Drei Optionen für die Migration von Oracle-Datenbanken in die AWS-Cloud

Der Umzug lokaler Datenbanken in die Cloud liegt im Trend. Doch welche Methoden eignen sich, um Oracle-Datenbanken in die AWS-Cloud zu migrieren?

Da nur wenige Unternehmen eine Public-Cloud-Umgebung von Grund auf neu einsetzen, sind die Chancen hoch, dass diese...

ihre Oracle-Datenbanken lokal gespeichert haben. Die Migration dieser Datenbanken in die Cloud hat mehrere Vorteile. Doch der Umzug der Oracle-Datenbanken in die AWS-Cloud hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Bevor man die Migration der Oracle-Datenbanken angeht, muss das IT-Team die Größe der Datenbanken, die verfügbare Netzwerkbandbreite zwischen lokalem Rechenzentrum und den Amazon Web Services (beziehungsweise deren Rechenzentren) und die eingesetzte Plattform innerhalb des Data Centers, evaluieren. Geschäftliche Anforderungen, wie zum Beispiel die verfügbare Zeit für die Migration, sind ebenfalls wichtige Faktoren.

Die Migration der Oracle-Datenbanken kann in einem Schritt abgeschlossen werden. Dies erfordert aber eine vollständige Abschaltung der lokalen Datenbanken, um die Daten in die neuen AWS-Datenbanken zu extrahieren und migrieren. Dieser Prozess kann zwischen einem und drei Tage in Anspruch nehmen, so dass dies die schnellste Migrationsstrategie darstellt. Datenbankmigrationen in einem Schritt sind vor allem für kleine Unternehmen mit einer begrenzten Datenbankgröße geeignet, die eine bestimmte Ausfallzeit für ihre Datenbanken tolerieren können.

Die häufigste Migrationsstrategie umfasst allerdings zwei Schritte. Dabei wird im ersten Schritt eine Kopie der Datenbank zum aktuellen Zeitpunkt gemacht, die in die AWS-Cloud migriert werden kann, ohne dass es zum Ausfall der lokalen Datenbank kommt. Die On-Premise-Datenbank läuft während dieses Prozesses einfach weiter, womit der Prozess so lang wie nötig dauern kann – es gibt praktisch keine spürbare Unterbrechung.

Nach der ersten Oracle-Datenbankmigration werden in einem zweiten Schritt alle Änderungen, die seitdem stattgefunden haben, erfasst, migriert und synchronisiert. Ist dieser Prozess einmal abgeschlossen, sollte die lokale Datenbank heruntergefahren werden, während die letzten Änderungen erfasst und migriert werden.

Dieser inkrementelle Schritt ist wesentlich weniger aufwendig als die ursprüngliche Synchronisierung, so dass die Ausfallzeit deutlich kürzer ist. Sobald die endgültige Synchronisierung abgeschlossen ist, übernimmt die AWS-Umgebung die Arbeit und die lokale Datenbank wird abgeschaltet.

Schließlich verspricht eine dritte Option keine Ausfallzeiten zu verursachen. Diese beginnt in der Regel mit einer anfänglichen Synchronisierung und ruft dann eine kontinuierliche Datenreplikation (Continuous Data Replication, CDR) auf, um alle lokalen und AWS-Datenbankversionen komplett zu synchronisieren.

Für diese Datenbankmigrationsoption existieren verschiedene Tools, darunter Oracle GoldenGate sowie Drittanbieter-Tools, wie zum Beispiel Dbvisit Replicate und Attunity Replicate. Sind die On-Premise- und AWS-Datenbanken komplett synchronisiert, kann ein Unternehmen den endgültigen Wechsel zu AWS vollziehen.

Die letzte Möglichkeit wird in der Regel für die größten und aktivsten Oracle-Datenbanken eingesetzt, welche keine Ausfallzeiten tolerieren können. Allerdings verursacht eine kontinuierliche Datenreplikation zusätzliche Kosten und die Methode kann die Datenbank- und Netzwerkleistung potenziell beeinflussen.

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Artikel wurde zuletzt im März 2016 aktualisiert

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