Das Supply Chain Management mit SAP Analytics-Tools optimieren

Koordinieren Sie Fertigung, Logistik, Lagerhaltung und Supply-Chain-Prozesse, optimiert das ihre Geschäftsabläufe. SAP Analytics-Tools helfen hierbei.

Fertigung, Logistik, Lagerhaltung und Supply-Chain-Prozesse sind in vielen Unternehmen nur sehr lose miteinander...

verbunden. Das behindert Unternehmensprozesse und verteuert letztlich die Produktion. Eine engere Verküpfung dieser Bereiche hat mehrere positive Auswirkungen: Hersteller können damit ihre Kosten senken, sich verschlanken und schneller auf geschäftliche Herausforderungen reagieren.

Glücklicherweise kann IT-Technologie im Allgemeinen und ERP im Besonderen diese Prozesse enger miteinander verzahnen. Die geeigneten IT-Techniken dafür sind Realtime Analytics und Predictive Analytics.

Insbesondere Technologien wie das Internet of Things (IoT) und Plattformen wie SAP S/4HANA oder das SAP Business Network können dabei helfen, Produktion, Logistik und Supply-Chain-Prozesse enger miteinander zu verbinden. Aber auch erschwingliche Sensortechnologie und eine ganze Reihe von Logistik- und Supply-Chain-Analytics-Tools unterstützen dabei. Mit der Bereitstellung von Analysefunktionen, SAP Analytics-Tools in S/4HANA, bestehenden Dashboards, Key Performance Indikatoren (KPIs), Cloud-Produkten und Datenvisualisierungstools lässt sich die Supply Chain optimieren und voranbringen.

In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf ausgewählte SAP Analytics-Tools, die Planern helfen, Fertigung, Logistik und Supply Chain Prozesse enger zusammen zu verzahnen.

SAP Integrated Business Planning

SAP Integrated Business Planning (IBP) stellt Funktionalitäten für Vertrieb, Lagerhaltung, Produktionsplanung und Arbeitsabläufe bereit. Zusammen mit SAP Supply Chain Control Tower kann es als Planungstool für das Supply Chain Management (SCM) fungieren, das Anforderungen aus dem Marketing, dem Vertriebsbereich (etwa mit Budgetplanungen) und der Produktionsplanung auf einer Plattform zusammenbringt. Planer können damit Vertrieb, Lagerhaltung und Betriebspläne optimieren.

IBP verwendet Algorithmen zur Mustererkennung in Kombination mit Algorithmen für statistische Prognosen, um ein genaueres Bild der kurzfristigen Nachfrage zu entwickeln. Damit können Unternehmen gezieltere Entscheidungen treffen, zum Beispiel wenn es gilt, ihre Lagerhaltung zu optimieren.

Die Schaltzentrale von SAP IBP ist Supply Chain Control Tower. Der Tower steht ausschließlich in der Cloud zur Verfügung und kombiniert Daten aus verschiedenen Systemen, einschließlich SAP ERP, Nicht-SAP-Systemen und Systemen von Drittanbietern. Alle Warnungen, die in diversen Systemen anfallen – etwa in SAP Advanced Planning and Optimization (APO), im CRM- oder ERP-System und auch in Systemen, die nicht von SAP stammen – werden hier aggregiert und abgearbeitet.

Der Tower nutzt die Daten in Verbindung mit Informationen aus IoT-Geräten, die typischerweise in Produktion und Logistik und den damit verbundenen Informationsnetzen eingesetzt werden. Dabei agiert der Tower wie ein Supply Chain Collaboration Hub und simuliert, visualisiert, analysiert und prognostiziert die Informationen und mögliche Ergebnisse, die man kennen sollte, um Probleme zu lösen und den Geschäftserfolg zu verbessern.

Ursache-Wirkungs-Analysen und Was-wäre-wenn-Simulationen helfen Planern, einen Einblick zu bekommen, welche Auswirkung eine Unterbrechung in Produktion, Logistik, Transport oder Supply-Chain-Prozesse auf das Business hat. Die so angelegte Supply Chain Analytics ermöglicht es Planern, Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen umzusetzen und Fehler zu eliminieren oder zu minimieren.

SAP Supply Chain Info Center

Das SAP Supply Chain Info Center (SCIC) kann in Verbindung mit den Planungs- und Optimierungsfunktionen von SAP Advanced Planning and Optimization (APO) die Prognosegenauigkeit verbessern und die Bestandsverfügbarkeit sicherstellen. Da APO nicht mit festgelegten Berichten oder Analysen verfügbar ist, wurde das gesamte Supply Chain Reporting als Kunden-Reporting im Business Warehouse (BW) entwickelt. SCIC ist ein On-Premise Add-on, mit dem Planer APO-Daten in Echtzeit analysieren und gleichzeitig die Rechenpower von S/4HANA nutzen können.

SCIC bietet Analysefunktionen mit Dashboards und KPIs für vier kritische Business-Funktionen. Die verfügbaren Analytics-Funktionen sind: Zugangsvorhersage, Bestandsreichweite, Prognosegenauigkeit und Kapazitätsanalyse. SCIC verwendet Daten von APO Absatzplanung (DP) und Supply Network Planning (SNP), so dass Planer fundiertere Entscheidungen zu Nachschub und Transfers in der gesamten Lieferkette treffen können.

Es gibt mindestens 25 vordefinierte KPIs in SCIC, die sich auf Angebot und Nachfrage beziehen. Einige weitere KPIs decken Szenarien für die globale Verfügbarkeitsprüfung (Globale ATP) ab. Auch in Zukunft ist nicht zu erwarten, dass SCIC mehr Aufmerksamkeit bekommt als das SAP-Vorzeigeprojekt IBP als primäres Supply Chain Analytics Tool.

Sowohl der Supply Chain Control Tower als auch SCIC sind für den Einsatz mit SAP Fiori ausgelegt, weshalb Berichte und Diagramme auf mobilen Geräten dargestellt werden können.

SAP Lumira

SAP Lumira ist ein weiteres Analytics-Tool. Es ermöglicht Planern Zugriff auf Daten sowie die Transformation und Visualisierung von Informationen aus verschiedenen Quellen. Ansprechende, interaktive Karten, Diagramme und Infografiken lassen sich relativ einfach erstellen.

Lumira wird von SAP als Self-Service-Software positioniert, die wenig oder keine Schulung erfordert. Dank einfacher Bedienung und einer übersichtlichen Oberfläche richtet sich SAP Lumira direkt an den Endanwender. Damit können auch Akteure ohne größeres IT-Know-how Geschäftsentscheidungen treffen. Im Bereich Supply Chain können Planer mit Lumira Einblicke in Supply-Chain- und Logistik-Daten gewinnen. Lumira erleichtert die Erstellung von Infografiken für visuelle, nicht-interaktive Prozesse.

Alle vorgestellten SAP-Analytics-Tools können Planern helfen, Produktionsvorgänge durch eine engere Verbindung von Herstellung, Logistik und Supply-Chain-Prozessen zu verbessern.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2016 aktualisiert

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