SAP-Apps für mobile Prozesse: Fiori, Syclo, Individual-App und Co.

Mit kundenspezifischen SAP-Apps, entwickelt auf Basis der „Design-Thinking“-Methode, können Unternehmen neue und individuelle Mobilprozesse aufbauen.

Durch den Einsatz mobiler Apps wollen Firmen der Konkurrenz den entscheidenden Schritt voraus sein. CIOs stellt...

dies vor komplexe Aufgaben: Sie müssen in Abstimmung mit dem Management und den Fachbereichen eine unternehmensweit einheitliche Mobile-Strategie entwickeln und umsetzen, die zudem im Einklang mit Compliance- und Security-Anforderungen steht. Für den mobilen Einsatz sind die Geschäftsziele festzulegen und die Geschäftsprozesse zu ermitteln, in denen mobile Lösungen einen konkreten geschäftlichen Mehrwert bringen. Ebenso müssen die Business-Szenarien identifiziert werden, in denen der Aufbau neuer mobiler Prozesse Wettbewerbsvorteile verspricht.

Mobile Prozesse konfigurieren

Einfache SAP-Standardprozesse und Self-Service-Aufgaben, wie etwa die Erfassung von Arbeitszeiten oder die Bestätigung von Reisekosten, können schnell und effizient mit den „Out of the Box“-Apps aus der SAP-Fiori-Sammlung ausführt werden. Für die Optimierung komplexerer Abläufe, etwa im Service- und Anlagenmanagement oder in der Lagerwirtschaft, eignen sich wiederum Enterprise-Apps wie die SAP Syclo Solutions, die in das SAP-Back-End-System integrierbar sind. Damit lassen sich durchgängige Prozessketten aufbauen und die einzelnen Arbeitsschritte automatisieren. Per Konfiguration können Syclo-Apps an die individuellen Prozesse beim Kunden angepasst werden. Ergänzt werden die Enterprise-Apps um mobile Analytics-Anwendungen wie die SAP BusinessObjects Mobile App 5.0.

In drei Schritten zur kundenspezifischen App

Oft hat ein Unternehmen gegenüber der Konkurrenz die Nase nur dann vorn, wenn es mit einer mobilen Lösung neue und innovative Prozessketten aufbauen kann. In diesen Fällen erweist sich die Entwicklung einer kundenspezifischen Mobilanwendung als Königsweg, die in der Regel in drei Schritten erfolgt.

Zunächst erarbeiten und definieren die betroffenen Fachbereiche gemeinsam mit Mitarbeitern des SAP Mobility Design Center die Anforderungen an die spätere mobile Anwendung. Um die Bedürfnisse und Wünsche der Endanwender von Beginn an in den Designprozess einzubinden, kommt das „Design Thinking“ als kreative Methode zum Einsatz. Die kollektiven Ideen und Vorschläge der späteren Endbenutzer werden anschließend nach Bedienfunktionen unterteilt und in einer "Persona", also einem fiktiven Endanwender, verdichtet. Danach werden die ersten Prototypen entwickelt und vom Kunden validiert.

Im Unterschied zur klassischen Applikationsentwicklung wird bei einer kundenspezifischen App zuerst die Benutzeroberfläche entworfen. Durch die Anwendung der agilen Scrum-Methode lassen sich fachliche Anforderungen wie auch Änderungswünsche schnell und in hoher Qualität umsetzen. Sobald das Oberflächendesign der mobilen App abgeschlossen ist, erfolgt die technische Implementierung in die Back-End-Prozesse, die gegebenenfalls zu erweitern sind. Schließlich wird die Mobilanwendung fertig entwickelt und in die bestehenden SAP- und Non-SAP-Systeme integriert.

Schnellstart mit mobilen RDS

Bei der Einführung mobiler Prozesse geben häufig die Fachbereiche und Führungskräfte das Tempo vor, dem die CIOs dann folgen müssen. Da der Zeitraum vom Proof of Concept bis zum Produktivstart häufig kurz ist, müssen die Komplexität bei der Implementierung einer mobilen App und damit auch das Risiko eines Fehlschlags reduziert werden.

SAP bietet dafür unter dem Namen „SAP Rapid Deployment Solution (RDS) für mobile Apps und mobile Infrastruktur“ vorkonfigurierte mobile Lösungspakete an, die sofort installiert und schnell in Betrieb genommen werden können – teilweise binnen einer Woche. Die mobilen Schnellstartlösungen beinhalten SAP-Standardfunktionen, modellierte und beschriebene Best-Practice-Prozesse sowie Implementierungs- und Integrationsservices. Mobile RDS gibt es derzeit unter anderem für die SAP Mobile Platform, für SAP Afaria, für Mobile Analytics zur Visualisierung von „Big Data“ aus SAP HANA, für den SAP Work Manager by Syclo oder für Mobile Sales unter SAP CRM.

Modular wie ein Legobausatz

Die mobilen RDS von SAP sind ähnlich wie Legobausätze aufgebaut. Die verschiedenen Pakete und einzelne Bausteine daraus können miteinander kombiniert und um benutzerdefinierte Elemente ergänzt werden. Dadurch sollen Unternehmen rasch den Einstieg in die mobile SAP-Welt finden. Dringende Anforderungen können mit den mobilen RDS sehr zeitnah umgesetzt und danach sukzessive um zusätzliche Mobile-Szenarien erweitert werden. Bei der Einführung einer mobilen RDS gewährleistet SAP über den Coaching-Ansatz auch den nötigen Wissenstransfer zum Kunden.

Voraussetzung für die technische Umsetzung der unternehmensweiten Mobilstrategie ist eine mobile Infrastruktur und Entwicklungsumgebung wie SAP Mobile Platform. Auf dieser Plattform lassen sich alle Arten mobiler Standard-Apps bereitstellen, betreiben, im Unternehmen verteilen und verwalten sowie kundenspezifische Apps entwickeln.

Mobile Strategie in sieben Schritten umsetzen

Dirk Schmidt, Principal Solution Architect Mobile Services bei SAP Consulting, zeigt in einem Webseminar, wie Unternehmen ihre mobile Strategie in sieben Schritten umsetzen können. Diese sind:

  1. Mobile Strategie für das gesamte Unternehmen oder die Fachabteilungen definieren;
  2. Gewinnbringende mobile Szenarien identifizieren, wobei Business und IT zusammenarbeiten;
  3. Design-Thinking-Workshops starten, um herauszufinden, welche Wettbewerbsvorteile und Prozessverbesserungen mobile Apps bringen, und Prototypen für die Zielapplikation erstellen;
  4. Integrierte mobile Lösungsarchitekturen aufbauen;
  5. Komplexität und Risiken bei der Implementierung durch mobile Best Practices „SAP Rapid Deployment Solution (RDS) für mobile Apps und mobile Infrastruktur“ reduzieren;
  6. Mobile Gesamtlösung optimieren und individuell anpassen;
  7. Unternehmensweit verbindliche Richtlinien und Prozesse für das Anforderungsmanagement und die Entwicklung mobiler Apps (Governance & Excellence) definieren.

 

Artikel wurde zuletzt im August 2013 aktualisiert

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