Hypervisor-Optionen für die Exchange-Virtualisierung im Vergleich

Virtualisieren Sie Exchange, kann sich das positiv auf Hardware- und Softwarekosten auswirken. In Frage kommen vSphere, Hyper-V und XenServer.

Dieser Artikel behandelt

Exchange-Management

Seit der Veröffentlichung von Exchange 2007 unterstützt Microsoft die Virtualisierung von Exchange-Servern. Dafür...

kommt jeder Hypervisor in Frage, der sich innerhalb des Server Virtualization Validation Program (SVVP) befindet. Das Virtualisieren von Exchange bietet für Firmen einige Vorteile. Die damit verbundene Komplexität hängt von drei Dingen ab:

  1. den bereitgestellten Funktionen des Hypervisors,
  2. der verwendeten Exchange-Version,
  3. und den Exchange-Rollen, die ein Administrator einzusetzen gedenkt.

Werfen wir aber zunächst einen Blick auf die Vorteile, die eine Virtualisierung von Exchange mit sich bringt. Für Unternehmen gibt es einige gute Gründe, die für so eine Lösung sprechen. Durch eine Virtualisierung von Exchange können Firmen die Ausgaben für Hardware und Software senken. Weiterhin reduziert Virtualisierung die laufenden Kosten des Data Centers. Beispiele hierfür sind Strom, Klimatisierung und auch die physische Größe. Das Virtualisieren von Exchange senkt also die laufenden Kosten und vereinfacht darüber hinaus das Management der Server. Zusätzlich wird noch die Uptime erhöht und die Downtime gesenkt. Auch die Zeit für eine Wiederherstellung reduziert sich und die Gefahr eines Datenverlusts ist minimiert.

Um diese Punkte zu veranschaulichen, sehen wir uns ein einfaches Beispiel einer physischen Implementierung von Exchange 2010 SP3 an (Abbildung 1).

Abbildung 1: Eine einfache physische Implementierung von Exchange

Virtualisierung kann Einrichtungszeit und laufende Kosten in einer Firmen-Umgebung signifikant reduzieren. Das umfasst sowohl Hardware, Strom, Klimatisierung als auch Lizenzen für Betriebssysteme. Außerdem lässt sich durch den Einsatz von Windows Server 2008 R2 Enterprise Edition mit Microsofts Hyper-V Geld sparen. Damit können Sie jeden physischen Host mit einer Virtualisierungs-Lizenz ausstatten.

Es existieren allerdings noch andere Hypervisoren, die als Alternativen in Frage kommen. Dazu gehören Citrix und VMware. Egal auf welche virtualisierte Plattform Sie setzen, die Investition sollte sich auf jeden Fall auszahlen.

Virtualisierungs-Optionen für Exchange-Umgebungen

In der SVVP-Liste gibt es ein Sortiment von geprüften und unterstützten Hypervisoren. Allerdings bestimmen drei Schwergewichte den Markt.

VMware (vSphere): VMware ist im Virtualisierungs-Markt verwurzelt und alteingesessen. Viele sagen dem Hypervisor der Firma sogar nach, dass dieser der Industrie-Standard ist. Der Host-Server bringt eine sehr kleine Linux-Basis mit sich. Dazu lässt sich das Produkt mit einer großen Anzahl an Hardware und Storage-Lösungen integrieren. Viele Administratoren sehen in VMwares Lösung eine stabilere und erwachsenere Lösung als die Konkurrenz-Produkte. Allerdings ist es nicht die günstigste. Weiterhin sind die Enterprise-Management-Funktionen nicht so integriert, wie das zum Beispiel bei Microsoft Hyper-V der Fall ist.

Citrix (XenServer): Mit Version 6.1 ist XenServer zu einer echten Alternative zu VMware- und Microsoft-Hypervisoren geworden. Die Software installiert sich als ein Linux-basierter Hypervisor auf der Host-Maschine des XenServers und ist günstiger als vSphere. Allerdings tut sich Citrix schwer auf dem Markt. Vorgängerversionen konnten in Sachen Funktionalität ganz einfach mit VMware nicht mithalten.

Microsoft (Hyper-V): Mit Version 3.0 ist Microsoft Hyper-V ein relativer Newcomer im Virtualisierungs-Markt. Sie können die Software in einer kompletten grafischen Windows-Umgebung oder mit einem Windows Server Core einsetzen. Hyper-V integriert sich gut in Windows-Plattformen und bringt ähnliche Management-Tools mit sich, wie Sie das von Microsoft System Center und Microsoft Management Console (MMC) kennen.

Weil Hyper-V eine Kernkomponente des Windows-Betriebssystems ist, bietet Microsoft hier ein attraktives Lizenzmodell an. Das könnte ein Entscheidungskriterium gegenüber VMware oder XenServer sein. Haben Sie zum Beispiel die Datacenter-Edition von Windows 2012 erworben, bekommen Sie Hyper-V dazu und können eine unbegrenzte Anzahl an Windows-basierten Gästen auf diesem Host virtualisieren.

Sehen wir von den Lizenz-Vorteilen und technologischen Fortschritten ab, hat Hyper-V dennoch nicht den Ruf von Produkten wie zum Beispiel vSphere. Es bleibt abzuwarten, ob die mit Windows Server 2012 veröffentlichte Version 3.0 etwas vom VMware-Kuchen abzweigen kann.

Dieser Artikel ist der Erste einer Serie über den Vergleich von Hypervisoren für die Virtualisierung von Exchange. Den zweiten Teil finden Sie hier.

Über den Autor:

Andy Grogan hat von 2009 bis 2013 mehrmals die Auszeichnung Microsoft Exchange MVP erhalten. Er arbeitet seit 16 Jahren in der IT-Industrie. Seine Spezialgebiete sind Technologien von Microsoft, HP und IBM. Grogans Leidenschaft liegt beim Exchange Server. Weitere Spezialgebiete erstrecken sich auf Active Directory, SQL Server, Storage-Lösungen, Technologie-Strategie und technische Führung in großen Unternehmen. Derzeit arbeitet er für eine große Kreisverwaltung in Surrey als technischer Leiter und unterstützt dabei rund 15.000 Kunden, die über 240 Standorte verteilt sind. Andys Webseite erreichen Sie unter telnetpot25.com.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2013 aktualisiert

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