SAP S/4HANA soll neue Ära im Enterprise Resource Planning (ERP) einläuten

Der Markterfolg von SAP S/4HANA wird für SAP zur Nagelprobe und hängt davon ab, wie viele SAP-Kunden auf die neue Applikations-Suite umsteigen.

SAP hat im Februar 2015 die Markteinführung einer neuen Version seiner SAP Business Suite bekannt gegeben, die ausschließlich auf der In-Memory-Plattform SAP HANA läuft. Allmählich wird klar, dass das kühne Vorhaben ein logischer Schachzug ist. Für die neue Produktfamilie SAP Business Suite 4 SAP HANA, besser bekannt unter dem Namen SAP S/4HANA, wurden 400 Millionen Codezeilen umgeschrieben beziehungsweise völlig neu geschrieben. Kunden sollen dadurch künftig von deutlich einfacheren Datenmodellen profitieren; zugleich soll die zu verarbeitende Datenmenge auf ein Zehntel des bisherigen Datenvolumens schrumpfen. In Summe verspricht SAP seinen Kunden mit dieser „Run-Simple“-Strategie eine neue Welt voll blitzschneller Transaktionen und Analysen – egal ob SAP S/4HANA on Premise installiert ist oder über eine Public Cloud oder eine Managed Private Cloud bereitgestellt wird.

Doch es erweist sich als schwierig, dieses Ziel allein auf der Basis einer bisher vagen Roadmap und eher wolkiger Nutzenversprechen auch zu erreichen. Analysten kommen aufgrund der Gespräche mit ihren Kunden und der Ankündigung von SAP zu dem eindeutigen Urteil: Vor dem Softwarehersteller aus Walldorf liegt noch eine Menge Arbeit, damit die Vision zur Wirklichkeit werden kann.

„Die Markteinführung von S/4HANA wirft bei SAP-Kunden mehr Fragen auf, als sie an Antworten liefert, was nicht zuletzt auch an der Unsicherheit im Hinblick auf die Roadmap liegt“, sagt Nigel Rayner, Vice President bei Gartner. „Wir raten daher Bestandskunden wie auch künftigen Kunden der Walldorfer, den Konzern zu drängen, weiterführende Informationen bereitzustellen, bevor sie eine Entscheidung zugunsten einer SAP-S/4HANA-Edition fällen.“

Bei der Umstellung auf SAP S/4HANA ist Vorsicht geboten

Rayner warnt Unternehmen – auch die Early Adopters – vor einer übereilten Entscheidung. Bevor SAP S/4HANA eingeführt werden kann, müssen erst noch wichtige Kernfragen zur Verfügbarkeit, zum Lizenzmodell sowie zur Migration und zur Integration mit anderen SAP-Lösungen beantwortet werden.

„Dieser Prozess kommt jetzt allmählich in Gang, weil SAP damit beginnt, einige dieser Fragen zu klären. Allerdings hören wir bei Gartner noch viele widersprüchliche Aussagen“, so Rayner. Und in der Tat: In dem Forschungsbericht "SAP S/4HANA Is a Transformational Shift for SAP and Its Users, but Hold on to Your Wallets for Now" nimmt Gartner diesbezüglich kein Blatt vor den Mund.

Wir raten SAP-Bestands-kunden wie auch zukünftigen SAP-Kunden, den Konzern zu drängen, weiterführende Informationen bereit-zustellen.

Nigel Rayner, Vice President, Gartner

„Die wichtigste Frage, die mir in Gesprächen immer gestellt wird, ist: Wie viele Fähigkeiten und Kernfunktionen aus dem bestehenden SAP-ERP-System (ECC 6) werden in SAP S/4HANA aufgehen und ab welchem Zeitpunkt?“, sagt Joshua Greenbaum, Principal Analyst beim Beratungshaus Enterprise Applications Consulting.

„Den Anfang machte ja bekanntlich das Finanzwesen, denn die Anwendung SAP Simple Finance ist bereits auf dem Markt. Eine weitere Simple-Lösung für die Logistikprozesse soll demnächst folgen, und auch für die übrigen Geschäftsbereiche ist die Markteinführung weiterer Simple-Pakete bereits angekündigt. Ebenso werden die SAP-Ariba- und die SAP-SuccessFactors-Plattform auf SAP S/4HANA umgestellt – das soll im Laufe des Jahres 2016 geschehen.“

Laut Greenbaum müssen CIOs aber möglichst genau Bescheid wissen, zu welchem Zeitpunkt bestimmte Funktionen verfügbar sind, um ihre IT-Abläufe auch ordnungsgemäß planen zu können. „Was das angeht, hat SAP bisher nur sehr vage Angaben gemacht. Alle Augen waren daher auf die diesjährige SAPPHIRE NOW (Anm. der Redaktion: 5.–7. Mai 2015 in Orlando, Florida) gerichtet in der Hoffnung, dass SAP dort nähere Details zur Roadmap bekannt geben würde“, so Greenbaum.

In der Zwischenzeit veröffentlicht SAP nähere Einzelheiten zu SAP S/4HANA nur scheibchenweise. Unter anderem wird in dem Beitrag „SAP S/4HANA: 13 Fragen an SAP“ darauf eingegangen, dass die Verfügbarkeit der Applikationssuite SAP S/4HANA auch von der Art ihrer Implementierung abhängt. SAP erklärt in dem Beitrag zum Beispiel, dass SAP S/4HANA bereits heute für On-Premise-Kunden verfügbar ist und dass Kunden mit dem Anwendungspaket SAP Simple Finance ein neues und vereinfachtes Finanzsystem erhalten. Im gleichen Atemzug wird festgestellt, dass mit SAP Simple Logistics das nächste große SAP-S/4HANA-Anwendungspaket nicht vor Ende dieses Jahres auf den Markt kommen wird. Das heißt: Die Feststellung „jetzt verfügbar“ bedeutet nicht, dass es jetzt auch tatsächlich schon zu haben ist.

SAP S/4HANA: Fragen über Fragen bei der Lizenzierung

Laut SAP werden durch die Anwendungen für das Finanzwesen und die Logistik zum Glück die meisten Funktionen in einem ERP-System bereits abgedeckt. Das wiederum bedeutet, dass im Rahmen von On-Premise-Installationen in SAP S/4HANA gegen Ende 2015 die meisten ERP-Kernfunktionen verfügbar sein werden. Den Angaben des Softwareherstellers zufolge sollen 2016 auch das Projektsystem (PS) und die Anwendungen für das Qualitätsmanagement (QM) sowie für den Vertrieb (SD) vereinfacht werden.

Wer SAP-Kunde ist und zum Beispiel auf eine spezielle Simple-Lösung für den Vertriebsprozess wartet, für den ist bereits 2016 als Zeitangabe ein wenig vage. Doch es gibt noch mehr Verwirrung. Man denke nur an die Cloud-Angebote von SAP: Der Konzern teilte mit, dass Kunden die komplette S/4HANA-Suite nutzen können, wenn Anfang 2015 eine Public-Cloud-Version und im zweiten Quartal 2015 eine Version für die SAP Managed Cloud veröffentlicht wird.

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Oberflächlich betrachtet, scheint auch die Kostenstruktur von SAP S/4HANA zunächst relativ einfach zu sein. Laut SAP ist die S/4HANA-Suite ein neues Softwareprodukt und somit auch für SAP-Business-Suite-Bestandskunden, die Wartungsgebühren zahlen, nicht kostenfrei erhältlich. Werden die Kunden zunächst grummeln und dann trotzdem bezahlen? Das ist schwierig zu sagen, doch zwei Dinge hat SAP klargemacht:

  1. SAP S/4HANA ist für den Softwarekonzern das strategische Kernprodukt auf dem Weg in die Zukunft.
  2. Die Gewährleistung der Mainstream-Wartung für die Kernanwendungen der SAP Business Suite 7 wurde von SAP erweitert und ist bis 2025 gewährleistet. Kunden werden somit nicht zu einem baldigen Umstieg auf S/4HANA gezwungen.

Trotzdem ist SAP darauf aus, dass die Kunden möglichst schnell auf S/4HANA wechseln. Kunden, die die SAP-HANA-Plattform für die SAP Business Suite lizenziert haben – nach Angaben von SAP zurzeit mehr als 2.000 Unternehmen –, sind berechtigt, über eine sogenannte Lizenz-Promotion, die Ende des dritten Quartals 2015 endete, ein kostenfreies Upgrade auf SAP S/4HANA auszuführen. Auch Unternehmen, die jetzt Lizenzen für SAP S/4HANA erwerben, profitieren, denn sie erhalten auf den offiziellen Preis eine Ermäßigung von 15 Prozent. Für Neukunden ist der Kauf von SAP S/4HANA-Lizenzen ebenfalls einfach, da in diesem Fall keine Wartungs- oder Altverträge existieren. Speziell für den Betrieb von SAP S/4HANA in der Cloud hat SAP bisher aber noch kein eigenes Lizenzmodell angekündigt, sondern lediglich preisgegeben, dass die Lizenzierung subskriptionsbasiert sein wird.

HANA statt AnyDB: Was passiert mit Datenbanken von IBM, Microsoft und Oracle?

Bei vielen SAP-Kunden, die Investitionen in SAP S/4HANA tätigen, finden diese nicht in einem SAP-Vakuum statt. Die meisten Großunternehmen fahren bei IT-Investitionen einen Mix, was auch Ausgaben für Datenbank-Management-Systeme (DBMS) von Drittanbietern einschließt. Angeschafft werden insbesondere DBMS von Oracle, Microsoft oder IBM. CIOs, die zeitnah auf SAP S/4HANA wechseln wollen, müssen also vorab Klarheit darüber schaffen, wie sie aus einem bestehenden DBMS-Lizenzvertrag herauskommen. Andernfalls müssen sie abwarten, bis dieser ausläuft. In beiden Fällen ist eine Überlappung der Kosten unvermeidlich. Speziell bei einer unternehmensweit gültigen Datenbanklizenz, die auch für SAP-Lösungen genutzt wird, kann dies zu Problemen führen.

„Das Thema Datenbanklizenzen ist immer interessant; vor allem ist es seit der Markteinführung von SAP HANA sehr komplex geworden“, konstatiert Greenbaum. „Bei einer Installation auf der grünen Wiese stellt sich diese Frage selbstverständlich nicht. Auch für Kunden, die ihre Oracle- oder IBM DB2-Lizenz direkt über SAP im Rahmen einer OEM-Vereinbarung bezogen haben, ist die Lizenzfrage kein Thema; hier muss sich vielmehr SAP damit auseinandersetzen. Wer aber zum Beispiel eine Oracle-Datenbank auf Basis einer Site-Lizenz, das heißt einer zweiten Lizenz, gekauft und diese auch auf den Betrieb von SAP-Applikationen erweitert hat, für den ist diese Frage kein Klacks. Er muss dann nämlich Vertragsverhandlungen mit Oracle führen und kann sicher sein, dass der Konzern ihm diese nicht gerade einfach machen wird.“

Weiter sagt Greenbaum, er wünsche sich von SAP eine offene Diskussion mit dem Markt über die langfristigen Einsparpotenziale von SAP S/4HANA, verglichen mit den Kosten, die bei einer vorzeitigen Kündigung der Lösungen von Drittanbietern anfallen. „Wer zum Beispiel seine Oracle-Datenbank nicht mehr benötigt, weil er auf die SAP-S/4HANA-Suite in der Cloud umsteigt, kann die Kosten für die IT-Infrastruktur sowie die Wartungs- und Lizenzkosten für die Datenbank drastisch reduzieren. Obendrein profitieren Kunden von einem deutlich schnelleren Datendurchsatz und allen anderen Funktionen, die eine In-Memory-Datenbank bietet. Ich hoffe, dass SAP diese Kostenvorteile wie auch die weiteren Vorzüge in Zukunft klarer formuliert als bisher“, erläutert Greenbaum weiter.

Doch selbst wenn es SAP gelingt, konkrete Anwendungsfälle, Kundenerfolgsgeschichten und positive Kalkulationen für den Return on Investment (RoI) bereitzustellen, werden die Vorzüge von HANA nicht jeden Kunden davon überzeugen, damit die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens zu sichern. „Auch wenn SAP die HANA-Plattform als die Wunderwaffe schlechthin anpreist, wird der Konzern doch einsehen müssen, dass nicht alle Daten ‚erster Klasse fliegen‘ müssen“, kommentiert Holger Kisker, Vizepräsident beim US-Marktforscher Forrester. „Unternehmen benötigen vor allem flexible Lösungen für das Daten-Management, die unterschiedliche Technologien wie relationale Datenbanksysteme (RDBMS), Hadoop Distributed File System (HDFS), Streaming und In-Memory-Datenbanken wie SAP HANA kombinieren. In-Memory wird in Zukunft einen wichtigen Baustein in jeder hybriden Datenarchitektur bilden, doch es ist darin nur eine von mehreren Kerntechnologien“, sagt Kisker.

Einige Analysten sind mittlerweile der Meinung, dass sich die gesamte Datenbankindustrie immer weiter von den traditionellen relationalen Datenbanksystemen wegbewegt. „Ich bin überzeugt, dass das Zeitalter des eigenständigen RDBMS vorüber ist“, sagt etwa John Appleby, Global Head für SAP HANA beim Beratungsunternehmen Bluefin Solutions. „Die Lösungen, die heute am schnellsten wachsen, sind Anwendungsplattformen, die Applikations- und Datenplattform miteinander verknüpfen. Dazu zählen SAP S/4HANA, Oracle Fusion, die Salesforce-Plattform oder die Anwendungen von Workday. Allen gemeinsam ist eine integrierte Technologieplattform, was wiederum bedeutet, dass der Markt für eigenständige RDBMS mittelfristig schrumpfen wird.“

Integration und Migrationspfade für SAP S/4HANA

Wie SAP seine ERP-Kunden bei der Migration auf SAP S/4HANA unterstützt, wird für den Softwarekonzern künftig eine der wichtigsten “Wild Cards” sein. In einem aktuellen Dokument wird neben einer Darstellung der grundlegenden Integrations- und Migrationspfade unter anderem auch diese Frage beantwortet. Zum Beispiel muss ein typischer SAP-ERP-6.0-Kunde, der eine beliebige Datenbank nutzt und auf SAP S/4HANA wechseln will, zunächst auf das Enhancement Package 7 (EhP 7) für SAP ERP upgraden, dann von der bisherigen Datenbank auf SAP HANA migrieren und schließlich per Exchange Innovations auch den alten Code gegen neuen Code austauschen.

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Ein Kunde, der bereits eine SAP Business Suite powered by SAP HANA einsetzt und auf S/4HANA umsteigen will, muss dagegen lediglich via Exchange Innovations den neuen Code einführen. Darüber hinaus können Kunden auch nur bestimmte SAP-Installationen innerhalb der gesamten SAP-Systemlandschaft auf SAP S/4HANA umstellen und in einer gemischten, nicht disruptiven Umgebung betreiben. Kunden, die SAP S/4HANA aus der Cloud beziehen, bekommen Modifikationen laut SAP über die SAP HANA Cloud Plattform in Form von Erweiterungen (Extensions) bereitgestellt.

Alles in allem scheint der Erfolg von SAP S/4HANA noch keineswegs in Stein gemeißelt zu sein. „Die meisten ERP-Anbieter, die sich an einer kompletten Neufassung ihres Kernsystems versucht haben, waren damit nicht erfolgreich. Aber nehmen wir einmal an, dass bei SAP das Gegenteil eintritt“, meint Frank Scavo, Präsident des Beratungshauses Strativa.

„Dagegen spricht, dass Bestandskunden sich solch umfassenden Veränderungen häufig widersetzen. Oracle musste dies schmerzlich bei seinem Applications-Unlimited-Programm feststellen, denn viele Kunden wollten schlicht und einfach nicht auf Oracle Fusion migrieren. Oracle musste Kunden daher weiterhin die Investitionssicherheit der E-Business Suite sowie der Anwendungen von JD Edwards und Siebel Systems zusichern. Soweit ich es beurteilen kann, hat SAP aber kein Versprechen abgegeben, für immer und ewig den Support der SAP Business Suite auf etwas anderem als HANA zu leisten. Ab einem bestimmten Zeitpunkt werden die Kunden ohnehin zur Migration auf SAP S/4HANA gezwungen sein. Das wird bei diesen nicht gut ankommen, vor allem wenn damit neue Lizenzkosten auf sie zukommen“, erläutert Scavo. „Damit SAP seine Bestandskunden zum Umstieg auf die neue Anwendungssuite bringt, muss das Upgrade aufkommensneutral gestaltet werden. Aber für eine Aktiengesellschaft wie SAP ist das ein schwieriges Unterfangen, da Investoren nun einmal keine geduldige Klientel sind.“

Freier Test Drive von SAP S/4HANA

Laut Greenbaum scheint SAP die Chance zu verspielen, Kunden eine Möglichkeit zu bieten, die Vorteile und den Nutzen von SAP S/4HANA probeweise und kostenfrei zu testen – etwa in Form eines Sandbox-Modells. Würden Kunden, die SAP ERP (ECC 6.0) einsetzen, die Möglichkeit haben, eine Kopie ihres ERP-Produktivsystems in eine SAP-S/4HANA-Cloud zu kopieren, könnten sie vor dem Kauf den Betrieb des bestehenden SAP-Systems auf SAP S/4HANA ausgiebig ausprobieren.

SAP sollte jedem Kunden eine SAP S/4HANA-Sandbox kostenfrei zur Verfügung stellen.

Joshua Greenbaum, Principal Analyst, Enterprise Applications Consulting

„SAP sollte daher jedem Kunden eine SAP S/4HANA-Sandbox kostenfrei zur Verfügung stellen“, schlägt Greenbaum vor. „Das ist wie bei einer Testfahrt: Wenn es sich wirklich um ein völlig neues Fahrerlebnis handeln soll, dann will man es doch vorher auch testen. Wird SAP S/4HANA in einem Sandbox-Szenario zur Verfügung gestellt, kann damit nicht nur gezeigt werden, dass es schneller und preiswerter ist, sondern auch, welche Funktionen schon die Basisversion in einer Cloud-Umgebung mitbringt“, erläutert Greenbaum weiter und fügt hinzu: „Genau durch diese funktionale Vielseitigkeit erhalten Kunden ein annähernd wirklichkeitsgetreues Bild vom Cloud Computing der Zukunft. Das bedeutet nicht, dass Rechenzentren und Mainframes verschwinden werden, doch Unternehmen werden ihre geschäftskritischen Applikationen künftig verstärkt in die Cloud hieven.“

Trotz der vielen offenen Fragen zu SAP S/4HANA scheint Greenbaums optimistische Sicht auch von anderen Analysten geteilt zu werden, die im SAP-Umfeld tätig sind: „Zu diesem Zeitpunkt ist die Markteinführung von S/4HANA genau das Richtige, denn im Bereich der Enterprise-Software stehen umfangreiche Transformationen an“, sagt Appleby von Bluefin Solutions. „Das ist jedoch ein mehrjähriger Prozess. Nachdem 2025 die Mainstream-Wartung für die SAP Business Suite ausläuft, gehe ich davon aus, dass die langsamsten SAP-Kunden noch rund zehn Jahre für den Übergang auf SAP S/4HANA brauchen werden. Es ist das erste Mal, dass mich der SAP-Markt wirklich begeistert, und ich rechne auch in Zukunft mit einer tollen Zeit.“

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Artikel wurde zuletzt im April 2015 aktualisiert

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