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Das Gesamtbild bei SATA-Storage für Exchange beachten

Aus Kostengründen setzen Unternehmen zunehmend auf Storage-Systeme mit SATA-Festplatten, um ihre RAID-Systeme aufzubauen und Daten zu schützen.

Bevor man SATA als Storage für Microsoft Exchange einsetzt, sollten man drei entscheidende Faktoren beachten: Anforderungen an Performance, Verfügbarkeit und Besonderheiten der Umgebung.

Immer mehr Unternehmen versuchen, Geld zu sparen, indem sie günstigere Festplatten einsetzen. SATA oder Serial ATA ist hier zu einer beliebten Wahl geworden, denn es bietet ordentliche Performance zu einem günstigen Preis. SATA ist ein relativ neuer Standard für die Verbindung von Festplatten mit Computersystemen. Seine besten Einsatzzwecke werden in der Storage-Welt noch diskutiert.

In jedem Fall sollte man einige wichtige Punkte berücksichtigen, wenn man den Einsatz von SATA für Microsoft Exchange erwägt:

  1. Die Performance muss ein bestimmtes Niveau erreichen.
  2. Die Verfügbarkeit muss ein bestimmtes Niveau erreichen.
  3. Die zu unterstützende Umgebung

a) Besonderheiten bei Exchange Server sind:

  • Zahl der Storage-Gruppen in Exchange Server – bei nur 50 Nutzern dürfte für Sie eine Storage-Gruppe ausreichen;
  • Zahl der Mail-Konten – 50;
  • Zahl der pro Tag gesendeten/empfangenen Mails – sagen wir, 50 verschickte und 20 empfangene pro Nutzer und Tag, also insgesamt 3500 pro Tag;
  • enthaltene Anhänge – sagen wir, fünf Prozent aller verschickten E-Mail enthalten einen Anhang von durchschnittlich 1 Megabyte Größe, also gibt es 175 Anhänge pro Tag;
  • Kalender – Ordner-Nutzung;
  • Gesamter vorgesehener Storage-Platz für jeden Nutzer – 100 MB, also insgesamt 50 GB an Storage plus zehn Prozent Spielraum ergeben insgesamt 55 GB Storage-Bedarf für den Exchange-Server.

b) Strategie für Datensicherung/Verfügbarkeit für die Umgebung: Wenn die Frage darauf abzielt, den Exchange-Server auf einem einzigen SATA-Laufwerk laufen zu lassen, würde ich klar davon abraten. Der Ausfall dieses Laufwerks würde einiges an Zeit für Recovery kosten, und die Nutzer wären sehr unzufrieden. Wenn man dagegen von einer RAID-Gruppe aus SATA-Platten und einem Mirror mit Band-Backup oder -Archiv sprechen, sollte das aus Datensicherungssicht in Ordnung sein.

c) Gibt es weitere wichtige Faktoren in Bezug auf Performance oder Konfiguration? Wird das System auch für andere Zwecke eingesetzt? Wenn ja, muss man die Umgebung entsprechend auslegen.

Behalten Sie alle diese Punkte im Hinterkopf und schauen Sie dann auf Ihre Budget- oder Kostenziele für das Projekt. Internes Server-Storage wird immer die günstigste Lösung sein, aber dabei fallen die höchsten Personalkosten für die Verwaltung an. Sie könnten ohne Weiteres SATA-Laufwerke in Ihren Server stecken und ein RAID erstellen, eine der Platten als Reserve behalten und Ihrer Umgebung so den erforderlichen Storage-Platz und Performance geben. Festplatten mit SATA-Technologie drehen sich meist langsamer als solche für das teurere Fibre Channel (FC) und sind auch in Bezug auf Performance und Verfügbarkeit weniger leistungsfähig. Sie müssen sich hier fragen, ob das Verhältnis von Kosten und Leistung das richtige ist.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Storage und Server getrennt zu halten, so dass Sie ein hochverfügbares Storage-Array von einem der großen Anbieter mit SATA-Platten verwenden könnten. Fast alle bedeutenden Hersteller von Storage-Gehäusen bieten auch SATA-Laufwerke mit einer Anbindung über FC oder iSCSI für Ihre Exchange-Umgebung. Dadurch bekommen Sie stabiles Storage mit in Exchange integrierten Snapshot-Funktionen.

Jeder große Anbieter, der in seinen Gehäusen SATA bietet, unterstützt auch Exchange. Trotzdem wird man versuchen, Ihnen eine Konfiguration mit zwei Controllern zu verkaufen, mit der die höchste Verfügbarkeit möglich ist. Bei einer Lösung mit nur einem Controller ist die Wahrscheinlichkeit für Datenverluste höher. Wenn Sie das lesen, werden Sie aber wahrscheinlich denken, dass das Problem ja nicht das SATA-Laufwerk ist, sondern der Rest der Infrastruktur drumherum.

Der Punkt ist letztlich: Konzentrieren Sie sich nicht nur auf das Festplatten-Interface, sondern behalten Sie das Gesamtbild Ihrer Infrastruktur im Auge.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2006 aktualisiert

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