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Content-Marketing-Strategien: Diese fünf Fehler sollte man vermeiden

Firmen müssen überzeugt werden, dass eine Content-Marketing-Strategie zu ihrem Toolset gehören muss. Doch es lauern auch einige Gefahren darin.

Dieser Artikel behandelt

Sales

Früher beinhalteten Marketing-Strategien einen Glauben. Unternehmen schickten einige E-Mails heraus (Direkt-Marketing) und die Mitarbeiter in der Marketing-Abteilung drückten die Daumen, dass die E-Mail geöffnet und durchgelesen wird. Anschließend begannen Marketers mit Anrufen bei den Kunden und fragten sie nach der E-Mail, wenn es zu einem Verkaufsabschluss kam. Doch es gab eine grundlegende Trennung zwischen der Methode und der richtigen Zielgruppe sowie den Methoden und möglichen neuen Verkäufen.

Heute hat digitales Marketing viele der traditionellen Marketing-Praktiken verändert, auf die sich Marketing-Abteilungen früher verlassen haben. Es ermöglicht Unternehmen, relevante Zielgruppen zu identifizieren und diese auf Basis ihrer demografischen Merkmale und Vorlieben anzusprechen. Marketing-Mitarbeiter können E-Mail-Kampagnen einsetzen, um mit relevanten, informativen Inhalten potenzielle Kunden zu beeinflussen und nicht nur, um etwas zu verkaufen.

Indem man Kunden erreicht und pflegt, lassen sich Verkaufsaussichten wiederholen und man erhält loyale Kunden. Über diesen Weg der Markenerkennungsstrategie wird das Marketing zum Inhalt selbst. Gelegentlich auch als Inbound Marketing bezeichnet, hat sich digitales Marketing zu einem wesentlichen Bestandteil des Toolkits der Marketing-Mitarbeiter entwickelt, mit dem sich eine Marke etablieren, Interessenten anlocken und Verkaufsabschlüsse realieren lassen. In gewisser Weise ist die Content-Marketing-Strategie die Marke.

Fehler in der Content-Marketing-Strategie

Gleichwohl haben Unternehmen laut einer aktuellen Studie von Ernan Roman Direct Marketing einen schweren Stand, wenn es um die Umsetzung einer erfolgreichen Content-Marketing-Strategie geht: 71 Prozent der befragten Marketers planen zwar, ihre Video-Anstrengungen zu erhöhen, doch gleichzeitig geben 44 Prozent an, keine effektive Video-Marketing-Strategie zu haben. 81 Prozent der Marketers sind am Content Marketing beteiligt, allerdings sagen nur 28 Prozent, dass dieses effektiv funktioniert.

Hier sind fünf Punkte, bei denen Chief Marketing Officer und ihre Abteilungen versagen, wenn es um eine Content-Marketing-Strategien geht, und wie sich dies ändern lässt:

Erster Fehler: Inhalt ist das, was ihr Team als richtig ansieht. Effektiver Content basiert aber auf einem tiefen Kundenverständnis, welches die Inhalte antreiben und eine Resonanz bei der Zielgruppe hervorrufen sollte. Inhalte basieren nicht auf Vermutung oder generellen Trends.

Zweiter Fehler: Es besteht kein strategischer Ansatz. Während im Laufe unserer Untersuchung die Mehrheit der befragten Unternehmen angaben, dass sie sich auf die Erstellung ansprechender Inhalte konzentrieren und mehr Inhalte schaffen möchten, waren sich 55 Prozent aller Befragten unsicher, was den Erfolg von Content Marketing auszeichnet. Darüber hinaus hat nur ein Drittel der Firmen aktuell eine dokumentierte Content-Marketing-Strategie.

Dritter Fehler: Es existieren keine Metriken oder Erfolgsmessungen. Wie bestimmen Sie, was funktioniert? Metriken, die von Content-Vermarktern als wichtig bewertet werden, umfassen Leadqualität und Verkauf, erhöhter Web-Traffic, ein gesteigertes Markenbewusstsein, eine besseres SEO-Ranking und mehr wiederkehrende Besucher sowie erhöhte Anmeldezahlen.

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Vierter Fehler: Die Bedeutung von Inhalten wird nicht immer verstanden. Die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit einer Content-Marketing-Strategie erfordert ein grundlegendes Verständnis davon, welchen Wert Content Marketing hat und wie dieses der Markenwahrnehmung dient. Verbraucher werden durch gute Inhalte inspiriert: 60 Prozent der Menschen suchen nach einem Produkt, nachdem sie etwas darüber gelesen haben. Und 82 Prozent der Verbraucher haben einen positiven Eindruck von einem Unternehmen, nachdem sie kundenspezifische Inhalte gelesen haben.

Fünfter Fehler: Es wird kein Content für das Inbound Marketing verwendet. Einer der Schlüssel für erfolgreiche Inhalte ist die Fähigkeit, Quellen für Inbound Traffic auf der Website des Unternehmens zu generieren. Unsere Untersuchungen zeigen, dass Unternehmen mit Inbound-Marketing-Kampagnen ein bis zu drei Mal wahrscheinlicheres Return on Invest (ROI) haben als mit Outbound-Marketing-Kampagnen. Des Weiteren liefert Inbound Marketing 54 Prozent mehr Leads innerhalb des Marketing-Trichters als herkömmliches Outbound Marketing.

Kein Zweifel, Marketers wissen, dass Content ein wertvolles Tool für Kundenengagement und Verkauf ist. Doch der Schlüssel ist, genaue Strategien und Metriken zu entwickeln, um diese fünf Fehler zu vermeiden, die auch zum Scheitern der besten Versuche beitragen können.

Über den Autor:
Ernan Roman ist Geschäftsführer von Ernan Roman Direct Marketing (ERDM). ERDM ist auf die Kundenanalyse spezialisiert, um hierfür Strategien zu entwickeln. Zu den Kunden gehören IBM, MassMutual, Microsoft, Symantec, Norton AntiVirus, QVC und Songza.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2016 aktualisiert

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