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Support-Ende für Microsoft Exchange 2007: Worauf ist jetzt zu achten?

Der Support für Exchange 2007 hat am 11. April 2017 geendet. Viele Firmen müssen nun über einen Wechsel nachdenken. Einige Tipps für die Migration.

Am 11. April 2017 wurde der Extended-Support für Microsoft Exchange 2007 beendet. Organisationen haben nun drei Optionen: Exchange 2007 weiter verwenden (ohne Support und Updates), ein Upgrade zu einer anderen On-Premises-Version von Microsoft Exchange oder zu Office 365 wechseln. Doch bevor man eine Entscheidung trifft, müssen IT-Administratoren und Manager alle Optionen bewerten.

Seit seiner Präsentation vor zehn Jahren, hat Microsoft Exchange deutlich verbessert. Innerhalb dieses Zeitraums veröffentlichte Microsoft drei neuere Versionen von Exchange Server: Exchange 2010, 2013 und 2016, was die Entscheidung für ein Upgrade oder die Migration der Postfächer in die Cloud erschwert. In jedem Upgrade oder Migrationsszenario muss die IT einige technische Hürden überwinden. Dabei stellt sich die Frage: soll man das System auf den unternehmenseigenen Servern pflegen oder die E-Mails zu Exchange Online verschieben?

Folgende Richtlinien und Tipps sind für beide Upgrade-Szenarien gedacht – egal ob man sich für eine neue Plattform oder die Cloud-Option entscheidet.

Geschäftsanforderungen betrachten

Da das Ende von Exchange 2007 bereits eingetreten ist, besteht der kritischste Schritt darin, die Geschäftsanforderungen zu kennen. Ist die Implementierung von Office-365-Services oder einer On-Premises-Anwendung notwendig? Sobald die Enterprise-IT die Entscheidung getroffen hat, kann das Unternehmen feststellen, ob es auf die neue Exchange-Plattform wechselt.

Die Komplexität einer Migration von Exchange 2016 kennen

Ein Upgrade von Exchange 2007 zu Exchange 2016, der jüngsten Version der On-Premises-Messaging-Plattform von Microsoft, erfordert ein zweistufiges Vorgehen, da die beiden Plattform nicht koexistieren können. Exchange-Administratoren müssen zuerst eine neue Installation von Exchange 2013 einrichten und die Postfächer von Exchange 2007 auf die 2013er-Version verschieben. Anschließend müssen sie Exchange 2016 installieren und die Postfächer erneut verschieben. Nach dem Support-Ende für Exchange 2007 empfiehlt Microsoft Unternehmen, die weiterhin die Plattform in ihrem Rechenzentrum hosten möchten, diese Methoden zu verwenden.

Die Kosten im Blick behalten

Die Migration von Exchange 2007 zu Office 365 ist weit weniger komplex als der Umstieg von Exchange 2007 auf Exchange 2016. Zudem bietet es einen einfacheren Weg zu Exchange Online. Es gibt viele Tools auf dem Markt, zum Beispiel Skykick und MigrationWiz, um Administratoren bei einer Office-365-Migration zu unterstützen. Microsoft bietet zudem finanzielle Unterstützung im Rahmen seines FastTrack-Programms an, um qualifizierte Kunden während des Prozesses zu unterstützen.

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PowerShell Know-how aneignen

Neue Exchange-Instanzen, unabhängig davon, ob man Exchange lokal installiert oder in der Cloud verwendet, hängen von PowerShell-Skripten für allgemeine Wartungs- und Konfigurationsaufgaben ab. Administratoren mit umfangreichen Exchange-2007-Erfahrungen sollten ihre Skripting-Fähigkeiten überprüfen, um sicherzustellen, dass sie die Aufgaben in Exchange 2016 adressieren können. PowerShell-Skripte ermöglichen Administratoren, viele Aufgabe im Ganzen zu erledigen, während es die Verwaltung über das Web-Interface häufig erfordert, Aufgaben einzeln zu erledigen.

Hier ein Beispiel, das zeigt, wie man mehrere Postfächer mit spezifischen Aufbewahrungsrichtlinien konfiguriert, bei denen die Benutzer einer bestimmten Abteilung (im Beispiel der Finanzabteilung) angehören:

Get-Mailbox -OrganizationalUnit "Finance" -ResultSize Unlimited | Set-Mailbox -RetentionPolicy "RetentionPolicy-Finance"

Zusätzliche Services von Exchange Online evaluieren

Office 365 Pläne enthalten verschiedene Services. Das bedeutet, dass jeder, der seine E-Mails in die Cloud migrieren möchte, existierende Workloads in verschiedenen Plänen verwenden kann. Business-Anwender profitieren von Services wie SharePoint Online, Skype for Business, Microsoft Planner und Office 365 Gruppen. Die Anwender sollten sich außerdem E-Mail-Sicherheitsfunktionen, wie zum Beispiel Advanced Threat Protection, sichere Anhänge und das URL-Detonation-Feature, was E-Mails auf Schadcode scannt, anschauen, die innerhalb der Plänen verfügbar sind.

Den Client aktualisieren, um neue Exchange-Versionen zu unterstützen

Schließlich sollte man auch die Rechner der Endanwender aktualisieren, wobei ein spezielles Augenmerk Microsoft Outlook gilt. Einige Nutzer werden weiterhin den Outlook Web App Client im Browser verwenden. Allerdings müssen Organisationen mit einer größeren Nutzerbasis Microsoft Office auf den Clients aktualisieren, auch wenn das die Nutzer stören könnte. Microsoft hat erkannt, dass die Office-Bereitstellung geändert werden musste. Das Unternehmen bietet nun IT-Mitarbeitern Zugriff auf neue Bereitstellungs-Tools, die es ihnen ermöglichen, die neuesten Office-Client-Anwendungen einfacher und effizienter auf Endgeräte zu verschieben.

Microsoft bietet qualifizierten Exchange-Administratoren technische Unterstützung für den Umzug von Exchange 2007 zu Office 365. Auf seiner Website erläutert Microsoft außerdem die Schritte, die für den Umzug zu Exchange 2013 oder 2016 notwendig sind.

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Artikel wurde zuletzt im April 2017 aktualisiert

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