Faktoren für den Erfolg von Platform as a Service (PaaS)

Mit Platform as a Service erfolgreich zu sein, ist für viele Firmen eine Herausforderung. Experte Geva Perry erklärt, wie man die richtige PaaS wählt.

Mit Platform as a Service (PaaS) erfolgreich zu sein, ist für viele Organisationen eine Herausforderung. Angefangen...

bei der Sprachunterstützung bis zur Flexibilität der Infrastruktur müssen Entwickler viele Dinge berücksichtigen, wenn sie sich für die richtige PaaS für ihre Cloud-Entwicklungsvorhaben entscheiden wollen.

Geva Perry, ehemals General Manager der Cloud-Computing-Sparte bei GigaSpaces Technologies, erklärt im Gespräch, wie man heute zu einer „State-of-the-Art“-PaaS kommt. Das Gespräch fand im Rahmen der Java University der TechTarget BAA Group statt. Dort geht es um Java-Entwicklungsprobleme sowie wichtige Technologien, die in den letzten Jahren Auswirkungen auf Java hatten.

Zunächst erklärt Perry, wie Cloud-Entwicklung und Platform as a Service zusammenhängen: „PaaS bedeutet nicht zwangsläufig Entwicklung in der Cloud. Die Entwicklung erfolgt normalerweise noch auf dem lokalen Rechner des Entwicklers. Das Ziel von PaaS ist die einfachere Bereitstellung von Anwendungslaufzeiten.“

Damit PaaS dieses Ziel für eine Organisation erreicht, müssen Entwicklungsabteilungen den Anbietern im Vorfeld einige Fragen stellen: Welche Sprachen werden unterstützt, wie viel Skalierbarkeit lässt sich erreichen und wie einfach ist es, Anwendungen in der Zukunft von der PaaS zu nehmen?

Java-versierte Entwickler möchten natürlich mit Java arbeiten. Es gibt in der Cloud zwar inzwischen Java-Tools, aber noch nicht lange. Aufgrund der hohen Zahl technischer Komponenten bot sich Java laut Perry lange Zeit nicht für PaaS an.

„Als die Cloud aufkam, lag der Schwerpunkt eher auf Infrastructure as a Service, weshalb die Programmiersprache keine Rolle spielte“, sagt Perry. Heute sieht das schon anders aus: „Inzwischen gibt es mehrere PaaS-Angebote speziell für Java.“

Je nach eingesetztem Java-Tool können Entwickler in unterschiedlicher Stärke mit der altbekannten Anbieterabhängigkeit rechnen. Man würde meinen, in der Cloud sei dies anders, doch auch hier kann man sich unabsichtlich in die Abhängigkeit begeben.

Der Code einer Anwendung muss auf bestimmte Art geschrieben werden, um auf einer bestimmten PaaS zu laufen, doch manche Plattformen sind hier restriktiver als andere. „Darauf sollten Entwickler unbedingt achten“, rät er. Sie sollten Folgendes fragen: Welche Auswirkungen hat es, wenn ich meine Anwendung einmal von dieser PaaS auf eine andere verschieben möchte?

Bevor Unternehmen sich auf eine PaaS festlegen, müssen sie auch den Aspekt der Skalierbarkeit berücksichtigen. Denn für viele ist vor allem ausschlaggebend, dass PaaS beim Aufbau einer skalierbaren Infrastruktur die Schwerstarbeit übernimmt.

„Das Schöne daran ist ja, dass man sich nur auf seine eigene Geschäftslogik oder den einzigartigen Code konzentrieren muss, der die eigene Anwendung von anderen unterscheidet“, erklärt Perry. „Um Skalierbarkeit, hohe Verfügbarkeit, Performance-Probleme, Konfiguration und sämtliche Updates kümmert sich die PaaS – eventuell sogar um einige Sicherheitsaspekte.“

Trotzdem mag das Gelingen einer State-of-the-Art-PaaS einigen Entwicklern wie ein Drahtseilakt vorkommen. „Sie tauschen Kontrolle gegen Benutzerfreundlichkeit ein und geben die Kontrolle über die Infrastruktur ab, um flexibler zu werden“, ist Perry überzeugt.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2015 aktualisiert

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