Fünf ERP-Tipps: Probleme aufgrund einer übereilten Implementierung beseitigen

Wenn ERP-Implementierungen überstürzt abgeschlossen werden, kommt es zu Systemproblemen in mehreren Bereichen. So bekämpfen sie diese ERP-Probleme.

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ERP-Systeme

Einige der schlimmsten ERP-Probleme sind das Ergebnis einer überhasteten Implementierung. In der Tat werden viele...

CIOs unter Druck gesetzt, ERP-Anwendungen Live zu stellen, bevor die Systeme wirklich fertig eingerichtet sind. Infolgedessen sind sie mit ungeschulten Business-Anwendern und einem fehlerhaften System konfrontiert, das eine mangelnde Datenqualität aufweisen kann. Schließlich erhalten die CIOs den Auftrag, das System von diesen Problemen zu beseitigen.

In den Produktivbetrieb zu gehen, bevor ein System fertig ist, ist eindeutig ein schlechter Ansatz. Warum also passiert so etwas? Es gibt mehrere potenzielle Gründe. Zum Beispiel kann zu spät gelieferte Hardware zu Verzögerungen bei Tests und Schulungen führen. Die beteiligten Akteure üben aber gleichzeitig weiter Druck aus, um im Zeitplan zu bleiben.

Möglicherweise sind Geschäftsanwender aber auch nicht verfügbar, um wichtige Geschäftsszenarien zu testen und zu validieren, die wiederum falsche Stammdatenvorlagen enthalten. Dies kann Verzögerungen verursachen, die sich nicht korrigieren lassen. Doch die IT verlangt danach, um die Go-Live-Frist einzuhalten. Ein drittes Szenario kann sein, dass ein Unternehmen ein anderes kauft und verlangt, dass diese Organisation SAP-Systeme und -Anwendungen schnell implementiert, unabhängig von den Umständen.

ERP-Probleme sind nicht einfach zu bewältigen, doch es gibt Hoffnung. Ein fehlerhaftes ERP-System, das übereilt in den Produktivbetrieb gehen soll, benötigt einige Fixes – und es wird sie praktisch sofort benötigen. Um dies zu erreichen, werden im Folgenden fünf Bereiche erläutert, auf die man sich zuerst konzentrieren sollte.

Stammdaten: Das Rückgrat von SAP-Systemen – sei es SAP ERP Central Component (SAP ECC), Advanced Planning and Optimization (SAP APO), Ariba oder Customer Relationship Management (CRM) – sind Stammdaten. Und es ist wichtig, dass diese Daten korrekt sind. Eine übereilte und chaotische Implementierung kann jedoch bedeuten, dass die Verantwortlichen nicht genügend Zeit hatten, die Stammdaten zu reinigen, zu korrigieren und zu validieren. Das Ergebnis: Ein neues ERP-System mit den alten, falschen Daten, die nun wieder Anwender quälen. Dies erfordert eine sofortige Korrektur. Leider gibt es hierzu keine zeitsparende Alternative. Es ist wichtig, so viele Stammdatenprobleme wie möglich zu beheben.

Ein weiterer wichtiger Schritt für die Erstellung korrekter Stammdaten ist, dass der Stammdaten-Controller unklare beziehungsweise unsichere Dateneingaben in das System verbietet, bis die Business-Anwender vollständig die Excel-basierten Templates ausgefüllt haben, die alle datenbezogenen Details an einem Ort erfassen.

Schulungen: Eine Kultur der Schulungen und des Lernens ist eine Schlüsselkomponente für den Erfolg eines ERP-Systems. Jede Instanz eines wiederkehrenden Problems bietet die Chance, Geschäftsanwender auf die Minimierung von Dateneingabefehler zu trainieren. Es bietet zudem die Gelegenheit, ihnen beizubringen, wie man routinemäßige Probleme selbst behebt.

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Change Management: Das Change Management ist während der Implementierung entscheidend. Kommt es bei der Implementierung zu kurz, ist es wichtig, dies auszugleichen. CIOs, die Change-Management-Initiativen auch nach der ERP-Implementierung fortsetzen, erhöhen damit auch die Erfolgsquote bei der Beseitigung von Fehlern. Die Fokussierung auf Change Management sollte auch ein integraler Bestandteil bei den System- und Stabilisierungsbemühungen sein. Dadurch wird sichergestellt, dass die Kommunikations- und Koordinierungskanäle aller Akteure offen bleiben und die Unsicherheit bezüglich ihrer Rollen und Verantwortlichkeiten verringert wird.

In-house-Kompetenz aufbauen: Outsourcing von Ressourcen, um Kosten zu sparen, wenn das SAP-System reif ist, kann sinnvoll sein. Allerdings erfordert das anfängliche Chaos nach einer Implementierung ein internes, gemischtes Team von Business- und SAP-IT-Experten. Die Geschäftsanwender verstehen die Geschäftsprozesse und können wertvolle Beiträge für die funktionellen und technischen Teams liefern. Sie können effektive Lösungen für geschäftliche Probleme bieten. Darüber hinaus kann dieser Querschnitt an Fachwissen dazu beitragen, den Umfang benutzerdefinierter Entwicklungen auf geschäftskritische Bereiche zu beschränken, was wiederum Geld und Zeit spart.

SAP Solution Manager: Die Verwendung des SAP Solution Managers als Support-Ticketsystem sorgt für eine vollständige Rückverfolgbarkeit jedes Support-Problems und der bereitgestellten Lösung. Die Support-Berater oder Geschäftsanwender können dieses Verzeichnis behobener Probleme im Falle einer Problemwiederholung verwenden. Ist das interne Team nicht in der Lage, ein Problem zu beheben, kann es das Problem direkt an SAP weiterleiten.

Schenkt man diesen fünf Bereichen ausreichend Aufmerksamkeit, können CIOs und ihre Teams viel tun, um ERP-Probleme zu lösen und ein System zu schaffen, dass dem Unternehmen und seinen Nutzern besser hilft.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2017 aktualisiert

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