IBM Watson Cognitive Computing: Warum BMW und IBM künftig kooperieren

IBM und BMW erforschen zukünftig gemeinsam intelligente Fahrassistenzsysteme. IBM Watson Cognitive Computing soll das Fahrerlebnis personalisieren.

Dieser Artikel behandelt

Data Mining

Glaubt man den Schlussfolgerungen der IBM-Studie A new relationship – people and cars (hier als PDF erhältlich),...

möchten Kunden heute vor allem Autos kaufen, die zu ihrem Lifestyle passen. Dazu gehören auch intelligente Fahrassistenzsysteme, die das Fahrerlebnis für den Fahrer personalisieren.

Als Folge entwickeln sich Fahrzeuge weg von reinen Transportmitteln, hin zu beweglichen Data Centern mit integrierten Sensoren und Computern, die Informationen über das Auto in Echtzeit aufzeichnen und verarbeiten. Auch wenn diese Aussage der Studienautoren in den meisten Fällen noch Zukunftsmusik ist, zeigt die nun geschlossene Kooperation zwischen IBM und BMW, dass sich IT bei den meisten Automobilherstellern zu einem strategischen Thema entwickelt hat.

IBM Watson als Schnittstelle zwischen Fahrer und Automobil

Im Rahmen der neuen Kooperation möchten BMW und IBM auf Basis von IBM Watson einen intelligenten Fahrassistenten entwickeln, der als Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Fahrer arbeitet und helfen soll, die Interaktion mit dem Auto natürlicher zu gestalten. In einem Pilotprojekt wird IBM Watson dabei in eine Reihe von BMW i8 Hybrid-Autos integriert.

Um das zu realisieren, arbeitet eine Gruppe von BMW-Ingenieuren mit einem IBM Team im Watson IoT-Forschungszentrum in Münschen zusammen. Ziel ist es, Watson als Dialogschnittstelle zu verwenden, so dass die Fahrassistenzsysteme in den BMW-Fahrzeugen ihre Fahrer besser verstehen und diese eine personalisierte Nutzererfahrung erleben. Hierfür kommen nach Angaben von IBM Prototyplösungen auf Basis der IBM Cloud-Plattform Bluemix zum Einsatz.

„Watson verändert die Art, wie Menschen mit ihrer Umwelt interagieren – sei es an ihrem Arbeitsplatz, zu Hause oder auf der Straße“, sagt Harriet Green, weltweit für den Bereich IBM Watson IoT verantwortlich. „Mit der Vereinbarung unserer beiden Unternehmen schaffen wir gemeinsam die Grundlage, dass Autofahrer von Watsons Konversations- und Machine-Learning-Fähigkeiten profitieren können.“

IBM geht davon aus, dass Automobile auch in Zukunft als persönliche Transportmittel verwendet werden, sich das Fahrerlebnis aber in den kommenden Jahren tiefgreifend verändern wird. Damit setzt das Unternehmen auf eine eigene Lösung, die sich zwischen autonomen Fahr- und Carsharing-Modellen ansiedelt, die andere IT- und Automobilunternehmen verfolgen.

Weitere IBM-Partnerschaften im Automotive-Bereich

IBM ist bereits in der Vergangenheit strategische Partnerschaften mit Unternehmen aus dem Automobilsektor eingegangen. Neben der Kooperation mit BMW hat das Unternehmen im Oktober 2016 eine IoT-Partnerschaft mit dem Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler angekündigt. Hierbei soll der gesamte Business-Prozess für Kunden mit den kognitiven Fähigkeiten von IBM Watson und den Messungen von Sensoren transparenter und effizienter gestaltet werden.

Bereits einige Jahre läuft die Partnerschaft mit dem Automobilzulieferer Continental. Innerhalb der Kooperation entwickeln IBM und Continental gemeinsame Lösungen zum vollständig vernetzten Fahrzeug für Automobilhersteller. Ein Ergebnis dieser IoT-Partnerschaft ist eine im September 2015 auf der IAA vorgestellte Cloud-basierte Automotive-Plattform. Die Plattform führt Fahrzeug- und Umgebungsdaten (zum Beispiel Gefährdungen auf einer Strecke, Verkehrsfluss und Wetter) zusammen und analysiert diese, so dass sich neue Anwendungen hierfür entwickeln lassen.

Sechs Ergebnisse der IBM-Studie „A new relationship – people and cars“:

Autos sind künftig selbstheilend: Automobile werden immer besser in der Lage sein, nicht nur Eigendiagnosen zu stellen, sondern für sich selbst oder andere Fahrzeuge ohne menschliche Hilfe Problemlösungen umzusetzen.

Autos sind künftig selbstvernetzend: Fahrzeuge werden sich selbständig mit ihrer Umwelt und anderen Fahrzeugen vernetzen.

Autos sind künftig selbstlernend: Automobile mit kognitiven Fähigkeiten lernen, Fahrer und Umwelt besser zu verstehen und können dadurch fundierte Vorschläge machen.

Autos sind künftig selbstfahrend: Fahrzeuge werden in Zukunft vollständig autonom unterwegs sein können.

Autos sind künftig selbstkonfigurierend: Automobile passen sich automatisch an die persönlichen Vorlieben ihrer Fahrer an (zum Beispiel Sitzeinstellung, Navigationsziele etc.).

Autos sind künftig selbstintegrierend: Wie andere smarte Geräte werden Autos zu einem integralen Bestandteil des Internet der Dinge und werden die unterschiedlichsten Daten mit ihrem Ökosystem teilen.

Folgen Sie SearchEnterpriseSoftware.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

Artikel wurde zuletzt im Dezember 2016 aktualisiert

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Data-Mining

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchStorage.de

SearchNetworking.de

SearchDataCenter.de

Close