Platforms (CAMP), einer Management-API für Platform as a Service (PaaS), hinter der sieben Anbieter von Cloud-Diensten stehen. Noch aber sind die Frontlinien nicht klar zwischen der API von Amazon Web Services (AWS), einem kommenden Standard und den Alternativen von Anbietern wie OpenStack. Weil sich viele Unternehmen hier noch nicht für eine Seite entschieden haben, dürfte das Thema Standards für Cloud Computing auch 2013 umkämpft bleiben.

BYOD-Richtlinien

Bei Google Zeitgeist 2012, einer Auswertung der wichtigsten Keyword-Trends nach Kategorien, finden sich in den Top 10 für „Konsumelektronik“ iPad mini, Kindle Fire, Microsoft Surface und sechs weitere persönliche Mobilgeräte – das einzige nicht mobile Gerät in der Liste ist die PlayStation auf Rang 6. Wenig überraschend: von Desktop-Rechnern keine Spur, ebenso wenig von Laptops.

Im ablaufenden Jahr hat sich somit das Zeitalter von „Bring Your Own Device“ (BYOD) bemerkbar gemacht. Im kommenden Jahr werden Unternehmen versuchen, bei solchen Mobilgeräten mit ihren Endnutzern Schritt zu halten, indem sie Richtlinien und Protokolle dafür einführen. BYOD spielt sich in Großunternehmen sowie kleinen und mittleren (KMU) gleichermaßen ab, ob es deren IT-Abteilungen wissen und wollen oder nicht. Im kommenden Jahr werden sie die mobilen Privatgeräte akzeptieren und daran arbeiten müssen, Richtlinien zu Sicherheit und anderen BYOD-Fragen zu erstellen, um Daten im Unternehmen zu schützen – und um von Vorteilen und Innovationen im Zusammenhang mit BYOD profitieren zu können.

IaaS-Cloud-Anbieter

Der Markt für Infrastructure as a Service (IaaS) war im Herbst sehr aktiv. Größere Anbieter von IaaS haben sich bei den Preisen ein Wettrennen nach unten geliefert, dem die kleineren nur zusehen konnten. Amazon Web Services, Rackspace und andere große IaaS-Provider in der Cloud senkten reihenweise die Preise, um an die Spitze dieses Marktes zu gelangen. Kleinere Anbieter wie ProfitBricks oder CloudSigma verloren dadurch an Aufmerksamkeit.

Gartner hatte für 2012 ein Anziehen bei Platform as a Service (PaaS) vorausgesagt, doch viele risikoaverse Unternehmen fanden schon eine Festlegung auf IaaS zu heikel. Im neuen Jahr wird es angesichts all der Änderungen auf dem IaaS-Markt interessant sein, zu beobachten, welche Optionen und welche Anbieter sich durchsetzen.

Cloud-Zertifizierung

Zwei Gruppen suchen gleichermaßen nach Informationen über Möglichkeiten zur Cloud-Zertifizierung: IT-Administratoren, die Angst um ihre Jobs haben, und Unternehmen, die Arbeitskräfte in diesem Bereich benötigen. Auch der Ausdruck „Cloud training courses“ (Cloud-Schulungen) legte laut Google Trends Ende des laufenden Jahres beim Suchvolumen zu. Dies könnte vor dem Hintergrund zunehmender Cloud-Implementationen für eine Personalknappheit im Cloud-Market sprechen.

„Ein Freund, der früher bei Google gearbeitet hat, bezeichnet Daten-Wissenschaftler als „rosa Einhörner“. Er sagt, es gebe nur etwa 120 solcher rosa Einhörner auf der Welt, also echte Daten-Wissenschaftler, die mit Big Data umgehen und damit arbeiten können und so Wert für ihre Unternehmen schaffen“, sagt Brian Lent, Mitgründer und Chief Technology Officer von Medio aus dem Silicon Valley.

Rackspace hat im Oktober einen Zertifizierungskurs für OpenStack gestartet und plant für die Zukunft weitere Cloud-Schulungsprogramme. Man wolle Arbeitgebern dabei helfen, qualifizierte Cloud-Profis zu finden, indem man einen klaren Eintrag für ihre Lebensläufe schaffe. Das erklärt Tony Campbell, Leiter von Schulung und Zertifizierung bei RackSpace.

Cloud-Computing bringt Bedarf nach spezialisierten Fähigkeiten in vielen IT-Fachbereichen mit sich. Profis, die hier bereits arbeiten und sich Sorgen um ihre Job-Sicherheit machen, hoffen darauf, sich zu einem der „rosa Einhörner“ und damit gesuchten Kandidaten entwickeln zu können – oder zumindest nicht überflüssig zu werden.

CloudStack/OpenStack

Seit der Abkehr von Citrix vom OpenStack-Standard zugunsten des neuen CloudStack im April gibt es einen heißen Wettbewerb zwischen diesen beiden Open-Source-Cloudoptionen. Im August warf  Rackspace sein Gewicht hinter die API und brachte endlich öffentliche Cloud-Dienste auf der Grundlage von OpenStack heraus. Ob andere Anbieter in 2013 damit folgen werden, ist aber noch offen.

Unterdessen kommen zu CloudStack und OpenStack weitere Alternativen hinzu, zum Beispiel Eucalyptus, das von der Cloud-Größe AWS unterstützt wird, und OpenNebula. Der Kampf ist hier in vollem Gang. Die Frage ist nur, ob irgendeine der Optionen so sehr überzeugen kann, dass IT-Abteilungen in Unternehmen sich dafür begeistern werden.

Caitlin White ist Site-Redakteurin bei SearchCloudComputing.com.

Artikel wurde zuletzt im Dezember 2012 aktualisiert

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