Bei SATA-Storage für Exchange im Gesamtbild denken

Aus Kostengründen setzen Unternehmen zunehmend auf Storage-Systeme mit SATA-Festplatten, um ihre RAID-Systeme aufzubauen und Daten zu schützen.

Dieser Artikel behandelt

Exchange-Management

Was Sie in diesem Artikel erfahren können: Bevor Sie SATA als Storage für Exchange einsetzen, sollten Sie drei...

entscheidende Faktoren beachten: Anforderungen in Bezug auf Performance und Verfügbarkeit sowie Besonderheiten Ihrer Umgebung.

Vor kurzem erreichte uns die Frage eines Lesers: Kann man SATA für kleine Exchange-Umgebungen (mit weniger als 50 Nutzern) verwenden?

Immer mehr Unternehmen versuchen, Geld zu sparen, indem sie günstigere Festplatten einsetzen. SATA oder Serial ATA ist hier zu einer beliebten Wahl geworden, denn es bietet ordentliche Performance zu einem recht günstigen Preis. SATA ist ein relativ neuer Standard für die Verbindung von Festplatten mit Computer-Systemen. Seine besten Einsatzzwecke werden in der Storage-Welt noch diskutiert.

In jedem Fall sollten Sie einige wichtige Punkte berücksichtigen, wenn Sie den Einsatz von SATA für Exchange-Storage erwägen:

1. Die Performance muss ein bestimmtes Niveau erreichen.

2. Die Verfügbarkeit muss ein bestimmtes Niveau erreichen.

3. die zu unterstützende Umgebung

a) Besonderheiten bei Exchange Server:

  • Zahl der Storage-Gruppen in Exchange Server – bei nur 50 Nutzern dürfte für Sie eine Storage-Gruppe ausreichen
  • Zahl der Mail-Konten – 50
  • Zahl der pro Tag gesendeten/empfangenen Mails – sagen wir, 50 verschickte und 20 empfangene pro Nutzer und Tag, also insgesamt 3500 pro Tag
  • enthaltene Anhänge – sagen wir, 5 Prozent aller verschickten E-Mail enthalten einen Anhang von durchschnittlich 1 Megabyte Größe, also gibt es 175 Anhänge pro Tag
  • Kalender – Ordner-Nutzung
  • Gesamter vorgesehener Storage-Platz für jeden Nutzer – 100 MB, also insgesamt 50 GB an Storage plus 10 Prozent Spielraum ergeben insgesamt 55 GB Storage-Bedarf für den Exchange-Server.

b) Strategie für Datensicherung/Verfügbarkeit für die Umgebung: Wenn Ihre Frage darauf abzielt, den Exchange-Server auf einem einzigen SATA-Laufwerk laufen zu lassen, würde ich klar davon abraten. Der Ausfall dieses Laufwerks würde Sie einiges an Zeit für Recovery kosten, und Ihre Nutzer würden Sie dann wohl am liebsten aufhängen. Wenn Sie dagegen von einer RAID-Gruppe aus SATA-Platten und einem Mirror mit Band-Backup oder -Archiv sprechen, sollte das aus Datensicherungssicht in Ordnung sein.

c) Gibt es weitere wichtige Faktoren in Bezug auf Performance oder Konfiguration? Wird das System auch für andere Zwecke eingesetzt? Wenn ja, müssen Sie die Umgebung entsprechend auslegen.

Behalten Sie alle diese Punkte im Hinterkopf und schauen Sie dann auf Ihre Budget- oder Kostenziele für das Projekt. Internes Server-Storage wird immer die günstigste Lösung sein, aber dabei fallen die höchsten Personalkosten für die Verwaltung an. Sie könnten ohne Weiteres SATA-Laufwerke in Ihren Server stecken und ein RAID-Array erstellen, eine der Platten als heiße Reserve behalten und Ihrer Umgebung so den erforderlichen Storage-Platz und Performance geben. Festplatten mit SATA-Technologie drehen sich meist langsamer als solche für das teurere Fibre Channel (FC) und sind auch in Bezug auf Performance und Verfügbarkeit weniger leistungsfähig. Sie müssen sich hier fragen, ob das Verhältnis von Kosten und Leistung das richtige ist.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Storage und Server getrennt zu halten, so dass Sie ein hochverfügbares Storage-Array von einem der großen Anbieter mit SATA-Platten verwenden könnten. Fast alle bedeutenden Hersteller von Storage-Gehäusen bieten auch SATA-Laufwerke mit einer Anbindung über FC oder iSCSI für Ihre Exchange-Umgebung. Dadurch bekommen Sie stabiles Storage mit in Exchange integrierten Snapshot-Funktionen. Jeder große Anbieter, der in seinen Gehäusen SATA bietet, unterstützt auch Exchange. Trotzdem wird man versuchen, Ihnen eine Konfiguration mit zwei Controllern zu verkaufen, mit der die höchste Verfügbarkeit möglich ist; bei einer Lösung mit nur einem Controller ist die Wahrscheinlichkeit für Datenverluste höher. Wenn Sie das lesen, werden Sie aber wahrscheinlich denken, dass das Problem ja nicht das SATA-Laufwerk ist, sondern der Rest der Infrastruktur um es herum.

Der Punkt ist letztlich: Konzentrieren Sie sich nicht nur auf das Festplatten-Interface, sondern behalten Sie das Gesamtbild Ihrer Infrastruktur im Auge.

Über den Autor: Brett Cooper ist Marketing-Direktor bei Intermine Inc.

Artikel wurde zuletzt im Januar 2006 aktualisiert

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