Warum sich die Ausgaben für die Microsoft SQL Server Standard Edition lohnen

Die Wahl ihrer SQL Server Edition sollten Unternehmen sich nicht zu einfach machen. Das Leistungsangebot der Versionen unterscheidet sich deutlich.

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DBMS

Der erste Artikel dieser Serie beschäftigte sich mit der Express Edition von SQL Server 2012, die aufgrund der...

geringen Kosten gut für einen Start geeignet ist.  Aber die Express Edition ist nicht für jeden die beste Lösung. Wer ein belastbareres Datenbank-Management-System (DBMS) sucht, muss statt der kostenfreien Version zu einem Produkt wechseln, das für mehr Daten und Benutzer ausgelegt ist und mehr Funktionalität zu bieten hat als die Express-Version.

Die Standard Edition ist Microsofts Einstiegslösung der kommerziellen SQL-Server-Produktlinie. Die Edition kann bis zu 64 GB Arbeitsspeicher und 16 Prozessorkerne nutzen. Sie unterstützt Datenbanken mit bis zu 524 Petabytes. Damit ist die Standard Edition der Express Version weit überlegen.

Darüber hinaus liefert die Standard Edition Hochverfügbarkeitsoptionen, die in Express nicht vorhanden sind, wie etwa Log Shipping, Backup Compression (Sicherungskomprimierung), Failover Clustering und Datenbankspiegelung, wenngleich die beiden zuletzt genannten nicht so robust sind wie in der Enterprise Edition. Dennoch bietet die Standard Edition den vollen Funktionsumfang der Replikations-Features – im Unterschied zur Express Edition, die nur als Subscriber fungieren kann.

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Auch wichtige Tools für Wartung und Betrieb von SQL Server, wie Distributed Replay, SQL Profiler, SQL Server Agent und Microsoft System Center Operations, stehen in der Standard Edition im Unterschied zur Express Version zur Verfügung. Außerdem findet sich hier Unterstützung für die Automatisierung von Policies, Multi-Instanzen-Management, automatisch indizierte Ansichten, Standard Performance Reports und Performance Data Collection.

Besonders wichtig ist für viele Anwender bei der Auswahl des Datenbank-Management-Systems das Thema Business Intelligence (BI). Obwohl auch die Express Edition durchaus einzelne BI-Aufgaben unterstützt, ist für ein wirkliches Data Warehousing zumindest die Standard Edition erforderlich – und das gilt auch für Analytics sowie für Operationen im Bereich Extraktion, Transformation und Laden (ETL). Die Standard Edition beinhaltet die SQL Server Data Tools, die zur Entwicklung von Projekten für Integrationsdienste, Reporting Services und Analysen geeignet sind, die ebenfalls alle in dieser Edition enthalten sind.

Von der Laufzeitumgebung für Integrations Services über multidimensionale Datenmodelle bis hin zu einer großen Bandbreite von Reporting-Optionen und –Konfigurationen erhalten Anwender vielfältige Unterstützung. Das heißt: Wenn es um BI geht, macht die Standard Edition das Rennen mit großem Abstand vor der Express-Variante.

Natürlich haben diese Extras ihren Preis. Dabei hängen die Kosten vom Lizenzierungsmodell ab, für das Unternehmen sich entscheiden. Bei der Standard Edition gibt es zwei Arten von Lizenzen: Prozessorkern-basiert und Server + Client Access License (CAL). Für die Core-basierte Lizenz sind fast 1.800 Dollar pro Kern fällig. Bei 16 Kernen macht das mehr als 28.000 Dollar. Beim Server + CAL-Modell kostet der Server-Anteil knapp 900 Dollar und jede CAL weitere 200 Dollar.

Damit variieren die Kosten bei diesem Modell je nach Anzahl der Client-Computer, die mit dem SQL-Server verbunden sind (diese Preismodell wird in ähnlicher Form auch bei SQL Server 2014 angeboten). Händler- und Volumenrabatte sind in dieser Rechnung nicht berücksichtigt. Verglichen mit der Express-Lösung erscheint jedes der beiden Modelle relativ kostspielig. Wer sich für die Anschaffung des SQL Server interessiert, sollte deshalb sorgfältig prüfen, welche Leistungsmerkmale die Standard Edition bietet, und ob sein Unternehmen diese benötigt. Das Microsoft Developer Network bietet dafür eine praktische Übersicht des Funktionsumfangs der einzelnen Editionen.

Klar ist: Mit der Standard Edition erhalten Benutzer deutlich mehr als mit der Express-Version, aber nicht annähernd soviel wie mit der Enterprise Edition. Aus diesem Grund werden wir in der nächsten Folge dieser Artikelserie zeigen, was die Enterprise Edition alles bietet und warum es sich lohnt, gründlich über die verschiedenen Optionen nachzudenken, bevor man sich für eine SQL Server Edition entscheidet.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2013 aktualisiert

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