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Das sollte die IT vor der Implementierung von SAP BW on HANA erledigen

Die Bereinigung der Daten im Business Warehouse erleichtert die Implementierung von SAP BW on HANA, spart Geld und reduziert mögliche Ausfallzeiten.

Bei SAP Business Warehouse (BW) on SAP HANA wird eine bestimmte Version der Business-Warehouse-Software mit SAP HANA als primärer Datenbank verwendet, wobei SAP BW für die HANA-Plattform optimiert ist. Obwohl BW auch andere Datenbanken unterstützt, ist bei SAP BW on HANA keine andere Datenbank erforderlich.

Die Implementierung von SAP BW on HANA führt dazu, dass Unternehmen in den Genuss der Geschwindigkeit und Performance von SAP HANA kommen. Allerdings sollten CIOs und ihre Teams zunächst sicherstellen, dass die Daten und technischen Objekte, die sich im bestehenden Business Warehouse befinden, aufgeräumt, zurechtgestutzt, archiviert und grundsätzlich bereinigt sind. Dadurch lassen sich drei Vorteile sicherstellen:

  • geringere Kosten beim Einsatz des In-Memory-Computings;
  • reduzierte Ausfallzeiten bei der Implementierung von BW on SAP HANA;
  • ein neues BW-on-HANA-System, das nur die Daten enthält, die für Analytics benötigt werden.

Vor dem Beginn des Migrationsprojekts müssen IT-Teams mehrere konzertierte Schritte unternehmen, um veraltete Daten, die sich in BW befinden, zu bereinigen. Sie müssen außerdem die Daten archivieren und löschen, die nicht mehr benötigt werden, und wenig genutzte Daten auf einen anderen, kleineren Server verschieben, um sicherzustellen, dass sie verfügbar sind, wenn sie benötigt werden.

Hier sind zehn Schritte, die man im Zusammenhang mit diese Vorbereitungen abarbeiten sollte:

  1. Daten aus der Persistent Staging Area (PSA) entfernen: Da die Daten bereits in DataStore Objects (DSO) geladen sind, ist es sinnvoll, sie von der Persistent Staging Area (PSA) zu entfernen, die nach der Implementierung von BW on HANA nicht mehr verwendet wird.
  2. Aggregate löschen: Aggregate addieren in BW die Zahlen, um die Leistung der Berichte zu verbessern. Da die Daten von BW on HANA verarbeitet werden, sind diese Aggregate (Summen) nicht länger erforderlich und können gelöscht werden.
  3. Statistische Cube-Daten löschen: Das BW-System speichert statistische Cube-Daten für die Systemabstimmung. Man sollte den Transaktionscode RSDDSTAT verwenden, um die nicht benötigten Daten zu löschen.
  4. Veraltete Objekte entfernen: Um einen Einblick in Objekte, wie zum Beispiel Protokolldateien, ungenutzte Business-Explorer-Abfragen und Templates, zu bekommen, die länger nicht verwendet wurden und nicht mehr benötigt werden, kann man den Transaktionscode RSZDELETE nutzen.
  5. Datentransferprozessobjekte entfernen: Während des Datentransfers in BW verwendet das System ein technisches Objekt mit dem Namen Datentransferprozess (DTP). Dieses enthält Protokolldateien und temporäre Data-Storage-Objekte. Die beiden SAP Notes 1139396 und 1106393 (Anmeldung erforderlich) enthalten nützliche Informationen über DTP-Objekte sowie Programme für die DTP-Bereinigung.
  6. Warteschlangen der transaktionalen Remote Function Calls (tRFC) bereinigen und Intermediate Documents (IDocs) archivieren: Transaktionale RFCs (tRFCs) und IDocs, die zuvor verwendet wurden, um Daten zu und von BW zu SAP ERP Central Component (ECC) oder andere Systeme zu übertragen, sind entweder nicht mehr erforderlich oder können archiviert werden (IDocs). Die veralteten tRFCs können gelöscht werden.
  7. Alte Daten auf Nearline Storage (NLS) migrieren: Ältere, historische Daten, die nicht so häufig verwendet, aber noch benötigt werden, können auf NLS auf einem kleineren Server migriert werden. Dadurch wird die Notwendigkeit beseitigt, diese Daten In-Memory zu speichern, was eine optimierte Performance gewährleistet und gleichzeitig die Kosten im Zusammenhang mit In-Memory-Computing und HANA reduziert. Nutzer, die BW on HANA einsetzen, können diese Daten auf NLS abfragen.
  8. Unbenutzte DataStore Objects (DSOs), InfoCubes und Staging beseitigen: Daten in diesen Objekten werden von SAP BW verwendet, um die Systemleistung für eine schnellere Berichterstattung zu verbessern. Die ungenutzten Daten aus diesen Objekten können entfernt werden, bevor man SAP BW on HANA implementiert.
  9. Veraltete und unerwünschte Stammdaten beseitigen: Die Bereinigung veralteter Stammdaten ist ein weiterer wichtiger Schritt. Weitere Informationen und Best Practices zum Löschen unerwünschter Stammdaten findet man in der SAP Note 1370848 (Anmeldung erforderlich).
  10. Unbenutzte Dimensionseinträge in InfoCubes löschen: Unbenutzte Dimensionseinträge lassen sich mit dem Transaktionscode RSDDCVER_DIM_UNUSED aus den InfoCubes löschen. Dadurch wird die Größe von BW on HANA reduziert, was die Migrationszeit reduziert.

CIOs und ihre Teams können mit einer Reihe der oben genannten Schritte beginnen, bevor sie tatsächlich auf BW on HANA migrieren.

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Artikel wurde zuletzt im April 2017 aktualisiert

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