Neue Business-Intelligence (BI) -Tools erfordern genaue Prüfung

Anbieter von Business-Intelligence-Lösungen entwickeln Nischenprodukte, um wettbewerbsfähig zu sein. Das führt aber zu einer Markt-Fragmentierung.

Business-Intelligence (BI) -Software boomt derzeit und zahlreiche Anbieter suchen nach einer Nische, in der ihr Produkt wettbewerbsfähig ist. Dieser Trend hat allerdings zur Folge, dass viele neue BI-Tools zwar für eine spezielle Aufgabe geeignet sind, aber kein umfangreiches Funktionsspektrum bieten.

Heute sind visuelle BI-Tools wie QlikView und Tableau beliebt. Andere Anbieter, wie zum Beispiel Logi Analytics, spezialisieren sich auf kollaborative BI. Birst wiederum zeigt seine Stärken bei Mobile BI. Dadurch ergibt sich eine gewisse Konvergenz am Markt. Zwar übernahm zum Beispiel Tibco Jaspersoft im April dieses Jahres, doch die Suche nach einem Anbieter, der alle Aufgaben gleichzeitig mit Spitzentechnolgie bewältigt, ist eine Herausforderung.

Verschiedene BI-Tools für unterschiedliche Anforderungen

Asif Hasan, Mitbegründer von Quantiphi, einem Data-Science- und Analytics-Beratungsunternehmen, verwendet beispielsweise die Software Yellowfin, die seiner Meinung nach eine der besten Analytics-BI-Anwendungen ist. 

Direkt an die Daten zu kommen und daraus gleichzeitig und ohne Vorbereitung ein Modell zu bauen, wäre phänomenal. Kein BI-System bietet das allerdings.

Asif Hasan, Mitbegründer von Quantiphi

„Das Tool ist vor allem bei Kunden aus dem Gesundheitswesen nützlich“, erläutert er. Die Firma nutzt es, um Versicherungen zu helfen, gezielte Gesundheitspläne und -systeme zu erarbeiten, die auf einem Leistungs-Vergütungs-Modell basieren. 

Die Versicherungen möchten überblicken können, ob ihre Ressourcen bestimmte Patientengruppen abdecken, basierend auf dem Wohnort der Patienten. Das Tool kann allerdings nicht alles.

„Die Möglichkeit zu haben, direkt an die Daten zu kommen und daraus gleichzeitig und ohne Vorbereitung ein Modell zu bauen, wäre phänomenal. Kein BI-System bietet das allerdings“, sagt Hasan. Er betont, dass das nicht nur ein Problem von Yellowfin ist. Wenn ein Anbieter versucht, sein Produkt in einer bestimmt Kategorie als führend zu positionieren, muss er zwangsläufig Kompromisse eingehen.

Diese Problem besteht in der heutigen Big-Data-Welt bereits seit einer Weile. Marktbeobachter sind sowohl über den fragmentierten Zustand des BI- und Analytics-Marktes frustriert als auch über die Tatsache, dass es scheinbar für jeden Datenmanagement- und Analyse-Prozess lediglich ein einzelnes Stück Soft- und Hardware gibt.

Wie geht ein Unternehmen mit diesem Dilemma um? Für Hasan zählt etwa der Nutzen, den er aus einer Anzahl von Tools zieht. „Wir schauen, was die Mehrzahl der Anwender benötigt und picken uns dann das richtige Tool oder Anwendungspaket heraus, das die Bedürfnisse abdeckt.“

Firmen müssen die BI-Anwendungen genau prüfen

Sein Unternehmen entschied sich für Yellowfin, da sie spezielle Location-Intelligence-Reports benötigen.

Es ist zudem für Business-Analysten verständlich, die keine umfassende Ausbildung als Data-Scientist haben. Aber es ist nicht das einzige Tool, das sie verwenden. Für Statistik-Aufgaben etwa nutzt das Beratungsunternehmen die Programmiersprache R.

Derzeit müssen Firmen ihre Ansprüche an ein BI-Tool genau prüfen und die Anwendung beziehungsweise das Paket wählen, das am besten ihren Anforderungen entspricht, statt weiterhin nach dem einzig wahren BI-Tool zu suchen. 

Die große Anzahl an Tools ist laut Hasan aber nicht unbedingt schlecht. Solange ein Unternehmen sorgfältig auswählt, kann BI-Software Daten zu mehr Geltung bei der Entscheidungsfindung verhelfen.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2014 aktualisiert

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