SAP macht die In-Memory-Datenbank HANA fit für das Internet der Dinge

SAP plant große Investitionen in das Internet der Dinge. Gemeinsam mit den Kunden sollen Forschung und Projekte auf HANA-Basis vorangebracht werden.

Zwei Milliarden Euro will SAP in den nächsten fünf Jahren in die Forschung für das Internet der Dinge (IoT) und Industrie 4.0 (beziehungsweise das industrielle Internet der Dinge, IIoT) investieren. Das ist eine massive Investition, aber sicherlich sinnvoll. In vielen Branchen und Bereichen wird stark auf IoT gesetzt. SAP integriert IoT in seine Branchenlösungen und Anwendungen für Supply Chain Management (SCM), Analytics und Echtzeitauswertung (Stichwort: SAP HANA) sowie in die Cloud-Infrastruktur.

SAP hat sich in der Vergangenheit als Meister darin erwiesen, Informationsprozesse zu strukturieren und mit komplexen menschlichen Organisationen zu verbinden. Jetzt wollen die Walldorfer ihre Marktführerschaft auch auf die Verbindung von Objekten ausdehnen.

Erst im Januar 2017 meldete das Softwareunternehmen, ein Start-up-Zentrum für das Internet der Dinge in Berlin zu eröffnen. In einem großen IoT-Projekt mit Schwerpunkt Predictive Maintenance kooperiert SAP derzeit mit der italienischen Eisenbahngesellschaft Trenitalia. Dabei wird eine Sensorenflotte mit der Cloud verbunden und in SAP HANA integriert. Ziel ist es, die Zuverlässigkeit des Streckennetzes, die Fahrgastinformationen und die Wartung der Züge mit IoT-Technologie zu verbessern.

Zukauf von Fedem  

SAP  hat sein Angebot für IoT außerdem über einen Zukauf aufgestockt. Der norwegische IoT-Spezialist Fedem Technology wurde im Juni 2016 in die SAP-Familie aufgenommen. Fedem hat Softwarelösungen für die Branchen Öl/Gas, Erneuerbare Energien, Marine und mechanische Industrie entwickelt.

Dahinter stecken dynamische Simulationen für Einsatzdauer und Produktlebenszyklen, welche die vielfachen externen Faktoren berücksichtigen, die etwa bei Ölbohrtürmen oder Windrädern in unruhiger See auftreten können. 

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Forschungsstandorte

Auf der ganzen Welt hat SAP Teams verteilt, die gemeinsam mit den Kunden an der Weiterentwicklung von IoT und HANA arbeiten sollen. Dabei dienen die SAP-Labore als primärer Forschungsstandort und sollen an der Entwicklung und Inkubation von Projekten mitwirken. Dazu zählen wie erwähnt Berlin, aber auch München, Johannesburg, Palo Alto, Sao Leopoldo und Shanghai. Dabei setzt SAP entschlossen auf das B2B-Segment mit den Schwerpunkten Industrie 4.0, Logistik, Urbanisierung und Landwirtschaft.

Laut SAP haben die Kunden an den Forschungsstandorten Zugriff auf Experten und Ressourcen zur Co-Innovation, Design Thinking, interaktive Demos zu Themen, die mit IoT verbunden sind. Dazu zählen zum Beispiel autonome Systeme wie Drohnen und Roboter, IoT-Sicherheit, automatisches Lernen, 3D-Druck und die Plattform Digital Operations Center.  

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2016 aktualisiert

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