Oracle Enterprise Manager 13c bietet für Administratoren neue Cloud-Tools

Die neueste Version des Oracle Enterprise Managers, Version 13c, soll Datenbank-Administratoren (DBAs) die Arbeit in der Cloud deutlich erleichtern.

Oracle Enterprise Manager Cloud Control 13c (Oracle EM 13c) ist die neueste Version der zentralen Monitoring- und Management-Plattform von Oracle, die im Dezember 2015 vorgestellt wurde. Version 13c soll Datenbank-Administratoren (DBA) helfen, ihre Oracle Cloud-Umgebungen mit verschiedenen neuen Funktionen zu verwalten. Während die neue Benutzeroberfläche Alta die Ästhetik des Tools verbessert, ist dies nicht der Ort, an dem die Arbeit für DBAs erleichtert wurde. Es sind vielmehr die zusätzlichen Funktionen, welche die neue Versionen glänzen lassen.

Zum Beispiel können viele Organisationen ihren Systeminfrastruktur-Footprint verringern, sowohl in der Private wie auch Public Cloud. Oracle führte mit Version 12c das Multitenant Add-on ein, um die Datenbankkonsolidierung über den Einsatz von Container-Datenbanken zu erleichtern, die eine große Anzahl von aktiven oder neu hinzufügbaren Datenbanken erlauben.

Mit Enterprise Manager 13c hat Oracle den Database Consolidation Workbench hinzugefügt, der es DBAs erlaubt, Konsolidierungen in Oracle 12c Container-Datenbanken wie auch konventionellen Datenbanken zu analysieren und zu planen.

Der Consolidation Workbench unterstützt drei Phasen des Konsolidierungsprozesses: Planung, Migration und Validierung. Die Planungsphase untersucht die historische Ressourcennutzung, damit DBAs verstehen, ob die vorhandene Hardware adäquat die anvisierte Konsolidierung stemmen kann. Die Migrationsphase automatisiert den Umzug der Datenbanken innerhalb der Cloud-Infrastruktur, was menschliche Fehler deutlich reduzieren kann. Die Validierungsphase verwendet den SQL Performance Analyzer von Oracle, um sicherzustellen, dass die Konsolidierung zu einer verringerten Anwendungsleistung oder ungeplanten Ausfallzeiten führt.

Die Cloud ermöglicht es IT-Abteilungen, agiler und flexibler auf Geschäftsanforderungen zu reagieren. Oracle Enterprise Manager 13c hilft Datenbank-Administratoren hierbei, indem es sie mit einer sogenannten neuen Test-Master-Snapshot-Funktion als Teil seines Tools Snap Clone ausstattet. Snap Clone ist eine leichtgewichtige Technologie für die Erstellung von Datenbank-Klonen, welche im Vergleich zu vollständigen Kopien weniger Speicher belegen. Die Snap Clones können zum Beispiel nützlich für Tests und Entwicklung sein.

Das zusätzliche Snapshot Feature in EM 13c verschlankt den Snap-Clone-Prozess, um Test-Master-Datenbanken zu erstellen und diese zu aktualisieren, um sie synchron mit den Original-Datenbanken zu halten. Es nutzt den Oracle Recovery Manager (RMAN), um inkrementelle Backups zu machen, die es DBAs erlauben, dass sie einen Zeitpunkt auswählen können, an dem der Klonprozess ausgeführt werden soll.

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Wann machen Oracle Datenbanken für ein Unternehmen Sinn?

Einer der großen Vorteile einer Cloud-Infrastruktur – Public oder Private – ist die Geschwindigkeit und Leichtigkeit, mit der neue Datenbankumgebungen erstellt werden könne. Doch für einen Datenbank-Administrator kann dies auch zum großen Nachteil werden. Das bequeme an der Cloud ist, dass Datenbankumgebungen massenhaft reproduziert werden können. Da DBAs sicherstellen sollten, dass die Konfiguration einer wachsenden Anzahl von Datenbanksystemen organisatorische Standards erfüllen müssen, kann dies zum Alptraum werden. Das ist der Punkt, wo das Configuration Drift Management Feature zum Einsatz kommt.

Ein DBA erzeugt damit eine vordefinierte Konfiguration und kann dann Oracle Enterprise Manager 13c einsetzen, um die Produktionsdatenbank mit diesen Einstellungen zu vergleichen. Basierend auf dem Vergleich zeigt die neue Funktion, welche Datenbank innerhalb einer Cloud-Umgebung von der Basiskonfiguration abdriftet.

Oracle Enterprise Manager 13c enthält außerdem das Plug-in Chargeback and Consolidation Planner für Unternehmen mit einer Private-Cloud-Infrastruktur, die in der Lage sein müssen, Chargebacks an Geschäftsabteilungen basierend auf ihrer Oracle Ressourcennutzung zu kalkulieren. Das Plug-in lässt IT-Administratoren abgestufte Preispläne definieren, so dass sie die Ressourcennutzung außerhalb der Spitzenzeiten zu niedrigeren Preisen als zu Spitzenauslastungszeiten berechnen können. Außerdem können Ad-hoc-Preise erstellt werden, um Buchungen individuell anzupassen. Zusätzlich beinhaltet das Plug-in den Charge Estimator, der historische Metriken der Ressourcenausnutzung verwenden kann, um wahrscheinliche Kosten zu berechnen.

Dies sind nur einige der neuen Feature in EM 13c. Es gibt eine Vielzahl anderer Funktionen, die sich für das Management sowohl von Cloud- als auch On-Premise-Umgebungen eignen. Vor allem Unternehmen mit deutlich älteren Versionen sollten über ein Upgrade auf die neueste Version des Oracle Enterprise Manager nachdenken.

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Artikel wurde zuletzt im Mai 2016 aktualisiert

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