Mobile BI: Tipps und Regeln zur Gestaltung von mobilen SAP-Dashboards

Mobile BI-User fordern Dashboards, die übersichtlich gestaltet und intuitiv zu bedienen sind. Das können Sie mit SAP BusinessObjects Mobile umsetzen.

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BI-Technologie

„Mobile Business Intelligence (BI) ist für Geschäftsanwender, die viel unterwegs sind, zum Mainstream geworden....

Für einige End-User ist es die einzige Form, in der sie BI-Inhalte nutzen.“ Das behauptet Howard Dresner, Chief Research Officer von Dresner Advisory Services. Er ist Autor der Studie „2012 Wisdom of Crowds Mobile Business Intelligence“. Laut dieser Untersuchung genießt das Thema „Mobile BI“ in Unternehmen nach dem Zugang zu E-Mails sowie persönlichen Informationen wie Kontakten und Kalendern die höchste Relevanz. 61 Prozent der mehr als 250 IT-Verantwortlichen und Manager, die Dresner Advisory im Rahmen der Studie befragte, stufen Mobile BI mittlerweile als „geschäftskritisch“ oder zumindest „sehr wichtig“ ein. In der Vergleichsstudie von 2010 waren es im Schnitt erst 52 Prozent gewesen. Bis 2015 wollen mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer rund 41 Prozent ihrer Mitarbeiter mit Mobile BI ausstatten.

Abbildung 1: Laut Dresner Advisory Services gewinnt mobile BI bei Geschäftsanwendern, die viel unterwegs sind, an Relevanz und steht inzwischen an dritter Stelle.

Erfolgsfaktoren: Performance und nutzerfreundliche Dashboards

Den Trend zu mobile BI bestätigt auch eine Befragung, die das IT-Beratungshaus Opitz Consulting aus Gummersbach unter 100 IT-Leitern ausgeführt hat. Demnach werden mobile Datenanalysen und Berichte nicht nur als sinnvolle Ergänzung zur „klassischen“ BI gesehen, sondern zunehmend als erster Zugang zu den Informationsschätzen im Unternehmen. Wer die Möglichkeit hat, BI-Informationen auf einem mobilen Endgerät unterwegs abzurufen, will, dass diese jederzeit aktuell sind. So fordern 39 Prozent der von Opitz Consulting befragten IT-Leiter eine mobile Near- oder Real-Time-Lösung, zehn Prozent wollen jede Stunde mobil auf aktuelle BI-Informationen zugreifen. Für die Umfrageteilnehmer ist daher die Performance ein kritischer Erfolgsfaktor, wenn es um den Einsatz einer Mobile-BI-Lösung geht. Das wird auch durch die Studie von Dresner Advisory bestätigt.

So wichtig die Performance ist: Fachanwender und Führungskräfte im Unternehmen müssen die eingesetzte Mobile-BI-Lösung auch akzeptieren, schreibt Anita Gibbings, BI-Direktorin bei SAP, in einem Beitrag für das SAP Developer Network. Geschäftsanwender, die auf ihrem privaten Smartphone und Tablet-PC intuitive und nutzerfreundliche Apps nutzen, erwarten laut Anita Gibbings dieselbe „Usability“ bei Mobile-BI-Dashboards zur täglichen Entscheidungsunterstützung.

Zwei goldene Regeln für das Dashboard-Design

Um dieses Ziel zu erreichen, müssten interne IT-Organisationen mit BI-Szenarien auf Basis der iPad-App SAP BusinessObjects Mobile zwei Regeln bei der Dashboard-Gestaltung beachten.

Regel eins: Oberflächen müssen einfach und übersichtlich sowie ausschließlich für mobile Anwendungsfälle gestaltet sein. Ein Mobile-BI-Dashboard sollte getreu der Devise „Weniger ist mehr“ dem Anwender nur die Informationen anzeigen, die er auch tatsächlich benötigt. Laut Anita Gibbings greifen User unterwegs meist im Stehen per Tablet auf BI-Inhalte zu. Die interne IT muss daher durch eine Befragung der verschiedenen Anwendergruppen im Unternehmen ermitteln, welche mobilen Auswertungen oder Berichte den jeweiligen Nutzern einen konkreten geschäftlichen Mehrwert bringen. In Mobile-BI-Dashboards müssten Abfrageergebnisse auch deshalb möglichst einfach strukturiert und übersichtlich dargestellt sein, da die Speicherkapazität eines Smartphones oder Tablet-PCs begrenzt ist. Damit tut sich die IT-Organisation oft schwer, denn die Endanwender wollen möglichst viele Mobile-BI-Funktionen nutzen. Laut der Studie zu Mobile BI von Dresner Advisory ist die Liste der Anwenderanforderungen lang. Sie reicht von Charts, Reports und der Überwachung von Leistungskennzahlen über die Navigation per Drill-Down und Filtering bis hin zu Funktionen für Augmented Reality.

Regel zwei: Endanwender benötigen auf dem Smartphone oder Tablet-PC interaktive Dashboard-Funktionen, die sie sehr einfach und ohne technische Hürden mit nur einem Fingerwisch oder wenigen Fingertipps bedienen können. Die App SAP BusinessObjects Mobile bietet laut Anita Gibbings diverse interaktive Dashboard-Funktionen, mit denen sich diese Design-Anforderungen umsetzen lassen. Dazu zählen Touch-Gesten sowie die Möglichkeit, einen Chart durch Bewegung zweier gleichzeitig auf dem Bildschirm liegender Finger zu vergrößern oder zu verkleinern (= pinchen). Ebenso könnten Inhalte mit anderen Anwendern geteilt werden.

Abbildung 2: Usability ist Trumpf: Ein einziger Fingertipp auf einen Balken im mobilen Chart muss genügen, damit Kennzahlen angezeigt werden.

Für Endanwender sei es zudem frustrierend, wenn Drill-Down-Funktionen in einem Chart oder das Drop-Down-Menü so klein sind, dass mehrere Fingertipp-Versuche benötigt werden, damit diese sich öffnen und bedienen lassen. Dieses Problem kann vermieden werden: Dazu müssten Buttons, Regler und andere Elemente von Mobile-BI-Funktionen mindestens auf eine Größe von 44 x 44 Pixel (= 44-Pixel-Logik) angelegt sein. Das gelte auch für die BI-Charts. Dort müsse jeder Balken groß genug sein, damit ein einziger Fingerdruck darauf genügt, um die Kennzahlen anzuzeigen.

6 Tipps für SAP BusinessObjects Mobile

Neben den zwei Regeln für die Gestaltung mobiler Dashboards hat Anita Gibbings noch sechs Tipps für die Nutzung von SAP BusinessObjects Mobile zusammengestellt. Diese sind:

  1. Überprüfen, welche BI-Komponenten unterstützt werden und ob diese für Mobile-BI-Szenarien geeignet sind;
  2. Sicherstellen, dass die Mobile-BI-Applikation SAP BusinessObjects Mobile in der Version 4.4 oder höher aus dem App Store von Apple heruntergeladen wird;
  3. Als Erscheinungsbild für die Mobile-BI-Lösung ausschließlich das NOVA-Theme verwenden;
  4. Als Bildschirmauflösung einen Wert von mindestens 1.024 mal 768 Pixel festlegen;
  5. Ausschließlich Schriften nutzen, die von der jeweils eingesetzten Version des mobilen Betriebssystems unterstützt werden;
  6. Effiziente Excel-Logik verwenden, damit die Mobilgeräte nicht überlastet werden, und Performance-Tests häufig ausführen.

 

Artikel wurde zuletzt im September 2013 aktualisiert

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