Lizenz- und Abonnement-Optionen für eine hybride SharePoint-Umgebung

Eine hybride Microsoft-SharePoint-Umgebung ist der Mittelweg für viele Unternehmen. Diese Punkte müssen Organisationen bei der Lizensierung beachten.

Dieser Artikel behandelt

Sharepoint-Management

Cloud-Dienste können eine lokale SharePoint-Bereitstellung erweitern und verbessern. Aber der Mix von SharePoint...

Online mit einer lokalen SharePoint-Umgebung macht es erforderlich, einige Aspekte des Lizenzierungsprozesses zu überdenken.

Bisher ist die Lizenzierung eines lokalen SharePoints relativ einfach gewesen. Mit der Kombination aus lokaler SharePoint-Umgebung und SharePoint Online sind die Dinge allerdings komplizierter geworden. Denn die Office-365-Services werden nicht über Lizenzen, sondern über Abo-Gebühren erworben. Um auf diesem Terrain erfolgreich zu navigieren, müssen die Anschaffungen so justiert werden, dass On-Premise- und Cloud-Technologien harmonisch zusammenarbeiten. Dies ist keine allzu große Hürde, aber als IT-Verantwortlicher sollte man bestimmte Überlegungen anstellen, wenn man die Lizenzkosten für eine hybride SharePoint-Bereitstellung zusammenstellt.

Ein häufiges Szenario ist, dass Organisationen zum Beispiel Microsoft SharePoint 2013 verwenden, aber eine Erweiterung in die Cloud erwägen. Microsoft treibt derzeit Cloud-Services über Office 365 mit neuen Funktionen, potenziellen Kosteneinsparungen und der möglichen Verschlankung der IT voran. Das geht allerdings an der Realität vorbei. Denn die Realität ist, dass die meisten Unternehmen nicht alle Inhalte in die Cloud verschieben können oder wollen. Ein Beispiel sind unternehmenskritische Daten, welche die wenigsten in die Cloud verschieben möchten. Solche Einschränkungen bei der Cloud-Nutzung machen ein hybrides SharePoint zu einem möglichen Mittelweg für Organisationen, die von der Cloud profitieren wollen, ohne gleichzeitig ihre lokalen Investitionen aufgeben zu müssen.

Hybride SharePoint-Lizenzen

Bevor wir auf die hybride SharePoint-Lizenzierung eingehen, werfen wir einen Blick auf das traditionelle On-Premise-Szenario. Früher mussten Kunden für ein lokales SharePoint eine Serverlizenz für jeden SharePoint-Server erwerben. Hinzu kam eine Zugriffslizenz (Client Access Licence, CAL) für jeden Benutzer, der auf diese Server zugreifen konnte und jedes Gerät mit Zugriffsmöglichkeit. Es gab auch eine optionale Enterprise CAL. Diese wurde auf Pro-User-Basis für den Zugriff auf zusätzliche Funktionen verkauft.

Wenn Cloud-Services zu diesem Mix hinzugefügt werden, wird das Szenario komplizierter. Der Hintergrund: Als Abonnement-Dienst wird SharePoint Online anstatt über eine Lizenzierung für eine monatliche Gebühr pro Nutzer gekauft.

Vor etwa drei Jahren versuchte Microsoft, die Lizenzierung für hybride SharePoint-Implementierungen zu vereinfachen. Dies erfolgte dadurch, dass Office-365-Benutzerlizenzen als CALs verwendet werden durften, um auf lokale SharePoint-Ressourcen zuzugreifen. Mit anderen Worten: Organisationen, die sowohl lokale als auch Cloud-basierte SharePoint-Ressourcen hatten, mussten Serverlizenzen für jeden lokalen SharePoint-Server kaufen. Sie mussten aber keine CALs anschaffen, solange jeder Benutzer auf die On-Premise SharePoint-Ressourcen zugriff, die SharePoint Online als Teil des Office 365 Abonnements integriert hat.

Voraussetzungen für den hybriden Betrieb

Wenn eine Organisation SharePoint in ihrem Rechenzentrum laufen hat und beschließt, das Angebot um Office-365Anwendungen zu erweitern, besteht der erste Schritt darin, zu überprüfen, ob die lokale Umgebung ordnungsgemäß lizenziert ist. Wie bereits erwähnt, erfordert jeder SharePoint-Server eine Serverlizenz. Im Gegensatz zu CALs gibt es keinen Enterprise-Zusatzverkauf für die Server. Organisationen müssen einfach eine SharePoint-Serverlizenz erwerben, und alle erforderlichen, davon abhängigen Lizenzen wie Windows Server und SQL Server.

Das ist natürlich noch nicht alles: Die Organisation muss auch für jede Person oder jedes auf SharePoint zugreifende Gerät Zugrifflizenzen kaufen. Dafür bietet Microsoft eine Standard (Core CAL) und eine Enterprise Zugriffslizenzen an. Standard CALs ermöglichen den Zugriff auf SharePoint-Kernfunktionen, wie zum Beispiel Websites, Communities, Content Management und Suche.

Organisationen, die SharePoint-Features brauchen, die über die von den Standard CALs bereitgestellten Funktionalitäten hinausgehen, sollten eine Enterprise CAL kaufen – zusätzlich zu den Standard CALs. Dies ist für alle Benutzer und alle Geräte notwendig, die auf diese zusätzlichen Ressourcen zugreifen. Die Enterprise CAL ermöglicht den Zugriff auf Funktionen wie Power View oder Excel.

Sobald ein Unternehmen sichergestellt hat, dass sein lokales SharePoint ordnungsgemäß lizenziert ist, kann es die Bereitstellung über die Cloud erweitern. Dies erfolgt über Office 365 oder SharePoint Online. Für die Cloud stehen zahlreiche Office-365-Pläne zur Verfügung und Microsoft bietet zudem zwei separate SharePoint-Online-Pläne an.

Die beste Vorgehensweise für Unternehmen ist, einen Plan zu wählen, welcher der lokalen SharePoint-Lizenzierung am nächsten kommt. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel in Enterprise CALs für seine lokale Bereitstellung investiert hat, ist es sinnvoll, einen Hosting-Plan zu wählen, der auch Enterprise-fähige Funktionen bereitstellt.

Plan 1 für SharePoint Online ist mehr oder weniger auf die Funktionen abgestimmt, die von einer Standard CAL geliefert werden, während SharePoint Online Plan 2 eng auf die SharePoint Enterprise CAL abgestimmt ist. Es gibt einige kleinere Unterschiede zwischen der Standard CAL und dem SharePoint Online Plan 1. Ebenso gibt es einige kleine Unterschiede zwischen SharePoint Online Plan 2 und der Enterprise CAL. Meistens sind diese Hosting-Pläne aber eng auf ihre lokalen Pendants abgestimmt. Eine vollständige Aufschlüsselung der Funktionen steht auf der Office-Website zur Verfügung.

Fazit

Bei der traditionellen SharePoint-Lizenzierung mussten Anwender wissen, wie sie Sharepoint voraussichtlich verwenden werden, um die Zugriffslizenz festzulegen. Das Abonnement-basierte SharePoint Online und Office 365 nimmt einen ähnlichen Kurs. Wenn man sichergestellt hat, dass die Lizenzen für die On-Premise-Versionen in Ordnung sind, hat man die Basis dafür gelegt, um zu bestimmen, welche Abonnements für die hybriden SharePoint-Bedürfnisse passen. Auf alle Fälle sollten Sie die Merkmale der Cloud-Pläne sorgfältig vor dem Kauf überprüfen, damit die Anforderungen Ihrer Organisation auch erfüllt werden.

Wenn Unternehmen eine hybride SharePoint-Bereitstellung planen und der SharePoint-Online-Anteil überwiegt, sind in der Regel Add-ons notwendig. Diese bieten eine größere Speicherkapazität. Für On-Premise-Installationen ist das kein Thema, da Unternehmen mit eigenen Rechenzentren in der Regel eigene Storage-Kapazitäten haben. Sie sollten aber Ihre Storage-Kapazitäten überprüfen, wenn Sie eine Migration auf SharePoint Online planen.

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Artikel wurde zuletzt im März 2016 aktualisiert

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