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Collaboration: Box integriert Machine-Learning- und KI-Tools

Box integriert KI- und Machine-Learning-Funktionen. Benutzer können eine intelligente Suche und Feeds verwenden, die benutzerdefinierte Inhalte anzeigen.

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Collaboration-Software

Box-Anwenderunternehmen können ihren Mitarbeitern künftig bessere Einblicke in ihre Inhalte zur Verfügung stellen. Box Skills, das auf der jährlichen BoxWorks-Konferenz (10. bis 12. Oktober) in San Francisco vorgestellt wurde, erleichtert die Suche nach visuellen und akustischen Inhalten und die Anzeige von Informationen über diese Inhalte mit Machine-Learning-Funktionen.

Box Feed verwendet maschinelles Lernen, um Inhalte für bestimmte Benutzer zu erstellen. Darüber hinaus zielen neue Funktionen in Box Relay darauf ab, die Arbeitsabläufe der Mitarbeiter zu optimieren.

„Es ist schön zu sehen, wie Box KI einbindet, um die Dinge zur richtigen Zeit am richtigen Ort an bestimmte Leute weiterzugeben“, sagt Ryan Foltz, Business Systems Engineer bei der Barnhardt Manufacturing Company.

Wie Box Skills funktioniert

Box Skills ist ein Framework, welches als Abstraktionsschicht zwischen den Content-Organisationen, die Inhalte in Box hochladen, und der Machine-Learning-Technologie dient. Die Technologie konzentriert sich auf drei Bereiche: Image Intelligence, Audio Intelligence und Video Intelligence.

Mit der Image-Intelligence-Komponente, die auf Google Cloud Platform basiert, kennzeichnet Box automatisch Merkmale eines Bildes, zum Beispiel Motiv, Farben und Logos. Benutzer können die Tags anklicken, um auf andere Bilder mit ähnlichem Inhalt zuzugreifen (siehe Werbevideo von Box).

Video Intelligence verwendet Microsoft Cognitive Services zur Gesichtserkennung, um Personen in einem Video zu identifizieren. Es kann Benutzern außerdem anzeigen, wo wiederholte Phrasen auftauchen, und extrahiert ein Transkript des Videos, das Anwender etwa als Untertitel verwenden können. Audio Intelligence funktioniert ähnlich – ohne den visuellen Aspekt – und basiert auf IBM Watson.

Mit dem Box Skills Kit für Entwickler können Unternehmen außerdem anpassen, welche Informationen in einer Datei die Machine-Learning-Technologie erfasst. Das Tool kann zum Beispiel den Tonfall einer Stimme in einem Telefongespräch verfolgen oder bestimmte Wörter herausziehen, die ein Unternehmen interessieren, und Inhalte anzeigen, wenn diese Wörter gesprochen wurden.

Entwickler können ebenfalls Informationen in Dokumenten wie Rechnungen oder Verträgen anpassen und Box Informationen wie Datum, Unterschriften, Zahlungsbeträge und Lieferantennamen extrahieren lassen. Die Funktion extrahiert nicht nur die Daten, sondern ermöglicht es Anwendern, diese Informationen automatisch auszufüllen und weiterzuleiten.

Image Intelligence ist zurzeit noch in der Beta-Phase. Die Beta von Video Intelligence und Audio Intelligence startet nach Angaben von Box 2018.

Box Feed füttert Nutzer mit relevanten Informationen

Box Feed, angetrieben durch die Box Graph Machine-Learning-Technologie, wurde ebenfalls auf der BoxWorks vorgestellt und wird kommendes Jahr verfügbar sein. Die Funktion kann Benutzern helfen, die für sie relevantesten Inhalte zu finden. Es zeigt dem Benutzer aktiven Inhalt – Dateien, an denen er gearbeitet hat oder in denen er erwähnt wird – sowie andere relevante Inhalte an, die in einem Feed angezeigt werden, basierend darauf, wer an der Datei arbeitet und was der Inhalt ist.

Wenn ein Benutzer mit einem anderen Benutzer zusammenarbeitet, wird unter anderem der entsprechende Abschnitt eines Dokuments angezeigt, wenn er dies bearbeitet hat. Box Feed zeigt außerdem Dateien an, auf die viele Benutzer im gesamten Unternehmen regelmäßig zugreifen.

So interessant diese neuen Funktionen auch sein mögen, einige Unternehmen werden wohl eine gewisse Zeit benötigen, um sie anzuwenden. „Barnhardt Manufacturing Company ist eine alte Organisation, doch ihre Manager erhalten immer mehr an der Geschäftsdatenintelligenz“, erläutert Pete Chantry, Application Systems Manager bei dem Unternehmen. „Wir müssen ihnen Zeit lassen, damit sie sich an die grundlegenden [Enterprise-Content-Management]-Funktionen von Box gewöhnen können.“

Updates bei Box Relay

Das Workflow-Automatisierungs-Tool Box Relay, das letztes Jahr angekündigt wurde, wird ab November 2017 allgemein verfügbar sein und einige Verbesserungen enthalten.

Das Add-on ermöglicht das automatische Starten von Workflows. Wenn ein Benutzer zum Beispiel einen Lebenslauf eines potenziellen Mitarbeiters hochlädt, startet der Workflow für diese Art von Dokumenten automatisch.

Box plant außerdem, APIs freizugeben, damit die IT-Abteilung eines Unternehmens Relay in bestehende Drittanbieteranwendungen und automatisierte Prozesse integrieren kann. Darüber hinaus können Anwender Dokumente direkt in Box elektronisch signieren. Schließlich erlaubt ein neues Dashboard die gleichzeitige Verwaltung mehrerer Workflows, indem es alle aktiven Workflows und deren Schritte anzeigt.

Zu den weiteren neuen Funktionen in Box Relay zählt die Möglichkeit, andere Benutzer einzuladen, ein Dokument zu bearbeiten und ihnen Aufgaben mit Stichtagen innerhalb des Dokuments zuzuweisen, wenn diese erledigt sein müssen. Es gibt außerdem ein neues Kommentar-Tool, mit dem Benutzer Kommentare zu einem bestimmten Aspekt eines Dokuments schreiben und andere Benutzer mit Tags versehen können, um genau diesen Bereich zu betrachten.

Zudem müssen Anwender nicht mehr die Vorgängerversionen eines Dokuments herunterladen, sondern können sie sich per Mausklick ansehen. Wenn ein Benutzer auf ein Dokument zugreift, markiert Box alle Änderungen, die andere Benutzer seit dem letzten Zugriff vorgenommen haben, und zeigt an, welcher Benutzer die Änderungen gemacht hat. Schließlich können Benutzer Kommentare einbringen und als gelöst markieren.

Wie Box Skills präsentiert auch Relay einige verlockende Features. Bei Barnhardt Manufacturing Company ist man sich allerdings noch nicht sicher, wie man Relay einsetzt. „Ich weiß nicht, wie oft wir es benutzen werden. Doch wenn wir es hätten, wäre es sicher ein nettes Feature für uns“, sagt Foltz.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2017 aktualisiert

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