Trotz Ausfall von Data Centern: Public-Cloud-Services von AWS beliebt

Trotz einiger Rechenzentrenausfälle wird die Public Cloud immer beliebter. Eine IDC-Studie über die Cloud-Services von AWS zeigt, warum das so ist.

Gelegentliche Ausfälle bei Amazon Web Services (AWS) stoßen immer wieder die Debatte an, ob Public-Cloud-Services...

wirklich zuverlässig sind. Dennoch hat sich das Wachstum von AWS nicht verlangsamt. Stattdessen nutzen immer mehr Unternehmen AWS, da es messbare Geschäftsvorteile bringt.

Erst im September verzeichnete AWS einen Ausfall eines Rechenzentrums in North Virginia – der Region US-EAST-1. Die Services waren zwischen sechs und acht Stunden unterbrochen, was sich auch auf einige der größten AWS-Kunden auswirkte, darunter Netflix, Tinder, Airbnb und IMDB. Die Kunden dieser Firmen waren ebenfalls davon betroffen, da die Unternehmen die Services nach dem Ausfall erst wiederherstellen mussten.

Trotz der Unannehmlichkeiten finden sich nur schwer Firmenkunden sowie Nutzer, die derart genervt von den Ausfällen sind, dass sie auf die Cloud-Services von Amazon verzichten wollen. Vielmehr erkennen diese Kunden und Verbraucher, dass Serviceausfälle unvermeidlich sind. Zudem wiegen für sie die Vorteile der Public Cloud die Risiken auf, die mit den Services verbunden sind.

AWS feierte Anfangs die größten Erfolge, indem es Start-ups bediente. Diese profitieren von den Cloud-Services, da sich im Vorfeld Kosten reduzieren und bei Bedarf Geschäftsprozesse nach der Veröffentlichung einer Anwendung skalieren lassen. Das hat den Cloud-Provider zu einer attraktiven Alternative für Unternehmen gemacht, die agiler bei der Entwicklung agieren möchten.

IDC-Studie zur Amazon-Cloud

Die IDC-Studie Quantifying the Business Value of Amazon Web Services zeigt, dass eine wachsende Zahl von Unternehmen nicht nur AWS einsetzt, sondern den Services auch treu bleibt, obwohl es immer wieder zu Ausfällen kommt. IDC befragte für die Studie zudem zehn Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen zum Einsatz von AWS-Funktionen. Die befragten Firmen hatten zum Zeitpunkt der Befragung durchschnittlich 4.099 Mitarbeiter und unterstützten 41 Business-Anwendungen mit Services von Amazon – inklusive einer durchschnittlichen Nutzung von 1.366 virtuellen Servern der Amazon Elastic Compute Cloud.

Während die allgemeine Wahrnehmung ist, dass sich AWS für Tests neuer Applikationen, periodische Workloads oder zum Speichern von statistischen Daten eignet, nannte die Mehrheit der befragten Unternehmen als Einsatzszenarien Kunden- oder Einzelanwendungen, die für das jeweilige Geschäftsmodell kritisch sind. Im Durchschnitt ordneten die Befragten die Anwendungen auf einer Skala von 0 (unkritisch) bis 5 (sehr kritisch) mit 4,7 ein. Außerdem setzen sie AWS sowohl für dauerhaft als auch variable Workloads ein.

Laut der Studie erreichen die Amazon-Kunden innerhalb eines fünfjährigen Zeitraums finanzielle Vorteile von rund 1,5 Millionen US-Dollar pro Applikation. Gleichzeitig erreichen sie durchschnittlich eine Rendite von 560 Prozent. Diese Gewinne sind in vier Bereichen messbar:

  1. Unternehmensproduktivität;
  2. Risikominderung;
  3. Produktivität des IT-Personals;
  4. Kostenreduzierung bei der IT-Infrastruktur.

Basierend auf der Befragung erreichen diese Unternehmen Geschäftsvorteile, die einem Jahresdurchschnittswert von 446.131 US-Dollar pro Applikation entsprechen, welche in einer AWS-Umgebung über einen Zeitraum von fünf Jahren betrieben werden.

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Nimmt man die Ergebnisse der Studie als Grundlage, ist es verständlich, warum immer mehr Unternehmen Workloads zu AWS migrieren beziehungsweise den Cloud-Services treu bleiben – trotz Ausfallrisiken.

Der IDC-Bericht stellt allerdings auch fest, dass es deutlich weniger Ausfälle bei AWS als bei den Unternehmen selbst gibt. Die Befragten gaben an, dass es im Durschnitt zu 10,6 ungeplannten Ausfällen pro Jahr mit eigenen Ressourcen kam. Im Vergleich dazu verzeichnen sie mit AWS nur 2,1 Ausfälle pro Jahr (eine Verbesserung von 79,8 Prozent). Daneben konnten die Unternehmen die verlorenen Produktivstunden pro Jahr und Nutzer von 3 auf 0.5 verringern, wenn sie AWS einsetzen (einer Verbesserung von 81,7 Prozent).

Die Zuverlässigkeit von AWS liefert ein überzeugendes Argument für die Übertragung von Arbeitslasten in die Amazon-Cloud und das Festhalten an den Services – unabhängig von Ausfällen.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2015 aktualisiert

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