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Crate.io entwickelt mit CrateDB eine SQL-Datenbank für das Internet der Dinge

Crate.io stellt mit CrateDB ein SQL-Datenbanksystem zur Verfügung, das zum Beispiel für das Management von IoT- und Maschinendaten entwickelt wurde.

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DBMS

Crate.io konzentriert sich bei seiner Entwicklungsarbeit auf Data Stores für das Management von Maschinen- und Sensordaten. Hierfür hat das Start-up mit Büros in Berlin, San Francisco und Dornbirn (Österreich) die Open-Source-SQL-Datenbank CrateDB auf Basis einer NoSQL-Architektur entwickelt.

Bei der Vielzahl NoSQL-Datenbanken, die es auf dem Markt gibt, stellen sich zwei Fragen: Wie sinnvoll ist eine SQL-Datenbank für das Management großer Mengen von Maschinendaten? Und: Wie robust ist die Open-Source-Anwendung für den Einsatz in der Industrie?

Laut Crate.io ist die Nachfrage für CrateDB seit 2014 ungebrochen. Die Zahl der Downloads lag im Jahr 2016 bei insgesamt über einer Million. „CrateDB ersetzt häufig MySQL- und Postgres-Datenbanken aufgrund der höheren Skalierbarkeit und Geschwindigkeit“, sagt Christian Lutz, CEO und Mitbegründer von Crate.io. Doch nicht nur SQL-Datenbanken werden durch CrateDB ersetzt. „Viele unserer Kunden tauschen NoSQL-Datenbanken, wie zum Beispiel Cassandra und MongoDB aufgrund des einfachen Einsatzes und der benutzerfreundlichen Integration, durch CrateDB aus.“

Die Architektur von CrateDB

Das Besondere an der Datenbank ist seine Architektur. CrateDB ist eine Open-Source-Datenbank, die in Java geschrieben ist und SQL-Befehle für das Daten-Management verwendet. Allerdings basiert der Aufbau der Datenbank auf einem NoSQL-Ansatz und integriert vollständig durchsuchbare dokumentenorientierte Data Stores (zum Beispiel für strukturierte und semistrukturierte, JSON- und Geodaten).

CrateDB verwendet den SQL Parser von Presto, einer von Facebook entwickelten Analyse- und verteilen Abfrage-Engine für Big Data. Außerdem integriert die Datenbank das Transportprotokoll und die Cluster-Erkennung von Elasticsearch und Apache Lucene sowie Netty als asynchrones, ereignisgesteuertes Framework für Anwendungen im Netzwerk.

Crate.io entschied sich vor allem aus einem Grund für den SQL-Ansatz. „SQL ist immer noch die am weitesten verbreitete Abfragesprache unter Datenbankentwicklern“, sagt Lutz. „Und auch wenn wir nicht die komplette Palette an SQL-Technologie in CrateDB vereinen, ist unser Ansatz demokratischer [im Vergleich zu MongoDB oder CouchDB, Anm. des Redakteurs].“

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Der Open-Source-Ansatz macht sich nach Angaben des Crate.io-Mitbegründers bezahlt. „Natürlich ist es ein zweischneidiges Schwert“, sagt Lutz. „Doch niemand, der uns gewählt hat, hätte das getan, wenn wir nicht Open Source wären.“ Neben den über eine Millionen Downloads verweist er auf mehr als 50 Kunden, die die Technologie produktiv einsetzen sowie mehr als 1.000 aktive globale Cluster.

CrateDB 1.0 seit Dezember 2016 generell verfügbar

Im Dezember 2016 gab Jodok Batlogg, CTO und Mitbegründer von Crate.io, die generelle Verfügbarkeit von CrateDB 1.0 bekannt. Zu den zentralen Funktionen, die in Version 1.0 eingeflossen sind, zählen unter anderem Outer Joins und Subselects, bedingte und trigonometrische Funktionen, Schema- und Metadaten-Schnittstellen, eine schnellere INSERT Performance, Read-only Nodes sowie Zugang zu CrateDB über das binäre PostgreSQL wire protocol v3.

Crate.io bietet auf seiner Website eine Dokumentation für den Installations- und Konfigurationsprozess. Das Unternehmen bietet drei Preismodelle (Ascent, Base Camp und Summit) an, die unterschiedlichen Support-Levels beinhalten. Für detaillierte Preisinformationen zu den einzelnen Support-Levels müssen Interessenten Crate.io kontaktieren.

CrateDB lässt sich auf der Website des Unternehmens kostenlos herunterladen. Unterstützt werden Linux (unter anderem Arch Linux, Debian, Red Hat und Ubuntu), Windows und Mac OS X als lokale Betriebssysteme. Für Windows ist das Java SE Development Kit 8 Voraussetzung. Die Datenbank ist unter der Apache-2.0-Lizenz veröffentlicht.

Neben einer lokalen Installation ist der Einsatz auf einer Cloud-Plattform möglich. Unterstützt werden Packet, Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und IBM SoftLayer. Zusätzlich lässt sich CrateDB als Image in einem Container einsetzen. Hierbei unterstützt Crate.io Docker, Docker Cloud, ContainerShip und CoreOS.

Im folgenden Video (Englisch) erläutern Jessica Rose und Jodok Batlogg die Idee hinter CrateDB und für welche Szenarien sich das Datenbanksystem einsetzen lässt:

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Artikel wurde zuletzt im April 2017 aktualisiert

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