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SAP HANA: Die In-Memory-Lösung von SAP verstehen und nutzen

Eine umfassende Auswahl von Artikeln, Videos und mehr, die von unseren Redakteuren gewählt wurden.

In-Memory im Mittelstand: Was SAP HANA wirklich bringt

Gegen die Anschaffung von SAP HANA sprechen in KMUs vor allem die hohen Kosten. Dennoch gibt es bezahlbare HANA-Optionen für mittelständische Firmen.

Zu komplex, zu teuer, zu mächtig für mittelständische Firmen. Diese Meinung über SAP-Software war lange Zeit verbreitet....

Anders heute: Viele mittelständische Betriebe verwalten ihre Geschäftsprozesse ganz selbstverständlich mit einer SAP-Anwendung und bilden selbst branchentypische Abläufe darin ab. Oft sind die Prozesse bei Mittelständlern genauso komplex wie in Großkonzernen. Die verschiedenen Geschäftsprozesse gehören häufig auch zu vielen verschiedenen Branchen und die Unternehmen agieren zudem international, mit Niederlassungen und Produktionswerken rund um den Globus.

Big Data braucht In-Memory

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Um die Unternehmensleistung weiter zu steigern und den wirtschaftlichen Erfolg zu erhöhen, ist für Mittelständler eine effiziente IT-Unterstützung wettbewerbsrelevant. Die technische Grundlage für den Aufbau durchgängiger Prozesse und transparenter Daten- und Werteflüsse bilden moderne, integrierte ERP-Systeme, die an branchentypische Anforderungen angepasst sind. SAP bietet mittelständischen Betrieben unterschiedlicher Größen dafür drei verschiedene Lösungsangebote. Das ERP-Paket SAP Business One ist für kleine Betriebe mit einfacheren Prozessen gedacht. Die ERP-On-Demand-Lösung SAP Business ByDesign richtet sich an Firmen, die bereits komplexere Abläufe haben und oft auch international agieren. Die modular aufgebauten und voreingestellten SAP-Business-All-in-One-Anwendungen, die auf SAP Best Practices basieren, sind speziell für die Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen unterschiedlicher Branchen konzipiert. Die „schlüsselfertigen“ Branchenpakete erweitern die Kernprozesse des SAP-ERP-Systems und bilden End-to-End-Prozesse wie „Engineer-to-Order“, „Make-to-Order“ oder „Configure-to-Order“ ab.

Als zunehmend wettbewerbsrelevant erweist sich in mittelständischen Firmen, insbesondere wenn sie global agieren, die Bewältigung großer Mengen strukturierter wie auch unstrukturierter Daten (Big Data). Von ihrer SAP-Lösung erwarten Mittelständler daher, dass sie diese Datenfülle blitzschnell bewältigt. Gleichzeitig sollen Abfragen und Analysen nahezu in Echtzeit möglich sein, damit zeitnah auf Veränderungen am Markt oder Nachfrageschwankungen reagiert werden kann. Diese Anforderungen lassen sich mit herkömmlichen Datenbanken nicht erfüllen, doch mit einer In-Memory-Plattform wie SAP HANA. Damit können Datensätze aus den transaktionalen und OLAP-basierten SAP-Anwendungen im Hauptspeicher der Server vorgehalten und Cache-optimiert parallel auf mehreren Prozessoren verarbeitet werden. Somit lassen sich selbst extrem komplexe Geschäftsprozesse und große Datenmengen zügig abarbeiten und Datenanalysen sind in wenigen Sekunden erledigt.

SAP-Mittelstandslösungen: Fit für den In-Memory-Betrieb

Geht es um den Einsatz von SAP HANA in mittelständischen Betrieben, gibt es Vorbehalte. „Gegen den Einsatz von SAP HANA spricht vor allem die erforderliche Anschaffung von neuer Hardware. Denn die In-Memory-Software von SAP nutzt eine dedizierte Rechnerplattform.“ So lautet ein Fazit der Studie "SAP Business Suite powered by SAP HANA", für die das Beratungshaus Pierre Audoin Consultants (PAC) mehr als 100 IT- und SAP-Verantwortliche aus SAP-Anwenderunternehmen befragt hatte. Die PAC-Analysten haben dabei noch nicht einmal die Lizenzkosten für SAP HANA berücksichtigt. Für 60 Prozent der Umfrageteilnehmer sei in den nächsten drei Jahren die Anschaffung von SAP HANA aus Kostengründen nicht relevant.

Eine andere Rechnung macht dagegen der US-Marktforscher Forrester Research in der von SAP beauftragten und nicht repräsentativen Untersuchung „Projected Cost Analysis of the SAP HANA Platform“ auf. Durch den Einsatz der In-Memory-Plattform könnten im Vergleich mit einem relationalen Datenbank-Management-System (RDMS) im Einzelnen mehr als 70 Prozent an Kosten für Software, 15 Prozent für Hardware und 20 Prozent für Administration und Entwicklung eingespart werden. Unter dem Strich errechnete der US-Marktforscher, dass sich mit SAP HANA über eine Laufzeit von drei Jahren die Nettokosten für den IT-Betrieb im Schnitt um 11,6 Millionen US-Dollar senken lassen. Grundlage für die Berechnungen, die nach der Forrester eigenen Total-Economic-Impact-Methode (TEI) erfolgten, waren im Wesentlichen die Interviews mit vier SAP-Kunden, die seit längerem die HANA-Plattform einsetzen.

Doch diesen Einsparungen stehen zunächst Ausgaben in nicht unbeträchtlicher Höhe gegenüber. Für Mittelständler ist die Migration ihrer SAP-Software auf SAP HANA daher ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor ist. Sie müssen Geld für die Anschaffung neuer Hardware in die Hand nehmen, gleichzeitig fallen noch die Lizenzkosten für die SAP-HANA-Software an. Die In-Memory-Plattform wird nämlich als Appliance ausgeliefert, einer Kombination aus SAP-Softwarekomponenten und maßgeschneiderter Hardware. Damit auch mittelständische Unternehmen von den Vorzügen der In-Memory-Technologie profitieren können, bietet SAP den schnellen und kostengünstigen Einstieg über die SAP HANA Edge-Edition oder die SAP HANA Enterprise Cloud an.

Mehr über die einzelnen SAP-HANA-Versionen für den Mittelstand und den Preismodellen lesen Sie in einem Beitrag, der am 14. August erscheint.

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Artikel wurde zuletzt im August 2014 aktualisiert

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